Dürr-Auftragseingang im dritten Quartal weiter gestiegen
Geschäftszahlen (IFRS) für die ersten neun Monate 2009
05.11.2009
- Höherer Auftragsbestand
- Positives EBIT auch im dritten Quartal
- Positiver Cashflow
Bietigheim-Bissingen, 5. November 2009 – Der Dürr-Konzern hat im dritten Quartal 2009 von Investitionen der Automobilindustrie zum Kapazitätsausbau in den Wachstumsmärkten China, Brasilien und Marokko profitiert und den Auftragseingang weiter gesteigert. Mit 339,0 Mio. € lagen die Bestellungen 13,6% höher als im zweiten
Quartal und 62,7% über dem ersten Quartal, gegenüber dem vierten Quartal 2008 betrug das Plus 81,6%. Der Umsatz verringerte sich auf 241,5 Mio. €, wird aber ab dem vierten Quartal wieder zulegen. In den ersten neun Monaten betrug der Umsatzrückgang 29,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dennoch erzielte Dürr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 7,7 Mio. €, auch im dritten Quartal war das EBIT mit 1,5 Mio. € positiv. Dazu trugen maßgeblich die seit Ende 2008 umgesetzten Kostensenkungen bei. Der Auftragsbestand stieg seit Ende März 2009 um 109,4 Mio. € auf 927,2 Mio. €. Im Gesamtjahr 2009 erwartet Dürr trotz eines Umsatzrückgangs von rund 25% ein positives EBIT.
Ralf Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG, zur Auftragssituation in der Automobilindustrie: „Im dritten Quartal hat sich der weltweite Automobilabsatz besser entwickelt als erwartet. In den Emerging Markets, insbesondere in China und Brasilien, sind zusätzliche Produktionskapazitäten erforderlich. Daher greifen unsere Kunden ihre Investitionsprojekte dort jetzt wieder auf. Davon werden wir aufgrund unserer starken Präsenz in den Wachstumsmärkten weiter profitieren. Unsere Marktanteile haben wir in allen Bereichen nicht nur gehalten, sondern ausgebaut. Dennoch stellen wir unsere Kapazitäten darauf ein, dass das Marktvolumen auch im Jahr 2010 noch deutlich unter dem Niveau von 2007 bleibt.“
Der Umsatzrückgang im bisherigen Jahresverlauf resultiert aus dem schwachen Auftragseingang im vierten Quartal 2008 und dem ersten Quartal 2009, deutlichen Rückgängen im Service- und Ersatzteilgeschäft sowie kundenseitigen Verzögerungen bei der Abwicklung von Projekten. Dem begegnet Dürr mit einer weiteren Verschlankung von Organisation und Prozessen sowie mit Kapazitäts- und Kostenreduzierungen. Die Personalkosten sanken in den ersten neun Monaten 2009 um 10% auf 253,1 Mio. €. Unter anderem wurde die Stammbelegschaft um 5,3% auf 5.783 Mitarbeiter verringert. Zudem reduzierte Dürr die Zahl der externen Mitarbeiter um 44% auf 467 Personen.
Auf Basis eines stark verbesserten operativen Cashflows im dritten Quartal sank die Nettofinanzverschuldung gegenüber der Jahresmitte 2009 um 23,2 Mio. € auf 81,3 Mio. €; darin enthalten ist die Dürr-Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 100 Mio. €. Die Eigenkapitalquote stieg zum 30. September auf 32,2% (30.9.2008: 25,0%).
Ausblick
In den vergangenen Monaten hat sich das Marktumfeld für Dürr weiter verbessert. Für 2009 rechnet Dürr mit einem operativen Ergebnis (EBIT vor Restrukturierungskosten) zwischen 20 und 30 Mio. €. Davon sind Restrukturierungskosten von rund 10 Mio. € abzuziehen. Damit bestätigt das Unternehmen seine bisherige Prognose. Vorstandschef Ralf Dieter: „Dürr ist auf der Ertragsseite robust. Wie angekündigt werden wir 2009 trotz der Markt- und Umsatzschwäche in jedem Quartal ein positives EBIT erzielen.“ Zudem erwartet Dürr einen deutlich positiven operativen Cashflow 2009, nachdem zuvor noch von einem negativen Cashflow ausgegangen wurde.
Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in seinen Tätigkeitsfeldern führende Positionen im Weltmarkt einnimmt. Rund 85% des Umsatzes werden im Geschäft mit der Automobilindustrie erzielt. Darüber hinaus beliefert Dürr die Flugzeugindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie mit innovativer Produktions- und Umwelttechnik. Die Dürr-Gruppe agiert mit zwei Unternehmensbereichen am Markt: Paint and Assembly Systems bietet Produktions- und Lackiertechnik, vor allem für Automobilkarosserien. Maschinen und Systeme von
Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Weltweit verfügt Dürr über 44 Standorte in 20 Ländern.
KENNZAHLEN (IFRS)
| 9 M | 9 M | Q3 | Q3 |
Dürr-Konzern | ||||
Auftragseingang | 845,9 | 1.277,3 | 339,0 | 401,2 |
Auftragsbestand (30. September) | 927,2 | 1.186,6 | 927,2 | 1.186,6 |
Umsatz | 813,0 | 1.157,9 | 241,5 | 405,2 |
Restrukturierungsaufwand | -4,7 | +0,6 | -1,9 | +0,6 |
EBITDA (Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern, und Abschreibungen) |
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EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) |
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Ergebnis nach Steuern | -14,5 | 17,0 | -7,9 | 6,2 |
Ergebnis je Aktie (in €) | -0,82 | 0,91 | -0,41 | 0,28 |
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Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit |
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Free Cashflow | -24,2 | 7,5 | 27,7 | 32,2 |
Investitionen | 19,9 | 19,6 | 4,9 | 11,5 |
Eigenkapital (mit Fremdanteilen) |
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Eigenkapitalquote (30. September) (in %) |
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Nettofinanzverschuldung |
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Net Working Capital |
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Mitarbeiter (30. September) | 5.7831) | 6.107 | 5.7831) | 6.107 |
Unternehmensbereich | ||||
Auftragseingang | 655,6 | 935,5 | 279,6 | 293,7 |
Umsatz | 565,7 | 857,1 | 158,6 | 301,8 |
EBIT | 9,9 | 30,9 | -1,6 | 12,0 |
Mitarbeiter (30. September) | 3.3152) | 3.562 | 3.3152) | 3.562 |
Unternehmensbereich | ||||
Auftragseingang | 190,2 | 341,8 | 59,5 | 107,5 |
Umsatz | 247,3 | 300,8 | 82,9 | 103,5 |
EBIT | 0,6 | 16,4 | 3,7 | 8,4 |
Mitarbeiter (30. September) | 2.4183) | 2.498 | 2.4183) | 2.498 |
Alle Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten des Dürr-Konzerns. Die Zahlen wurden nach IFRS ermittelt.
1)Im Vergleich zur Vorjahresperiode kamen 97 Mitarbeiter durch die Erstkonsolidierung von zwei Gesellschaften hinzu.
2) Im Vergleich zur Vorjahresperiode kamen 64 Mitarbeiter durch eine Erstkonsolidierung hinzu.
3) Im Vergleich zur Vorjahresperiode kamen 33 Mitarbeiter durch eine Erstkonsolidierung hinzu.
Ansprechpartner:
Dürr Aktiengesellschaft
Günter Dielmann / Mathias Christen
Corporate Communications & Investor Relations
Tel +49 7142 78-1785 / -1381
Fax +49 7142 78-1716
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