Investoren

Ralf W. Dieter

„Industrie 4.0 hat sich für Dürr zu einem wichtigen Innovationsfeld entwickelt. Unsere Strategie digital@DÜRR stützt sich auf vier Säulen:

Smart Products: Wir entwickeln intelligente Produkte, die sich selbst regulieren, wechselnde Produktionsaufgaben erkennen und Service-Bedarf frühzeitig melden.

Smart Services: Wir nutzen das Internet, um Anlagen bei Kunden online zu analysieren und zu warten.

Smart Processes: Mit der Strategie digital@DÜRR und der IoT-Plattform ADAMOS haben wir in die Zukunft investiert und die Weichen gestellt, um weiterhin an der Spitze des Wettbewerbs zu stehen.

Smart Factory: Die Schlüsseltechnologie für jede moderne Fabrik ist eine leistungsfähige MES-Software (Manufacturing Execution System), die den Produktionsprozess überwacht und steuert. 2015 hat Dürr mit der iTAC Software AG einen der führenden Anbieter dieser Technologie übernommen."

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Geschäftsmodell

Dürr ist ein weltweit führender Anbieter von automatisierten Systemen, Dienstleistungen und Produkten mit ausgeprägter Kompetenz in der Digitalisierung / Industrie 4.0 für die Automobilfertigung sowie die Möbel- und die allgemeine Industrie. Rund 55% unseres Umsatzes erzielen wir im Geschäft mit der Automobilindustrie. Darüber hinaus beliefern wir die holzbearbeitende Industrie (u.a. Möbelindustrie), den Maschinenbau sowie die Chemie-, Pharma- und Druckindustrie. Rund 40% unserer Aktivitäten entfallen auf den Anlagenbau, 60% auf den Maschinenbau. Dürr konzentriert sich auf Nischen im Maschinen- und Anlagenbau und erzielt hohe weltweite Marktanteile zwischen 30-60%.

Die Fertigungstiefe im Konzern ist relativ gering. Dadurch kann Dürr in einer Abschwungsphase flexibler reagieren und weist damit ein geringeres geschäftliches Risiko als Unternehmen mit hoher Fertigungstiefe auf. Dürr erzielt typischerweise eine hohe Rendite auf das eingesetzte Kapital. Aufgrund der vergleichsweise niedrigen Fertigungstiefe und den Fokus auf der NWC-Optimierung, gelingt es Dürr einen hohen Cashflow und Freecashflow zu generieren. Dem Service-Geschäft fällt eine immer größere Bedeutung zu, da sich hier wiederkehrendes und stetiges Geschäft realisieren lässt.

Dürr ist abhängig vom langfristigen Investitionsverhalten der industriellen Abnehmer. Dabei werden in der Automobilindustrie und in der Möbelindustrie Wachstumsraten von je rund 3-4% erwartet. Wachstumstreiber sind die Emerging Markets, allen voran China. Der Anteil der Emerging Markets am Auftragseingang von Dürr liegt mit rund 50% sehr hoch.

Strategie

Die Strategie „Dürr 2020“ bestimmt den Kurs für die Weiterentwicklung des Konzerns bis zum Jahr 2020. Die damit verbundenen Kennzahlenziele sind:

  • Umsatz: Bis 2020 soll der Umsatz durch organisches Wachstum und weitere Akquisitionen auf bis zu 5 Mrd. € steigen.
  • EBIT-Marge: Die EBIT-Marge soll bis 2020 auf 8 bis 10 % steigen.
  • ROCE: Der ROCE soll bis 2020 dauerhaft über 30 % liegen.

Portfoliostrategie: Neue Wachstumsfelder erschließen

Ein wichtiges Element von „Dürr 2020“ ist die Erschließung neuer Wachstumsfelder. Dazu wollen wir nach der erfolgreichen Übernahme der HOMAG Group (2014) unseren Akquisitionskurs außerhalb der Automobilindustrie fortsetzen.

Unsere Akquisitionskriterien für potenzielle Zielunternehmen sind:

  • Maschinen- und Anlagenbau oder ergänzende Services und Technologien (zum Beispiel Software)
  • Führende Markt- und Technologieposition
  • Kein Restrukturierungsbedarf, aber Potenzial für Ergebnisverbesserung und Synergien
  • Passende Unternehmenskultur

Weitere Strategiefelder

Unsere Strategie für das bestehende Portfolio verfolgt ein Hauptziel: Dürr soll als Maschinen- und Anlagenbauer auch im Zeitalter der Digitalisierung an der Spitze des Wettbewerbs stehen. Unter dem Motto digital@DÜRR treiben wir die Digitalisierung unserer Produkte, Services und Prozesse voran. Der Strategiekern digital@DÜRR strahlt auf die vier Strategiefelder aus, die ihn umgeben. In allen vier Feldern setzen wir Digitalisierungsinitiativen um, parallel arbeiten wir an weiteren erfolgskritischen Themen wie beispielsweise Organisationsoptimierung und Technologieentwicklung.

Die wichtigsten Stoßrichtungen der einzelnen Strategiefelder sind:

  • Innovation:
    Internet of Things (IoT); Smart Factories, Smart Products, Smart Processes; Automatisierung
  • Globalisierung:
    Weitere Lokalisierung der Wertschöpfung in den Emerging Markets
  • Service:
    Smart Services (z.B. Predictive Maintenance); Customer Relationship Management; Wachstum durch optimierte Service-Versorgung der installierten Basis
  • Effizienz:
    Digitalisierung der Wertschöpfungsprozesse; Prozessoptimierung
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