Investoren

Ralf W. Dieter

„Industrie 4.0 hat sich für Dürr zu einem wichtigen Innovationsfeld entwickelt. Unsere Strategie digital@DÜRR stützt sich auf vier Säulen:

Smart Products: Wir entwickeln intelligente Produkte, die sich selbst regulieren, wechselnde Produktionsaufgaben erkennen und Service-Bedarf frühzeitig melden.

Smart Services: Wir nutzen das Internet, um Anlagen bei Kunden online zu analysieren und zu warten.

Smart Processes: Wir optimieren unsere Auftragsabwicklung durch intelligente Software und Simulationen. Beispiele sind die virtuelle Inbetriebnahme oder virtuell begehbare Modelle unserer Anlagen.

Smart Factory: Die Schlüsseltechnologie für jede moderne Fabrik ist eine leistungsfähige MES-Software (Manufacturing Execution System), die den Produktionsprozess überwacht und steuert. 2015 hat Dürr mit der iTAC Software AG einen der führenden Anbieter dieser Technologie übernommen."

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Geschäftsmodell

Dürr ist ein weltweit führender Anbieter von automatisierten Systemen, Dienstleistungen und Produkten für die Automobilfertigung sowie die Möbel- und die allgemeine Industrie. Rund 60% unseres Umsatzes erzielen wir im Geschäft mit der Automobilindustrie. Darüber hinaus beliefern wir die holzbearbeitende Industrie (u.a. Möbelindustrie), den Maschinenbau sowie die Chemie-, Pharma- und Druckindustrie. Rund 40% unserer Aktivitäten entfallen auf den Anlagenbau, 60% auf den Maschinenbau.

Dürr ist in 28 Ländern an 86 Standorten (davon 45 mit Produktionsstätten) vertreten. Die Dürr-Gruppe agiert mit fünf Unternehmensbereichen am Markt: Paint and Final Assembly Systems plant und baut Lackierereien und Endmontagewerke insbesondere für die Automobilindustrie. Application Technology sorgt mit ihren Robotertechnologien für den automatischen Lack-, Dichtstoff- und Klebstoffauftrag. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem beim Auswuchten und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Der vierte Unternehmensbereich Clean Technology Systems beschäftigt sich mit Verfahren zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Abluftreinigung. Woodworking Machinery and Systems stellt unter dem Markennamen HOMAG holzbearbeitende Maschinen und Systeme her. Neben wenigen global agierenden Wettbewerbern gibt es einige lokale Wettbewerber.

Die Fertigungstiefe im Konzern ist relativ gering. Dadurch kann Dürr in einer Abschwungsphase flexibler reagieren und weist damit ein geringeres geschäftliches Risiko als Unternehmen mit hoher Fertigungstiefe auf. Dürr erzielt typischerweise eine hohe Rendite auf das eingesetzte Kapital.

Dürr ist abhängig vom langfristigen Investitionsverhalten der industriellen Abnehmer. Dabei werden in der Automobilindustrie und in der Möbelindustrie Wachstumsraten von je rund 3-4% erwartet. Wachstumstreiber sind die Emerging Markets, allen voran China. Der Anteil der Emerging Markets am Auftragseingang von Dürr liegt mit rund 40-50% sehr hoch.

Strategie

Im Zentrum der Konzernstrategie „Dürr 2020“ steht der Claim „Leading in Production Efficiency“, also das Versprechen an unsere Kunden, die Effizienz ihrer Produktionsprozesse durch innovative Technologien und Dienstleistungen zu erhöhen. Die vier Strategiefelder, die sich um den Claim gruppieren, dienen dazu, dieses Versprechen zu konkretisieren und nachhaltig zu erfüllen.

  • Innovation – Erhalt und Ausbau der technologischen Führungsposition. Mit der konzernübergreifenden Digitalstrategie digital@DÜRR setzen wir ein klares Differenzierungsmerkmal zum Wettbewerb
  • Globalisierung – weltweite Präsenz und hohe Lokalisierung in den Auslandsmärkten
  • Service – Kundenbedürfnisse stehen im Vordergrund, verbunden mit dem Ziel „Best-in-class“
  • Effizienz – kontinuierliche Verbesserung der Prozesse und Systeme

Mit „Dürr 2020“ sind drei finanzielle Kennzahlen verbunden:

  • Der Umsatz soll bis zum Jahr 2020 auf bis zu 5 Mrd. € steigen (einschl. Akquisitionen).
  • Die EBIT-Marge soll ein Niveau zwischen 8 und 10% erreichen.
  • Der ROCE soll das hohe Niveau von über 30% nachhaltig beibehalten.
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