Presse

Aktionärsbrief - 1. Halbjahr 1997

08.08.1997

  • Auftragseingang erreicht Rekordmarke
  • Ertragssituation verbessert
  • Technologievorsprung mit Robotersystem

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat sich Ihr Unternehmen erfreulich entwickelt.

Beim Auftragseingang hat Dürr mit 1.421,0 Mio. DM eine Rekordmarke erreicht. Der Wert liegt 60 % über dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (886,4 Mio. DM) und damit bereits nach sechs Monaten bei knapp 80 % des Auftragseingangs aus dem Geschäftsjahr 1996.

Der Konzernumsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 4 % auf 627,0 Mio. DM gesteigert werden (VJ: 603,0 Mio. DM).

Ende Juni 1997 lag der Auftragsbestand bei 2.328,0 Mio. DM, 43 % über dem Volumen des Vorjahres (1.623,0 Mio. DM). Damit ist die Auslastung im Konzern bis über das Jahresende hinaus gesichert.

Das Ergebnis vor Steuern übertrifft mit 17,6 Mio. DM den Wert des Vorjahres von 16,1 Mio. DM (+ 9 %); das erste Halbjahr ist im Anlagenbau abrechnungsbedingt jeweils die ertragsschwächere Jahreshälfte.

In der ersten Jahreshälfte fielen Sachinvestitionen in Höhe von rund 12 Mio. DM an; für das Geschäftsjahr 1997 sind insgesamt 26 Mio. DM (VJ: 22 Mio. DM) geplant.

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich im Konzern leicht erhöht. Insgesamt beschäftigte Dürr zum Ende des Berichtszeitraums 3.356 Mitarbeiter, 0,9 % mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (3.325).

Auftragslage: Schwerpunkte in Europa, Lateinamerika und SüdostasienDie positiven Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie bestehen weltweit in nahezu allen Regionen weiter. Daraus zieht auch Ihr Unternehmen Nutzen. In Europa liegt der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit nach wie vor in Deutschland und Großbritannien. Ein Großauftrag von Daimler-Benz für das Werk in Bremen (Auftragshöhe rund 350 Mio. DM) bestätigt diesen Trend.In Mittel- und Südamerika ergaben sich durch Auftragseingänge aus Mexiko und Brasilien zweistellige Wachstumsraten. Erwähnenswert aus Brasilien sind die Aufträge von Daimler-Benz und Chrysler sowie ein Turnkey-Auftrag über 260 Mio. DM von Audi für das Werk in Curitiba.In Nordamerika erreichten die Auftragseingänge in der ersten Jahreshälfte das hohe Volumen des Vorjahres. In Südostasien ist insbesondere durch den Aufbau neuer Kapazitäten in der Auto-mobil-industrie eine positive Marktentwicklung festzustellen. Deshalb rechnet Dürr mit einer Zunahme des Auftragseingangs aus dieser Region. Ein günstiges Investi-tionsklima herrscht auch in Indien und China, wo Dürr seit kurzem mit eigenen Gesellschaften präsent ist. So konnte zum Beispiel Dürr China bereits Anfang des Jahres einen Großauftrag über 110 Mio. DM von General Motors Shanghai erzielen.

Kontinuierlicher Ausbau der Marktpräsenz

Der Konzern baut seine internationale Präsenz kontinuierlich aus. Im Zuge dessen wurden in Shanghai, China, und in Chennai (ehemals Madras), Indien, eigen-ständige Beteiligungsgesellschaften gegründet.

Auch in Europa hat Dürr in den letzten Monaten seine Marktposition erweitert: Im Mai erwarb der Konzern die Mehrheitsbeteiligung am langjährigen französischen Vertriebs-partner Hayes S.A. In einem weiteren Schritt konnte das Geschäftsfeld Karossenfördertechnik eines führenden französischen Anbieters, der Sietam Industries S.A. übernommen werden. Dieser Bereich wird künftig unter der Firmie-rung Sietam Automotion S.A., als hundertprozentige Tochter der Hayes S.A.geführt. Die französische Automobilindustrie hat diese Aktivitäten sehr positiv aufgenommen.

Technologievorsprung sichert Marktposition Im Frühjahr hat Dürr ein eigenes Robotersystem auf den Markt gebracht: Der Dürr Ecopaint Robot zeichnet sich durch höhere Lackierpräzision und reduzierte Betriebs- und Investitionskosten aus. In Verbindung mit dem neuentwickelten Lackversorgungskonzept können Farbverluste bis auf ein Fünftel reduziert werden.Weiterhin ermöglicht der Ecopaint Robot eine große Farbvielfalt bei kurzen Farbwechselzeiten.

Die Dürr-Aktie: Zweistelliger Wertzuwachs

Der Wert Ihrer Aktie ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres von 48,70 DM am 1. Januar auf 72,00 DM am 30. Juni gestiegen; die positive Entwicklung setzte sich darüber hinaus fort.

Ausblick

Aufgrund der weltweit positiven Rahmenbedingungen ist in allen relevanten Regionen eine rege Projekttätigkeit zu verzeichnen. Ein stabiler Nachfragetrend wird als gesichert angesehen. Daher gehen wir von einer weiter erfreulichen Geschäfts-entwicklung aus. Für das Gesamtjahr 1997 rechnet der Dürr Konzern mit einer deutlichen Steigerung des Auftragseingangs gegenüber dem Vorjahreswert. Wie sich in der ersten Jahres-hälfte schon angedeutet hat, wird ein Zuwachs des Auftragsbestands zum Jahres-ende erwartet. Der Konzernumsatz wird sich ebenfalls erhöhen und das hohe Vor-jahres-volumen nochmals übertreffen. Das Konzernergebnis wird sich aus heutiger Sicht im Vergleich zu 1996 wesentlich verbessern.

Stuttgart, im August 1997

Der Vorstand

 

Dürr AG
Corporate Communications und Investor Relations
Günter Dielmann
Telefon +49 711 136-1785
Telefax +49 711 136-1034


corpcom(at)durr.com

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