Dürr setzt Ergebnisverbesserung im ersten Quartal fort

Geschäftszahlen (IFRS) für das erste Quartal 2008

29.04.2008

  • EBIT mehr als verdreifacht
  • 17% Umsatzplus
  • Auftragseingang deutlich über Quartalsdurchschnitt 2007
  • Ausblick unverändert positiv 

Stuttgart, 29. April 2008 – Der Dürr-Konzern hat im ersten Quartal 2008 seine positive Geschäftsentwicklung fortgesetzt und den Ertrag weiter verbessert. Der Umsatz wuchs um 17% auf 356,2 Mio. €, das operative Ergebnis (EBIT) stieg überproportional auf 10,4 Mio. € an (Vorjahr 3,0 Mio. €). Anders als in den Vorjahren waren auch das Ergebnis nach Steuern mit 4,5 Mio. € und der operative Cashflow mit 21,0 Mio. € bereits im ersten Quartal positiv. Mit 517,8 Mio. € lag der Auftragseingang 16% über dem Durchschnittswert der letzten vier Quartale und sogar 1,9% über dem sehr hohen Wert des ersten Quartals 2007. Vorstandschef Ralf Dieter sieht Dürr voll im Plan: „Wir haben den ersten wichtigen Schritt getan, um die EBIT-Marge im Jahr 2008 wie angekündigt auf 5% zu erhöhen.“ Den Umsatz will Dürr um bis zu 10% steigern.

Auf Basis des positiven Cashflows konnte die Nettofinanzverschuldung weiter auf 57,2 Mio. € abgebaut werden (31.12.2007: 60,7 Mio. €). Der Auftragsbestand erhöhte sich zum 31. März 2008 um 20% auf 1,2 Mrd. € (31.3.2007: 1,0 Mrd. €). Im Zuge der guten Auftragslage vergrößerte der Konzern die Belegschaft um 6% auf 6.008 Mitarbeiter (31.3.2007: 5.670). Der Zuwachs entfiel im Wesentlichen auf die Wachstumsmärkte.

Zur guten Entwicklung im ersten Quartal trugen beide Unternehmensbereiche gleichermaßen bei. Paint and Assembly Systems (Lackier-, Montage- und Umwelttechnik) steigerte den Umsatz um 17,7% auf 268,8 Mio. €, Measuring and Process Systems (Auswucht- und Reinigungstechnik) um 15,5% auf 87,4 Mio. €. Auf Konzernebene wirkte sich die Schwäche des US-Dollar mit 3 Prozentpunkten negativ auf den Umsatz aus.

Measuring and Process Systems konnte den Auftragseingang um 25,5% auf 131,3 Mio. € steigern. Ausschlaggebend dafür war unter anderem der große Bedarf an Auswuchtmaschinen im boomenden Kraftwerkssektor. In der Reinigungstechnik profitierte Dürr von der starken Nachfrage nach seinen neuen Produktgenerationen EcoCFlex und EcoCTrans für die Motorenproduktion. Der Auftragseingang von Paint and Assembly Systems erreichte mit 386,4 Mio. € nahezu den sehr hohen Vorjahreswert (403,7 Mio. €) und lag 13,4% über dem Durchschnitt der letzten vier Quartale.

Die Bruttomarge des Konzerns stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 17,0%. Neben der höheren Auslastung schlug sich hier die kontinuierliche Verbesserung der betrieblichen Abläufe nieder. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten erhöhten sich mit 3,5% deutlich unterproportional zum Umsatz.

Unverändert positiver Ausblick

Für 2008 rechnet Dürr mit einem Auftragseingang auf dem Niveau des Vorjahres, sofern sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen und die Währungsverhältnisse nicht entscheidend verschlechtern. Der Umsatz wird voraussichtlich um bis zu 10% steigen. Beim Ergebnis plant Dürr eine weitere deutliche Verbesserung. Dazu sollen eine höhere Bruttomarge und die angestrebte Ergebnisverbesserung in der Endmontage-Fördertechnik beitragen. Die Steuerquote wird infolge der Steuerreform höchstens 30% betragen (2007: 39%) und das Ergebnis zusätzlich begünstigen. Beim Cashflow strebt Dürr mindestens das Niveau des Jahres 2007 an. Entsprechend erwartet das Unternehmen weitere Verbesserungen bei Nettofinanzverschuldung und Liquidität.

Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in seinen Tätigkeitsfeldern führende Positionen im Weltmarkt einnimmt. Rund 85% des Umsatzes werden im Geschäft mit der Automobilindustrie erzielt. Darüber hinaus beliefert Dürr die Flugzeugindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie mit innovativer Produktions- und Umwelttechnik. Die Dürr-Gruppe agiert mit zwei Unternehmensbereichen am Markt: Paint and Assembly Systems bietet Produktions- und Lackiertechnik, vor allem für Automobilkarosserien. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte Dürr mit rund 6.000 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp 1,5 Mrd. €. Weltweit verfügt Dürr über 47 Standorte in 21 Ländern.

KENNZAHLEN (IFRS)

Angaben in Mio. €

1. Quartal 2008 1. Quartal 2007

Dürr-Konzern

Auftragseingang

517,8

508,3

Auftragsbestand (31. März)

1.210,4

1.006,2

Umsatz

356,2

304,1

EBITDA (Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen)


 14,8


7,2

EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) 


10,4


3,0

Ergebnis nach Steuern

4,5

-2,1

Ergebnis je Aktie (in €)

0,27

 -0,13

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow)


21,0


-9,0

Free Cashflow

8,1

-25,3

Investitionen

3,7

6,3

Eigenkapital (mit Fremdanteilen) (31. März) 


253,0


243,6

Nettofinanzverschuldung (31. März)

57,2

123,7

Net Working Capital (31. März)

96,5

155,5

Mitarbeiter (31. März)

6.008

5.670

Unternehmensbereich
Paint and Assembly Systems

 

 

Auftragseingang

386,4

403,7

Umsatz

268,8

228,4

EBIT

9,1

2,6

Mitarbeiter (31. März)

 3.530

 3.366

Unternehmensbereich
Measuring and Process Systems

Auftragseingang

131,3

104,6

Umsatz

87,4

75,7

EBIT

2,3

0,6

Mitarbeiter (31. März)

2.430

2.262

Alle Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten des Dürr-Konzerns. Die Zahlen wurden nach IFRS ermittelt.


 

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