Dürr mit Rekordzahlen im Geschäftsjahr 2000 Erfolgreich als Partner der Automobilindustrie
17.04.2001
- EBITDA um 83 %, Umsatz um 67 % gestiegen
- Auch 2001 zweistelliges Umsatz- und Ertragswachstum erwartet
- Wachstum mit Engineering von Produktionssystemen
- Mit Hightech in neue Märkte
- Aktienoptionen geplant
- Dividende steigt um 10 % auf Euro 1,10
Die Dürr AG, einer der führenden Hersteller von Produktionssystemen für die Automobilfertigung, erwartet nach einer dynamischen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr auch für 2001 zweistellige Wachstumsraten bei Ertrag und Umsatz. Vor dem Hintergrund einer verhaltenen Automobilkonjunktur konzentriert sich der Technologiekonzern auf die Verbesserung der Ertragssituation, die Stärkung seiner Kompetenz im Wachstumsmarkt Engineering und auf die Erschließung neuer Märkte mit innovativen Technologien.
Mit den Akquisitionen der vergangenen Jahre, vor allem der Carl Schenck AG, hat sich der Technologiekonzern Dürr zu einem weltweit führenden Kompetenzzentrum von Produktionstechnologien für die Automobilindustrie entwickelt. Dürr plant und liefert schlüsselfertige Produktionssysteme einschließlich produktionsbegleitender Dienstleistungen bis hin zu Betreibermodellen. Zu den Kunden gehören alle Automobilhersteller weltweit. Mit Schenck verfügt Dürr darüber hinaus über hervorragende Markt- und Technologiepositionen in ausgewählten Schlüsselbranchen.
"Durch unsere strategische Neuausrichtung sind wir gut aufgestellt, um auch bei schwierigeren konjunkturellen Rahmenbedingungen weiter zu wachsen. Hauptmotive für Investitionen sind derzeit die Verbesserung von Effizienz, Qualität und Flexibilität in der Automobilfertigung. Dazu kommt der anhaltende Trend zum Outsourcing von Dienstleistungen rund um Planung und Produktion", kommentierte Hans Dieter Pötsch, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG, den positiven Start ins Jahr 2001 auf der Bilanz-Pressekonferenz im neuen Dürr-Ingenieurzentrum in Stuttgart, das für rund Euro 20 Mio. errichtet wurde.
Geschäftsjahr 2000 mit Rekordwerten
Im Geschäftsjahr 2000 erzielte Dürr - einschließlich der seit April 2000 einbezogenen Carl Schenck AG und der at equity konsolidierten 50 %-Beteiligung an der Alstom Automation S. A. (jetzt Dürr-AIS) - neue Bestmarken.
Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) wurde mit Euro 119,8 Mio. (Vj. Euro 65,4 Mio.) um 83,3 % verbessert. Beim EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) verzeichnete Dürr einen Zuwachs von 76,4 % auf Euro 73 Mio. (Vj. Euro 41,4 Mio.) Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg von Euro 35,6 Mio. um 30,0 % auf Euro 46,3 Mio. Der Jahresüberschuss verbesserte sich um 38,6 % von Euro 16,6 Mio. auf Euro 23,0 Mio. Das Ergebnis je Aktie zeigt mit Euro 1,69 ein Plus von 32 % (Vj. Euro 1,28); die Dividende soll um 10 % auf 1,10 Euro angehoben werden. "Mit einer Dividendenrendite von 4,6 % zum Jahresende 2000 belegt Dürr einen Spitzenplatz unter den deutschen Aktiengesellschaften", so Finanzvorstand Dr. Wolfgang Baur.Beim konsolidierten Konzernumsatz legte Dürr um 67 % auf Euro 2.042 Mio. (Vj. Euro 1.224 Mio.) zu. Akquisitionsbereinigt betrug das Plus 17 %. Alle Unternehmensbereiche verzeichneten eine positive Entwicklung des Gesamtumsatzes . Paint Systems - der größte Unternehmensbereich - erzielte mit Euro 1.082 Mio. ein Plus von 40 % (Vj. Euro 773 Mio.). Automotion legte um 7 % auf Euro 207 Mio. (Vj. Euro 194 Mio.) zu, Environmental um 31 % auf Euro 107 Mio. (Vj. Euro 81 Mio.) und Ecoclean um 8 % auf Euro 220 Mio. (Vj. Euro 204 Mio.). Im Unternehmensbereich Services stieg der Gesamtumsatz aufgrund der erstmaligen Konsolidierung der 1999 erworbenen Premier-Gruppe über 12 Monate um 72 % auf Euro 122 Mio. (Vj. Euro 71 Mio.). Stark zum Umsatzwachstum trug auch der Schenck-Konzern bei, der im Konsolidierungszeitraum einen Gesamtumsatz von Euro 472 Mio. realisierte.
Mit Euro 1.970 Mio. übertrifft der Auftragseingang des Dürr Konzerns den Vorjahreswert (Euro 1.120 Mio.) um 76 %. Der Auftragsbestand von Euro 1.106 Mio. (Vj. Euro 744 Mio. / + 49 %) sichert eine hohe Auslastung im Geschäftsjahr 2001. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich zum Jahresende 2000 vor allem wegen der Übernahme von Schenck auf 11.558 Mitarbeiter (Vj. 7.255 / + 59 %).
Erweitertes Leistungsspektrum in der Fahrzeugentwicklung und Prüfstandstechnologie
Nach den Akquisitionen der vergangenen Jahre konzentriert sich Dürr jetzt auf die strategische Abrundung seines Angebots. Zur Ergänzung seines Lösungsspektrums für die Fahrzeugentwicklung hat Dürr im Februar 2001 über den Schenck Unternehmensbereich Prüf- und Automatisierungstechnik ein Joint-Venture mit der britischen Ricardo plc, einem weltweit führenden Spezialisten für die Entwicklung von Motoren, Getrieben und Fahrzeugen, gegründet. "Durch den direkten Zugang zu Entwicklungen in der Motorentechnik können wir nicht nur unsere entsprechenden Prüfstandstechnologien besser und schneller entwickeln, sondern erhalten auch frühzeitig Kenntnis über die später benötigten Fertigungstechnologien", kommentierte Dürr-Chef Pötsch die Akquisition. Für die strategische Ausrichtung bedeutend ist zudem, dass Dürr von der Planung über die Realisierung bis hin zum Betrieb erstmals Komplettlösungen für Prüfzentren anbieten kann.
Zügiger Ausbau im Wachstumsmarkt Engineering
Erheblich ausbauen wird Dürr seine Kompetenz im Engineering einzelner Fertigungsschritte sowie gesamter Werke. Dürr wird entsprechende Aktivitäten in eine eigenständige Gesellschaft, die DS Engineering GmbH, einbringen. "Der Ausbau unserer Engineering-Aktivitäten ist zusammen mit unserem wachsenden Anteil an Serviceleistungen ein logischer Schritt, um Dürr unabhängiger von eher zyklischen Anlageninvestitionen zu machen", erläuterte Pötsch. Bereits heute erarbeiten rund 200 Dürr- bzw. Schenck- Mitarbeiter Engineeringkonzepte für die Automobilindustrie. Durch den anhaltenden Trend zum Outsourcing von Engineeringleistungen bietet dieser Markt gute Wachstumsperspektiven.
Aktienoptionen als Anreiz für Führungskräfte
"Mit seinen Kernkompetenzen ist Dürr strategisch hervorragend aufgestellt und verfügt über enorme Potenziale. Die Umsetzung unserer neuen Strategie ist eine große Herausforderung für das Management." so Pötsch. Mit einem "Dürr International Stock Options Plan (DISOP)" will Dürr deshalb für rund 150 Führungskräften einen Anreiz schaffen, sich direkt am Unternehmenserfolg zu beteiligen. DISOP läuft über fünf Jahre und besteht aus einer Kombination von zukaufenden Aktien und Aktienoptionen. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag werden Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr Hauptversammlung am 30. Mai 2001 zur Genehmigung unterbreiten.
Markterfolg mit Innovationen
Wesentlich zum Markterfolg des Hightech-Unternehmens Dürr beigetragen habenF&E-Ausgaben, die rund 6 % des Umsatzes erreichen. Eine sehr erfreuliche Marktakzeptanz erzielte beispielsweise die neueste Generation des Dürr Lackierroboters. Ebenfalls erfolgreich war Dürr mit neuen Software-Lösungen in den Bereichen Leittechnik, Prüfsysteme sowie Mess- und Verfahrenstechnik. Die INTX AG, die erste Beteiligungen mit Startups unterzeichnet hat, beschleunigt für Dürr den Zugang zu Zukunftstechnologien wie MultiMedia, Sensorik oder Nanotechnologie.
Hightech Lösungen bilden auch die Basis für den Ausbau der Marktposition in Japan, wo Dürr mit hocheffizienten Systemen zur Lackapplikation und dem innovativen Tauchlackierverfahren RoDip gute Chancen sieht. Die Dürr Japan K.K. wurde Anfang des Jahres als 100prozentige Beteiligung gegründet.
2001 zweistelliges Wachstum erwartet
Im ersten Quartal 2001 setzte Dürr mit Schenck das dynamische Wachstum der Vorjahre fort. Der Umsatz stieg auf Euro 354 Mio. (Vj. Euro 288 Mio. / +23 %); der Auftragseingang legte um 22 % auf Euro 421 Mio. (Vj. Euro 344 Mio.) zu, der Auftragsbestand erreichte Euro 1.137 Mio. (Vj. Euro 808 Mio. / + 41 %). Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) stieg um 64 % auf Euro 27 Mio. (Vj. Euro 16,5 Mio.).
Optimistischer Ausblick für das Geschäftsjahr 2001
Die Wachstumsprognosen für die Industrieländer stabilisieren sich auf niedrigerem Niveau. Für seinen Hauptkundenkreis, die Automobilindustrie, geht Dürr bei hoher Wettbewerbsintensität von einem anhaltenden Bedarf an Investitionen zur Steigerung von Effizienz, Flexibilität, Qualität und Umweltverträglichkeit aus. Mit seiner neuen Strategie partizipiert Dürr an den unterschiedlichen und zeitlich versetzten Investitionszyklen in verschiedenen Wertschöpfungsschritten der Automobilfertigung
Bei anhaltendem Kostendruck liegt der Fokus im Geschäftsjahr 2001 auf der Verbesserung der Ertragssituation. Dazu hat Dürr ein weltweites Ertragssteigerungsprogramm gestartet. Darüber hinaus setzt Dürr auf E-Business, um Beschaffungsprozesse zu optimieren, und nutzt Synergien innerhalb der neu formierten Dürr-Gruppe.
Vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestands und des guten Verlaufs des ersten Quartals erwartet Dürr bei Umsatz und Ertrag prozentual zweistellige Wachstumsraten mit einer überproportionalen Ertragsentwicklung.
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Dürr AG corpcom(at)durr.com |








