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Deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse in den ersten neun Monaten 2015

03.11.2015

Geschäftszahlen Januar bis September 2015

  • Weiteres Wachstum im chinesischen Markt
  • Umsatzziel für 2015 auf 3,6 bis 3,7 Mrd. € angehoben

Bietigheim-Bissingen, 3. November 2015 – Dürr hat in den ersten neun Monaten 2015 deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 68 % auf 2.761,7 Mio. €. Neben der im Oktober 2014 erworbenen HOMAG Group trugen dazu auch die bisherigen Aktivitäten mit einem Wachstum von 21,7 % bei. Das operative EBIT (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten aus HOMAG-Akquisition) stieg um 40,2 % auf 210,1 Mio. €. Daraus resultiert eine operative EBIT-Marge von 7,6 %. Das dritte Quartal war mit 988,2 Mio. € Umsatz, einer operativen EBIT-Marge von 8,5 % und einem Plus von 35,5 % beim Nachsteuerergebnis der bisher beste Jahresabschnitt. „Der Auftragseingang war im dritten Quartal von einem hohen Niveau in China geprägt“, so Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG. Die Umsatzprognose für 2015 hebt Dürr an. Ralf W. Dieter: „Nach der guten bisherigen Entwicklung gehen wir davon aus, dass der Umsatz auf 3,6 bis 3,7 Mrd. € steigt.“ Zuvor wurden 3,4 bis 3,5 Mrd. Umsatz angestrebt.

In den ersten neun Monaten 2015 stieg der Auftragseingang um 39,7 % auf 2.694,6 Mio. €. Davon kamen jeweils 27 % aus China und Europa (ohne Deutschland) sowie 25 % aus Amerika, wo der Auftragseingang um 104 % stieg. Auf Deutschland entfielen 14 % des Bestellvolumens. Ralf W. Dieter: „Das Geschäft von Dürr ist regional sehr ausgewogen. Unsere starke Präsenz in allen wesentlichen Märkten macht sich einmal mehr bezahlt.“

Die Sondereffekte aus der HOMAG-Akquisitionen beliefen sich im EBIT auf 20,3 Mio. €. Sie resultieren vorwiegend aus Rechnungslegungsvorschriften zur Kaufpreisallokation. Operativ steuerte HOMAG in den ersten neun Monaten 2015 ein EBIT von 45,1 Mio. € bei. Finanzvorstand Ralph Heuwing: „Das Optimierungsprogramm FOCUS macht bei HOMAG gute Fortschritte, die Entwicklung des Unternehmens ist im Plan.“

Der Auftragsbestand des Dürr-Konzerns erreichte mit 2,7 Mrd. € ein hohes Niveau und sichert große Teile des Umsatzes für 2016 ab. Zum Umsatzwachstum von 68 % in den ersten neun Monaten trugen alle fünf Divisions des Konzerns bei. Am stärksten wuchs der Lackieranlagenbau mit 34 %. Der Service-Umsatz (652,2 Mio. €) nahm um 57 % zu und erreichte 24 % des Gesamtumsatzes.

Mit einem Aufwand für Forschung und Entwicklung in Höhe von 69,6 Mio. € (+111 %) behielt Dürr seinen Innovationskurs bei. Die Investitionen wurden mit 61,8 Mio. € ebenfalls mehr als verdoppelt, die größten Projekte sind Standortneubauten in China und den USA sowie IT-Investitionen bei HOMAG. Das Finanzergebnis schwächte sich von -14,4 Mio. € auf -18,8 Mio. € ab. Grund waren Sondereffekte in Höhe von 11,2 Mio. €, die aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG und der Integration von HOMAG in die günstigere Dürr-Finanzierungsstruktur resultierten. Im dritten Quartal verbesserte sich das Finanzergebnis auf -1,6 Mio. €, hier machten sich die geringeren Finanzierungskosten für HOMAG bereits bemerkbar.

Der operative Cashflow von -2,8 Mio. € war geprägt von einem Aufbau des Nettoumlaufvermögens. Dieser resultierte aus dem hohen Geschäftsvolumen im Anlagenbau und einer Normalisierung der Anzahlungen. Die Eigenkapitalquote, die infolge eines Sondereffekts aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zurückging (30.09.2015: 22,2 %), wird sich bis Jahresende voraussichtlich auf 24 bis 25 % erhöhen.

Zum 30. September 2015 beschäftigte Dürr 14.710 Mitarbeiter, davon 7.948 beziehungsweise 54 % in Deutschland. Seit Ende 2014 wuchs die Belegschaft um 4 %, dazu trugen vor allem Neueinstellungen in China und Nordamerika bei.

Ausblick

Dürr erhöht seine Umsatzprognose für 2015 auf 3,6 bis 3,7 Mrd. € (zuvor 3,4 bis 3,5 Mrd. €). Die Prognose für den Auftragseingang wird von bisher 3,2 bis 3,5 Mrd. € auf 3,4 bis 3,5 Mrd. € präzisiert. Beim EBIT plant Dürr einen Zuwachs im zweistelligen Millionenbereich. Die EBIT-Marge für 2015 dürfte aus heutiger Sicht ungefähr in der Mitte der Zielbandbreite von 7,0 bis 7,5 % liegen (nach Sondereffekten).

 

KENNZAHLEN1 Dürr-Konzern (IFRS)

in Mio. € 9M
2015
9M
2014
Δ (%) Q3
2015
Q3
2014
Δ (%)
Auftragseingang    2.694,6 1.928,3 39,7 899,1 656,8 36,9
Auftragsbestand (30.9.)  2.682,6 2.488,6 7,8 2.682,6 2.488,6 7,8
Umsatz 2.761,7 1.641,7 68,2 988,2 581,3 70,0
Bruttoergebnis 593,0 369,0 60,7 213,0 135,4 57,3
Forschungs- u. Entwicklungskosten 69,6 33,0 111,1 23,4 10,9 115,2
EBITDA (Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen) 248,6 170,0 46,2 101,8 67,5 51,0
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) 189,8 149,8 26,7 81,8 60,6 35,0
EBIT vor Sondereffekten HOMAG Group2 210,1 149,8 40,2 83,9 60,6 38,5
Ergebnis nach Steuern 110,9 100,3 10,6 57,4 42,4 35,5
Ergebnis je Aktie (in €) 3,10 2,85 8,8 1,61 1,21 33,1
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) -2,8 182,5 - -13,7 158,3 -
Free Cashflow -74,7 140,8 - -38,5 135,5 -
Investitionen (ohne Akquisitionen) 61,8 25,8 139,5 25,6 8,0 221,0
Bilanzsumme (30.9.) 2.915,7 2.223,2 31,1 2.915,7 2.223,2 31,1
Eigenkapital (einschl. nicht beherrschende Anteile) (30.9.) 646,7 566,2 14,2 646,7 566,2

14,2

Eigenkapitalquote (30.9.) (in %) 22,2 25,5 - 22,2 25,5 -
Net Working Capital (30.9.) 293,2 -90,3 - 293,2 -90,3 -
Nettofinanzstatus (30.9.) 34,6 377,7 -90,8 34,6 377,7 -90,8
EBIT-Marge in % 6,9 9,1 - 8,3 10,4 -
EBIT-Marge vor Sondereffekten HOMAG Group2 (in %) 7,6 9,1 - 8,5 10,4 -
ROCE (Return on Capital Employed, annualisiert, in %) 40,8 91,0 - 52,7 110,4 -
Mitarbeiter (30.9.) 14.710 8.551 72,0 14.710 8.551 72,0
Paint and Final Assembly Systems
in Mio. €
9M
2015
9M
2014
Δ (%) Q3
2015
Q3
2014
Δ (%)
Auftragseingang    902,9 965,4 -6,5 314,8 356,5 -11,7
Umsatz  1.003,4 747,1 34,3 365,5 270,0 35,4
EBIT 75,8 68,8 10,2 27,8 29,4 -5,5
Mitarbeiter (30.9.) 3.274 3.154 3,8 3.274 3.154 3,8
Application Technology
in Mio. €
9M
2015
9M
2014
Δ (%) Q3
2015
Q3
2014
Δ (%)
Auftragseingang    401,3 423,0 -5,1 132,6 117,4 12,9
Umsatz  443,1 380,7 16,4 164,1 131,5 24,7
EBIT 45,7 39,4 15,9 16,8 13,3 26,5
Mitarbeiter (30.9.) 1.849 1.755 5,4 1.849 1.755 5,4
Measuring and Process Systems

in Mio. €

9M
2015
9M
2014
Δ (%) Q3
2015
Q3
2014
Δ (%)
Auftragseingang    447,4 432,5 3,4 138,8 147,1 -5,6
Umsatz  440,6 418,8 5,2 156,7 146,4 7,0
EBIT 47,2 45,4 3,9 20,6 19,8 4,2
Mitarbeiter (30.9.) 2.987 3.050 -2,1 2.987 3.050 -2,1
Clean Technology Systems
in Mio. €
9M
2015
9M
2014
Δ (%) Q3
2015
Q3
2014
Δ (%)
Auftragseingang
127,7 107,4 18,9 55,5 35,8 55,2
Umsatz  110,1 95,1 15,8 42,1 33,4 26,1
EBIT 1,7 4,2 -60,5 1,5 1,9 -23,4
Mitarbeiter (30.9.) 491 455 7,9 491 455 7,9
Woodworking Machinery and Systems
in Mio. €
9M
2015
9M
2014
Δ (%) Q3
2015
Q3
2014
Δ (%)
Auftragseingang
814,7 - - 257,2 - -
Umsatz  763,9 - - 259,8 - -
EBIT 24,8 - - 15,7 - -
EBIT vor Sondereffekten HOMAG Group2 45,1 - - 17,9 - -
Mitarbeiter (30.9.) 5.899 - - 5.899 - -

 

1Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Die HOMAG Group (Division Woodworking Machinery and Systems) wurde in den ersten neun Monaten 2014 noch nicht konsolidiert.

2Sondereffekte (Q1: 11,5 Mio. €, Q2: 6,7 Mio. €; Q3: 2,1 Mio. €) resultieren vor allem aus der Kaufpreisallokation für die HOMAG Group.

 

Der Dürr-Konzern zählt zu den weltweit führenden Maschinen- und Anlagenbauern. Produkte, Systeme und Services von Dürr ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Rund 60 % des Umsatzes entfallen auf das Geschäft mit Automobilherstellern und -zulieferern. Weitere Abnehmerbranchen sind zum Beispiel der Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie und – seit der Übernahme der HOMAG Group AG im Oktober 2014 – die holzbearbeitende Industrie. Dürr verfügt über 92 Standorte in 28 Ländern. Im Jahr 2015 strebt der Konzern mit rund 14.700 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,6 bis 3,7 Mrd. € an. Der Konzern agiert mit fünf Divisions am Markt:

  • Paint and Final Assembly Systems: Lackierereien und Endmontagewerke für die Automobilindustrie
  • Application Technology: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen
  • Measuring and Process Systems: Auswucht- und Reinigungsanlagen sowie Prüf- und Befülltechnik
  • Clean Technology Systems: Abluftreinigungsanlagen und Energieeffizienztechnik
  • Woodworking Machinery and Systems: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie

 

 

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