Dürr-Hauptversammlung beschließt Dividendenerhöhung auf 1,00 Euro
31.05.2000
- Anhaltend dynamische Umsatz- und Ertragsentwicklung erwartet
- Stärkung von Zukunftstechnologien
- Carl Schenck-Übernahmeangebot: über 93 % der Aktien im Besitz von Dürr
- Ausbau der Eigenkapitalbasis zur Fortsetzung des Wachstumskurses
- LBBW-Vorstandsvorsitzender Werner Schmidt in Aufsichtsrat gewählt
- Selbstverpflichtung zu Corporate Governance-Grundsätzen
Die Hauptversammlung der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, hat heute eine Dividende von 1,00 Euro pro Stückaktie (Vorjahr: 0,92 Euro) beschlossen. Bei einem Jahresüberschuss von 16,6 Mio. Euro (Vorjahr: 15,2 Mio. Euro) beträgt die Dividendensumme 13,0 Mio. Euro Eine Steuergutschrift für anrechnungsberechtigte inländische Aktionäre entfällt, da das Ergebnis wesentlich von Auslandsbeiträgen geprägt ist.
Weiterhin wählten die Aktionäre Werner Schmidt, Vorsitzender des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg, neu in den Aufsichtsrat. Dr. Walther Zügel, seit 1989 Mitglied des Aufsichtrats und seit 1997 dessen stellvertretender Vorsitzender, legte mit Ablauf der Versammlung sein Amt nieder.
Im Rahmen der Beschlussfassungen wurde der Vorstand zur Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 100 Mio. Euro sowie zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. In beiden Fällen handelt es sich um einen Vorratsbeschluss; konkrete Planungen zum Aktienrückkauf beziehungsweise zur Begebung von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen bestehen nicht. Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital von derzeit 33,3 Mio. Euro um 16,2 Mio. Euro zu erhöhen. Der Be- schluss dient der Stärkung des Eigenkapitals der Dürr AG und damit der Fortsetzung des konsequent ertragsorientierten Wachstumskurses des Konzerns.
Als eine der ersten börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland wird Dürr demnächst eine Selbstverpflichtung auf die Prinzipien der Corporate Governance unterzeichnen. "Damit bekennen wir uns zu den Grundsätzen einer verantwortlichen Unternehmensführung und -kontrolle im Sinne einer langfristigen Wertschöpfung für unsere Aktionäre", so Hans Dieter Pötsch, Vorsitzender des Vorstands der Dürr AG, auf der Hauptversammlung in Stuttgart. Bei diesem Beitrag zur Stärkung der Aktionärskultur in Deutschland orientiert sich Dürr an den Anfang des Jahres vorgestellten Modellgrundsätzen einer unabhängigen Expertenkommission.
Mit der bevorstehenden Gründung der Intec AG als Leitgesellschaft eines neuen Geschäftsbereichs für Zukunftstechnologien wird Dürr Entwicklung, Nutzung und Vermarktung innovativer Lösungen zum Beispiel aus den Bereichen Leittechnik, Sensorik, Optoelektronik sowie Multimedia weiter vorantreiben und damit auch seine Wettbewerbspositionen ausbauen. Im Rahmen eines innovativen Unternehmenskonzepts soll Intec Dürr-Eigenentwicklungen vermarkten und gleichzeitig das Dürr-Technologieportfolio durch Joint-Ventures oder Beteiligungen an jungen Gründungsunternehmen stärken.
In das erste Quartal 2000 ist die Dürr AG gut gestartet: Wie bereits berichtet, liegen alle Eckdaten deutlich über den Werten des Vorjahrs. Der Umsatz erreichte im ersten Quartal rund 288 Mio. Euro Der Auftragseingang lag bei rund 344 Mio. Euro, der Auftragsbestand bei 808 Mio. Euro Das Ergebnis vor Steuern betrug 7,5 Mio Euro.
Aufgrund der insgesamt guten Projektsituation in der Automobilindustrie erwartet Dürr eine weiterhin dynamische Umsatz- und Ertragsentwicklung mit einem Umsatz von rund 2 Mrd. Euro im Jahr 2001. Zu der optimistischen Einschätzung trägt nicht zuletzt die positive Resonanz der Kunden auf die im April erfolgte Mehrheitsübernahme der Carl Schenck AG, Darmstadt, bei: "Der zuletzt von Opel erteilte erste gemeinsame Großauftrag für Dürr und Schenck über eine komplette Endmontagelinie zeigt uns, dass wir mit dem Ausbau unseres Systemangebots strategisch auf dem richtigen Weg sind und im harten Wettbewerb bestehen", so Dürr-Vorstandschef Hans Dieter Pötsch. Durch den anhaltenden Strukturwandel in der Automobilindustrie erwartet Dürr eine wachsende Nachfrage nach softwarebasierten Produktionstechnologien und schlüsselfertigen Systemlösungen einschließlich Dienstleistungen.
Nach dem Erwerb von 76,4 Prozent der Aktien der Carl Schenck AG von der Harald Quandt Beteiligungsverwaltung zum 3. April 2000 plant Dürr die vollständige Übernahme von Schenck. Daher hat Dürr den freien Schenck-Aktionären ein Übernahmeangebot in Höhe von 120 Euro je Stückaktie unterbreitet. Die Resonanz auf das Angebot ist gut: Zum 30. Mai verfügte Dürr insgesamt über mehr als 93% der Schenck-Anteile.
Der Technologiekonzern Dürr ist ein weltweit führender Anbieter von Produktionssystemen und Dienstleistungen für die Automobilindustrie und weitere Industriezweige mit der Dürr AG als strategische Management-Holding an der Spitze. 1999 erwirtschafteten die fünf weltweit operativ tätigen Geschäftsbereiche Paint Systems, Automotion, Environmental, Ecoclean und Services mit insgesamt rund 7000 Mitarbeitern einen Umsatz von über 1,2 Milliarden Euro.
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