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Dürr hebt Prognose für Auftragseingang nach gutem erstem Halbjahr an

04.08.2016

Geschäftszahlen erstes Halbjahr / zweites Quartal 2016

  • Dynamischer Auftragseingang: +11 %
  • Ergebnis nach Steuern: +45 %
  • Auftragsbestand seit Ende 2015 um knapp 10 % gestiegen

Bietigheim-Bissingen, 4. August 2016 – Nach einem Bestellplus von 11 % im ersten Halbjahr 2016 hebt Dürr seine Jahresprognose für den Auftragseingang an. Der Konzern erwartet für 2016 nun Aufträge im Wert von 3,5 bis 3,7 Mrd. €, bisher ging er von 3,3 bis 3,6 Mrd. € aus. Im ersten Halbjahr ließ vor allem die hohe Nachfrage in Nordamerika und Europa den Auftragseingang auf 1.989,3 Mio. € steigen. Der Umsatz lag mit 1.706,9 Mio. € vorwiegend währungsbedingt knapp unter dem Vorjahreswert (-3,8 %). Dennoch stieg das EBIT um 10,2 % auf 119,0 Mio. €, die EBIT-Marge erhöhte sich von 6,1 % auf 7,0 %. Das Nachsteuerergebnis wuchs um 45 % auf 77,8 Mio. €. Dazu trugen ein verbessertes Finanzergebnis und der Wegfall steuerlicher Einmalbelastungen infolge der HOMAG-Übernahme bei. Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: „Beim Auftragseingang profitieren wir von unserer weltweiten Präsenz und Leistungsfähigkeit. Die Kunden schätzen unsere effiziente Produktionstechnik und unsere Industrie-4.0-Expertise. Aus heutiger Sicht dürften wir 2016 das EBIT des Vorjahres sicher erreichen.“

In Nordamerika stieg der Auftragseingang im ersten Halbjahr um 51 % auf 611,1 Mio. €. Im Juni erhielt Dürr von einem US-Autobauer einen der größten Aufträge der Firmengeschichte über den Bau eines Endmontagewerks. In Europa verzeichnete Dürr ein Orderplus von 17 %. In China unterschritten die Bestellungen den hohen Vorjahreswert um 36 %. Ralf W. Dieter: „Nach der starken Expansion der Vorjahre hat die Automobilindustrie bei den Investitionen in China eine Atempause eingelegt. Die Pipeline mit neuen Investitionsprojekten ist aber gut gefüllt, auch weil der Automobilabsatz in diesem Jahr wieder zweistellig wächst. Daher erwarten wir in China ein stärkeres zweites Halbjahr.“

Angesichts einer Book-to-Bill-Ratio von 1,17 nahm der Auftragsbestand weiter zu. Seit Ende 2015 wuchs er um 233,1 Mio. € auf 2.698,9 Mio. €. Im Service setzte Dürr seinen Wachstumskurs fort und steigerte den Umsatz um 8,6 % auf 461,9 Mio. €. Dies entspricht einem Anteil von 27 % am Konzernumsatz.

Das EBIT von 119,0 Mio. € enthält verringerte Sonderaufwendungen für die HOMAG-Kaufpreisallokation (4,4 Mio. €, H1 2015: 13,7 Mio. €) und einen Ertrag  aus einem Immobilienverkauf in den USA (5,0 Mio. €). Die Investitionen stiegen um 6,6 % auf 38,6 Mio. €. Unter anderem weihte Dürr im Juni einen neuen Campus-Standort in den USA ein. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöhte Dürr um 5,3 %. Innovationsschwerpunkte waren die Bereiche Automatisierung und Industrie 4.0. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 10,0 Mio. € auf -7,1 Mio. €. Maßgeblich dafür waren geringere Sonderaufwendungen infolge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit HOMAG und die Nutzung der günstigeren Dürr-Konzernfinanzierung durch HOMAG.

Der operative Cashflow von -84,6 Mio. € war von einem Aufbau des Nettoumlaufvermögens geprägt. Im ersten Halbjahr 2016 normalisierte sich das Volumen der von Kunden erhaltenen Anzahlungen weiter, vorübergehend stiegen auch die Vorräte und Forderungen. Infolgedessen verringerte sich der Nettofinanzstatus vorübergehend auf -90,2 Mio. € (30.06.2015: 88,7 Mio. €). Dagegen verbesserte sich die Eigenkapitalquote von 20,5 % auf 22,9 %, zum Jahresende soll sie 25 % überschreiten. Finanzvorstand Ralph Heuwing: „Wir erwarten im zweiten Halbjahr eine deutliche Cashflow-Verbesserung. Auf dieser Basis erwarten wir zum Jahresende wieder einen positiven Nettofinanzstatus zwischen 50 und 100 Mio. €.“

Die Konzernbelegschaft überschritt mit 15.051 Mitarbeitern erstmals die 15.000er-Marke. Seit Ende 2015 wuchs die Mitarbeiterzahl um 1,4 %. In Deutschland (8.110 Mitarbeiter) betrug der Zuwachs 1,0 %.

Ausblick

Für das Gesamtjahr 2016 erwartet Dürr nun einen Auftragseingang von 3,5 bis 3,7 Mrd. €. Der Umsatz soll 3,4 bis 3,6 Mrd. € erreichen. Dies bedeutet einen moderaten Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert (3.767,1 Mio. €), der durch nachgeholte Umsätze aus 2014 sowie positive Währungseffekte außergewöhnlich hoch ausgefallen war. Das EBIT soll 2016 aus heutiger Sicht das Rekordniveau des Jahres 2015 (267,8 Mio. €) erreichen. Die EBIT-Marge dürfte damit erneut zwischen 7,0 und 7,5 % liegen.

KENNZAHLEN
DÜRR-KONZERN (IFRS)1
in Mio €H1
2016
H1
2015

in %
   Q2
2016
Q2
2015

in %
Auftragseingang1.989,31.795,510,8940,7900,04,5
Auftragsbestand (30.6.)2.698,92.828,0-4,62.698,92.828,0-4,6
Umsatz1.706,91.773,5-3,8881,7924,4-4,6
Bruttoergebnis408,0380,07,4212,9198,57,3
Forschungs- u. Entwicklungskosten48,646,25,324,825,0-0,9
EBITDA (Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen)157,3146,77,279,375,94,5
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern)119,0108,010,260,360,5-0,4
Ergebnis nach Steuern77,853,545,439,236,57,3
Ergebnis je Aktie (in €)2,211,4948,31,111,019,9
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow)-84,610,9--82,0-28,6-
Free Cashflow-138,4-36,2--116,3-58,5-
Investitionen (ohne Akquisitionen)38,636,26,718,918,80,1
Bilanzsumme (30.6.)3.107,02.952,45,23.107,02.952,45,2
Eigenkapital (einschl. nicht beherrschende Anteile) (30.6.)711,5604,217,8711,5604,217,8
Eigenkapitalquote (30.6.) (in %)22,920,52,4
%-Pkte.
22,920,52,4
%-Pkte.
Net Working Capital (30.6.)372,1176,1111,3372,1176,1111,3
Nettofinanzstatus (30.6.)-90,288,7--90,288,7-
EBIT-Marge in %7,06,10,9
%-Pkte.
6,86,50,3
%-Pkte.
ROCE (Return on Capital Employed, annualisiert, in %) 29,240,9-11,7
%-Pkte.
29,645,8-16,2
%-Pkte.
Mitarbeiter (30.6.)15.05114.4484,215.05114.4484,2
Paint and Final Assembly Systems
in Mio. €H1
2016
H1
2015

in %
Q2
2016
Q2
2015

in %
Auftragseingang 676,0588,115,0340,2309,210,0
Umsatz 567,2637,9-11,1276,8340,0-18,6
EBIT 38,048,0-20,818,724,9-25,0
Mitarbeiter (30.6.)3.3853.2125,43.3853.2125,4
Application Technology
in Mio. €H1
2016
H1
2015

in %
Q2
2016
Q2
2015

in %
Auftragseingang 308,7268,714,9138,4135,22,4
Umsatz 263,0279,0-5,8143,8148,9-3,5
EBIT 32,128,911,214,915,9-6,6
Mitarbeiter (30.6.)1.9301.8434,71.9301.8434,7
Measuring and Process Systems
in Mio. €H1
2016
H1
2015

in %
Q2
2016
Q2
2015

in %
Auftragseingang 363,0308,517,7168,6146,615,0
Umsatz 274,8283,9-3,2151,6147,32,9
EBIT 27,326,62,817,714,125,7
Mitarbeiter (30.6.)3.0342.9253,73.0342.9253,7
Clean Technology Systems
in Mio. €H1
2016
H1
2015

in %
Q2
2016
Q2
2015

in %
Auftragseingang 90,172,224,847,738,623,7
Umsatz 75,468,010,842,538,111,5
EBIT 2,40,21.183,22,1-0,3-
Mitarbeiter (30.6.)52848010,052848010,0
Woodworking Machinery and Systems
in Mio. €H1
2016
H1
2015

in %
Q2
2016
Q2
2015

in %
Auftragseingang 551,5557,4-1,1245,9270,3-9,0
Umsatz 526,6504,14,5267,0249,86,9
EBIT 27,59,1203,413,28,161,8
Mitarbeiter (30.6.)5.9835,7803,55.9835.7803,5


1
Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

 

Dürr ist ein weltweit führender Maschinen- und Anlagenbauer mit ausgeprägter Automatisierungskompetenz. Produkte, Systeme und Services des Konzerns ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Neben der Automobilindustrie beliefert Dürr auch Branchen wie den Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie und – seit der Übernahme der HOMAG Group AG im Oktober 2014 – die holzbearbeitende Industrie. Dürr verfügt über 92 Standorte in 28 Ländern. Im Jahr 2015 erzielte der Konzern mit knapp 15.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,77 Mrd. €. Der Konzern agiert mit fünf Divisions am Markt:

    • Paint and Final Assembly Systems: Lackierereien und Endmontagewerke für die Automobilindustrie
    • Application Technology: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen
    • Measuring and Process Systems: Auswucht- und Reinigungsanlagen sowie Prüf- und Befülltechnik
    • Clean Technology Systems: Abluftreinigungsanlagen und Energieeffizienztechnik
    • Woodworking Machinery and Systems: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie

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