Investor Relations

Risikomanagement

Jedes unternehmerische Handeln erfordert eine sorgfältige Abwägung von Chancen und Risiken. Wir orientieren uns dabei an drei Grundsätzen:

1. Bei allen unseren Geschäften müssen die Chancen eindeutig überwiegen.
2. Spekulative Transaktionen jeder Art sind verboten.
3. Unser Handeln muss neben dem geltenden Recht stets auch ethische und moralische Standards einhalten.

Unser Risikomanagementsystem basiert auf standardisierten Verfahren und ist konzernweit gültig. So sind wir in der Lage, alle Risiken einheitlich und konzernübergreifend zu analysieren und zu bewerten. Die dadurch entstehende Risikotransparenz hilft uns bei der Auswahl geeigneter Steuerungs- und Gegenmaßnahmen. Das Dürr-Risikomanagement bezieht sich auf alle Ebenen des Konzerns – vom Vorstand bis in die Abteilungen einzelner Landesgesellschaften hinein. Damit verbunden ist eine offene Risikokultur, die wir in den vergangenen Jahren bewusst gefördert haben. Sie sensibilisiert für den Umgang mit Risiken und bestärkt die Mitarbeiter darin, Gefahren und Probleme frühzeitig und konkret anzusprechen.

Risikomanagementprozess

Unser Standard-Risikozyklus umfasst neun Stufen und startet alle sechs Monate von Neuem. Im Mittelpunkt steht die Risikoinventur durch das Management der operativen Einheiten. Dabei werden die Einzelrisiken ermittelt, spezifischen Risikofeldern zugeordnet und mithilfe detaillierter Risikostrukturblätter bewertet.

Die Bewertung der Einzelrisiken gliedert sich in drei Schritte; sie wird von den Risikomanagern aller Organisationseinheiten für jedes Risikofeld durchgeführt:

  • Zunächst wird ermittelt, welche maximale Auswirkung ein Risiko auf das Konzern-EBIT der kommenden 24 Monate haben kann. Diesen Wert bezeichnen wir als Bruttorisiko.
  • Danach folgt eine Beurteilung, wie hoch die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos ist.
  • Schließlich wird die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen geprüft und mit einem risikoreduzierenden Faktor bewertet.


Je geringer die Eintrittswahrscheinlichkeit und je höher die Wirksamkeit der Gegenmaßnahmen ist, desto stärker verringert sich das EBIT-Risiko. Unter dem Strich ergibt sich ein rechnerisches Nettorisiko, das wir auch als tatsächliches Risikopotenzial bezeichnen. Die Summe aller einzelnen Risikopotenziale entspricht dem Gesamtrisiko des Konzerns. Dabei werden Portfolio- oder Hedging-Effekte nicht berücksichtigt. Das Gesamtrisiko lässt sich in spezifische Risiken der Geschäftsbereiche und übergreifende Konzernrisiken unterteilen.

Risikofelder bei Dürr

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