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Hohe Bestellzuwächse in China und Nordamerika

06.08.2015

Geschäftszahlen erstes Halbjahr / zweites Quartal 2015

  • Operatives Ergebnis: +41 % im ersten Halbjahr
  • Umsatz und Auftragseingang über Plan

Bietigheim-Bissingen, 6. August 2015 – Dürr liegt zur Jahresmitte 2015 bei Auftragseingang und Umsatz über Plan. Der Auftragseingang stieg im ersten Halbjahr um 41 % auf 1.795,5 Mio. €. Dazu trug neben der Einbeziehung der HOMAG Group (seit Oktober 2014) auch eine starke Nachfrage in China und Nordamerika bei. Der Umsatz wuchs um 67 % auf 1.773,5 Mio. €. Dies resultierte neben der HOMAG-Einbeziehung auch aus einem Plus von 34 % im Lackieranlagengeschäft. Für das Gesamtjahr 2015 hat sich Dürr einen Auftragseingang von 3,2 bis 3,5 Mrd. € und einen Umsatz von 3,4 bis 3,5 Mrd. € als Ziel gesetzt. „Aus heutiger Sicht können wir bei beiden Kennzahlen das obere Ende des Zielkorridors erreichen“, so Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG. Das operative EBIT (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten aus HOMAG-Akquisition) erhöhte sich im ersten Halbjahr um 41 % auf 126,2 Mio. €. Daraus ergibt sich eine operative EBIT-Marge von 7,1 %, im ergebnisstärkeren zweiten Quartal lag sie bei 7,3 %. Das Ergebnis nach Steuern betrug im ersten Halbjahr nach Sondereffekten aus der HOMAG-Akquisition 53,5 Mio. €. Operativ, also bereinigt um diese Sondereffekte, erhöhte es sich aber um 39 %.

In China stieg das Bestellvolumen um 52 % auf 419,1 Mio. €, in Amerika verdoppelte es sich auf 456,3 Mio. €. Ralf W. Dieter: „China wird langfristig der größte Markt für die Automobilindustrie und Dürr bleiben. Die geringeren Wachstumsraten beim Fahrzeugabsatz sind angesichts der erreichten Marktgröße keine Überraschung, die absoluten Volumina sind aber weiterhin groß. Unsere Pipeline mit Investitionsprojekten der Automobilindustrie ist weiterhin gut gefüllt.“

Die Sondereffekte aus der HOMAG-Akquisition betrugen 18,2 Mio. € auf EBIT-Ebene und 24,3 Mio. € beim Ergebnis nach Steuern. Sie fielen größtenteils im ersten Quartal an und resultieren hauptsächlich aus der Kaufpreisallokation und dem seit März geltenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG.

Mit 2.828,0 Mio. € verfügte Dürr zur Jahresmitte 2015 über einen hohen Auftragsbestand. Der Service-Umsatz wuchs im ersten Halbjahr um 65 % und machte 24 % des Gesamtumsatzes aus. F&E-Ausgaben und Investitionen fielen mit 46,2 Mio. € und 36,2 Mio. € jeweils rund doppelt so hoch aus wie im ersten Halbjahr 2014. Das Finanzergebnis schwächte sich von -9,1 Mio. € auf -17,2 Mio. € ab. Es enthielt vor allem im ersten Quartal Sonderaufwendungen in Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und der Integration von HOMAG in die kostengünstigere Dürr-Finanzierungsstruktur. Im zweiten Quartal war das Finanzergebnis mit -5,6 Mio. € klar besser als im Auftaktquartal 2015 (-11,5 Mio. €).

Mit 10,9 Mio. € war der Cashflow im ersten Halbjahr trotz eines steigenden Nettoumlaufvermögens positiv. Der Nettofinanzstatus erreichte mit 88,7 Mio. € ein solides Niveau. Die Eigenkapitalquote sank infolge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags vorübergehend auf 20,5 %, dürfte im zweiten Halbjahr aber wieder steigen.

Die Konzernbelegschaft wuchs seit Ende 2014 um 2,1 % auf 14.448 Beschäftigte. Der Stellenaufbau entfiel vor allem auf China und die USA. In Deutschland sind 7.841 Mitarbeiter für Dürr tätig, davon 3.910 bei HOMAG.

Die HOMAG Group steigerte den Auftragseingang im ersten Halbjahr um 10,6 % auf 557,4 Mio. €, der Umsatz wuchs um 17 % auf 504,1 Mio. €. Das EBIT erhöhte sich – auch durch geringere Sondereffekte – von 14,4 Mio. € auf 21,0 Mio. €. „Die HOMAG Group setzt ihr profitables Wachstum fort. Durch das Optimierungsprogramm FOCUS, dessen Umsetzung erfolgreich angelaufen ist, sollen Umsatz und Ergebnis in den nächsten Jahren weiter steigen. Ziel für 2020 ist eine EBIT-Marge von 8 bis 10 % bei einem Umsatz von 1,25 Mrd. €“, so Ralph Heuwing, Finanzvorstand der Dürr AG und Co-Vorstandsvorsitzender der HOMAG Group AG.

Ausblick

Dürr bestätigt seinen Ausblick und rechnet für 2015 mit einem Auftragseingang von 3,2 bis 3,5 Mrd. € und einem Umsatz von 3,4 bis 3,5 Mrd. €. Die HOMAG Group strebt einen Umsatz von knapp 1 Mrd. € an. Beim EBIT plant Dürr einen Zuwachs im zweistelligen Millionenbereich. Die EBIT-Marge nach Sondereffekten dürfte 7,0 bis 7,5 % erreichen. Hintergrund dafür ist, dass die HOMAG Group operativ noch eine geringere Marge erzielt als der Konzerndurchschnitt. Die Sondereffekte infolge des HOMAG-Kaufs werden in der zweiten Jahreshälfte weiter abnehmen. Durch operative Optimierungen bei HOMAG und im bisherigen Dürr-Konzern soll die EBIT-Marge von Dürr langfristig wieder 8 bis 10 % erreichen.

 

 

KENNZAHLEN1 Dürr-Konzern (IFRS)

Mio. €  H1 2015 H1 2014 Q2 2015 Q2 2014
Auftragseingang   1.795,5 1.271,5 900,0 707,1
Auftragsbestand (30.6.)  2.828,0 2.351,6 2.828,0 2.351,6
Umsatz 1.773,5 1.060,4 924,4 522,2
Bruttoergebnis 380,0 233,6 198,5 117,9
Forschungs- u. Entwicklungskosten 46,2 22,1 25,0 10,5
EBITDA (Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen) 146,7 102,5 75,9 51,7
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) 108,0 89,2 60,5 45,0
EBIT vor Sondereffekten HOMAG Group2 126,2 89,2 67,2 45,0
Ergebnis nach Steuern 53,5 57,9 36,5 28,7
Ergebnis je Aktie (in €) 1,49 1,64 1,01 0,81
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) 10,9 24,2 -28,6 -18,4
Free Cashflow -36,2 5,3 -58,5 -28,4
Investitionen (ohne Akquisitionen) 36,2 17,8 18,8 9,5
Bilanzsumme (30.6.) 2.952,4 2.232,6 2.952,4 2.232,6
Eigenkapital (einschl. nicht beherrschende Anteile) (30.6.) 604,2 513,7 604,2 513,7
Eigenkapitalquote (30.6.) (in %) 20,5 23,0 20,5 23,0
Net Working Capital (30.6.) 176,1 -4,6 176,1 -4,6
Nettofinanzstatus (30.6.) 88,7 227,2 88,7 227,2
EBIT-Marge in % 6,1 8,4 6,5 8,6
EBIT-Marge vor Sondereffekten HOMAG Group (in %)2 7,1 8,4 7,3 8,6
ROCE (Return on Capital Employed, annualisiert, in %) 40,9 58,0 45,8 58,6
Mitarbeiter (30.6.) 14.448 8.324 14.448 8.324
Paint and Final Assembly Systems
in Mio. €
H1 2015 H1 2014 Q2 2015 Q2 2014
Auftragseingang 588,1 608,9 309,2 354,9
Umsatz
637,9 477,1 340,0 225,5
EBIT 48,0 39,4 24,9 18,4
Mitarbeiter (30.6.) 3.212 3.113 3.212 3.113
Application Technology
in Mio. €
H1 2015 H1 2014 Q2 2015 Q2 2014
Auftragseingang    268,7 305,6 135,2 170,3
Umsatz  279,0 249,2 148,9 121,8
EBIT 28,9 26,1 15,9 13,3
Mitarbeiter (30.6.) 1.843 1.603 1.843 1.603
Measuring and Process Systems in Mio. € H1 2015 H1 2014 Q2 2015 Q2 2014
Auftragseingang    308.5 285.5 146.6 146.9
Umsatz  283.9 272.4 147.3 144.1
EBIT 26.6 25.6 14.1 13.9
Mitarbeiter (30.6.) 2,925 3,018 2,925 3,018
Clean Technology Systems
in Mio. €
H1 2015 H1 2014 Q2 2015 Q2 2014
Auftragseingang    72,2 71,6 38,6 35,1
Umsatz  68,0 61,7 38,1 30,8
EBIT 0,2 2,3 -0,3 1,4
Mitarbeiter (30.6.) 480 456 480 456
Woodworking Machinery and Systems
in Mio. €
H1 2015 H1 2014 Q2 2015 Q2 2014
Auftragseingang    557,4 - 270,3 -
Umsatz  504,1 - 249,8 -
EBIT 9,1 - 8,1 -
EBIT vor Sondereffekten HOMAG Group2 27,3 - 14,8 -
Mitarbeiter (30.6.) 5.780 - 5.780 -

 

1 Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Die HOMAG Group (Division Woodworking Machinery and Systems) wurde im ersten Halbjahr 2014 noch nicht konsolidiert.

2 Sondereffekte (H1: 18,2 Mio. €, Q2: 6,7 Mio. €) resultieren vor allem aus der Kaufpreisallokation für die HOMAG Group

 

 

 

Der Dürr-Konzern zählt zu den weltweit führenden Maschinen- und Anlagenbauern. Produkte, Systeme und Services von Dürr ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Rund 60 % des Umsatzes entfallen auf das Geschäft mit Automobilherstellern und -zulieferern. Weitere Abnehmerbranchen sind zum Beispiel der Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie und – seit der Übernahme der HOMAG Group AG im Oktober 2014 – die holzbearbeitende Industrie. Dürr verfügt über 92 Standorte in 28 Ländern. Im Jahr 2015 strebt der Konzern mit rund 14.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,4 bis 3,5 Mrd. € an. Der Konzern agiert mit fünf Divisions am Markt:

  • Paint and Final Assembly Systems: Lackierereien und Endmontagewerke für die Automobilindustrie
  • Application Technology: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen
  • Measuring and Process Systems: Auswucht- und Reinigungsanlagen sowie Prüf- und Befülltechnik
  • Clean Technology Systems: Abluftreinigungsanlagen und Energieeffizienztechnik
  • Woodworking Machinery and Systems: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie

 

 

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