Dürr übertrifft Ergebnisziele

15.02.2007

  • Auftragseingang +20%
  • Starkes viertes Quartal mit positivem Cashflow
  • 2007: Umsatzwachstum und weitere Ergebnisverbesserung erwartet

Stuttgart, 15. Februar 2007 – Dürr hat im Jahr 2006 den Turnaround geschafft. Nach vorläufigen Zahlen (IFRS) erzielte das Unternehmen bei einem Umsatz von 1.361 Mio. € (Vj.: 1.400,6 Mio. €) ein operatives Ergebnis (EBIT vor Restrukturierungskosten) von 39 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahreswert ist dies eine Verbesserung von rund 35 Mio. €. Der Jahresüberschuss im Konzern betrug 7 Mio. € (Vj.: 4,3 Mio. €).

„2006 war wie angekündigt ein Jahr des Übergangs. Unsere klare Zielsetzung, das operative Ergebnis deutlich zu steigern, haben wir dank des engagierten Einsatzes der Dürr-Mannschaft erreicht. Die Verbesserungen durch das Konzernprogramm FOCUS haben gegriffen“, sagte Ralf W. Dieter, der Vorstandsvorsitzende der Dürr AG.

Der Auftragseingang entwickelte sich mit einem Plus von 20% sehr erfreulich und über Plan; er betrug 1.459 Mio. € (Vj.: 1.216,9 Mio. €). Getragen wurde der Zuwachs durch Steigerungen im Anlagengeschäft (Lackier- und Montageanlagen), insbesondere in Osteuropa und Asien, aber auch durch eine gute Auftragslage im Maschinengeschäft (Lackierroboter, Reinigungs- und Auswuchttechnik). Auch das Service-Geschäft konnte im Rahmen des Konzernprogramms FOCUS deutlich gesteigert werden und beträgt nun 26% des Konzernumsatzes.

Im vierten Quartal 2006 erzielte Dürr im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit +70 Mio. € erstmals seit mehreren Quartalen wieder einen Überschuss. Gegenüber dem Jahresende 2005 stieg die Nettofinanzverschuldung zum 31. Dezember 2006 aufgrund der Mittelabflüsse für FOCUS zwar um rund 20 Mio. € auf 105 Mio. €; ursprünglich war Dürr jedoch von einer Nettofinanzverschuldung von 150 Mio. € ausgegangen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum Jahresende 2006 auf 23% nach 20,9% zum Vorjahresstichtag.

Ausblick

Die Projektanfragen sind weiterhin auf einem erfreulichen Niveau. Aus heutiger Sicht lässt dies für 2007 zumindest einen Auftragseingang auf dem hohen Niveau des Jahres 2006 erwarten. Dürr rechnet aufgrund des guten Auftragsbestands zum Jahresende 2006 für 2007 mit einem Umsatzwachstum zwischen 5 und 10%. Zusätzlich wirken sich FOCUS-Effekte positiv auf Ergebnis und Cashflow aus. Ziel ist es, eine angemessene Dividende für das Geschäftsjahr 2007 auszuschütten.

Der komplette Jahresabschluss 2006 wird nach Billigung durch den Aufsichtsrat auf der Bilanzpressekonferenz am 29. März 2007 in Stuttgart vorgestellt.

Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten, Systemen und Dienstleistungen für die Automobilfertigung. Das Angebot umfasst wesentliche Fertigungsstufen eines Fahrzeugs: Als Systemanbieter plant und baut Dürr Lackierereien und Endmontagewerke. Darüber hinaus liefert Dürr Reinigungs- und Filtrationsanlagen für die Produktion von Motoren- und Getriebekomponenten sowie Diagnose- und Auswuchtsysteme für Fahrzeugkomponenten. Rund 90% des Konzernumsatzes entfallen auf das Geschäft mit Automobilherstellern und -zulieferern. Weitere wichtige Kundengruppen von Dürr sind der Maschinenbau sowie die Chemie-, Pharma-, Beschichtungs- und Luftfahrtindustrie.

Angaben in Mio. €

2006

2005

Umsatz

1.361

1.400,6

Auftragseingang

1.459

1.216,9

Operatives Ergebnis (EBIT vor Restrukturierungskosten)

39

3,5

Ergebnis (nach Steuern) der fortgeführten Aktivitäten

 6

-104,5

Jahresüberschuss des Konzerns

7

4,3

Eigenkapital (31.12.)

246

248,1

Eigenkapitalquote (31.12.)

23%

20,9%

Nettofinanzverschuldung (31.12.)

105

84,9

 
Alle Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten des Dürr-Konzerns.
Der Jahresüberschuss des Konzerns beinhaltet auch die nicht fortgeführten Aktivitäten.


 

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