Dürr Hauptversammlung beschließt Dividendenerhöhung auf 1,10 Euro
30.05.2001
- Spitzenwert bei Dividendenrendite
- Aktienoptionsprogramm verabschiedet
- Neue Strategie macht unabhängiger von zyklischen Schwankungen
- Voraussetzungen für HV-Stimmabgabe über elektronische Medien geschaffen
Die Hauptversammlung der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, hat heute eine Dividende von 1,10 Euro beschlossen (+10 %; Vj. 1 Euro). Da das Ergebnis wesentlich von Auslandsbeiträgen geprägt war, entfällt eine Steuergutschrift für anrechnungsberechtigte inländische Aktionäre. Mit einer Dividendenrendite von 4,6 % (Stand Jahresende 2000) belegt Dürr einen Spitzenplatz unter den deutschen Aktiengesellschaften.
Als Nachfolger von Werner Schmidt (früher Vorsitzender des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg) wählten die Vertreter der Anteilseigner Joachim Schielke, Mitglied des Vorstands der LBBW, in den Aufsichtsrat der Dürr AG. Durch die akquisitionsbedingt gestiegene Zahl der Mitarbeiter in deutschen Dürr-Gesellschaften werden nach der heutigen konstituierenden Sitzung erstmals sechs Vertreter der Arbeitnehmer dem Aufsichtsrat der Dürr AG angehören. Die von den Mitarbeitern gewählten Vertreter sind Peter Weingart, Liselotte Dedek-Fried, Werner Kramp und Peter Krüger. Von Gewerkschaftsseite gehören Günter Lorenz und Benno Eberl dem Gremium an.
Zur Bedienung eines Aktienoptionsprogrammes für Führungskräfte (DISOP: Dürr International Stock Options Plan) hat die Hauptversammlung dem Erwerb eigener Aktien bis maximal 7 Prozent des Grundkapitals sowie der Schaffung eines bedingten Kapitals durch Ausgabe von bis zu 1 Million Stammaktien zugestimmt. DISOP besteht aus einer Kombination von zu kaufenden Aktien und Aktienoptionen im Verhältnis 1:2,5. Bezugsberechtigte von DISOP, das über einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren läuft und an die Erreichung von Zielvorgaben gekoppelt ist, sind weltweit rund 150 Führungskräfte in der Dürr-Gruppe.
Erstmals wurden wesentliche Teile der Dürr-Hauptversammlung live im Internet übertragen. Zur Schaffung von weitergehenden elektronischen Möglichkeiten, etwa zur Teilnahme an Abstimmungen in der Hauptversammlung, hat diese einer entsprechenden Satzungsänderung zugestimmt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 erzielte der Technologiekonzern Dürr einen Umsatzzuwachs von 67 % auf Euro 2.042 Mio. (Vj. Euro 1.224 Mio.). Das EBITDA stieg um rund 83 % auf Euro 119,8 Mio (Vj. Euro 65,4 Mio.).
In das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres ist Dürr mit einem hohen Auftragsbestand und anhaltendem Umsatzwachstum gestartet. Vor dem Hintergrund des kühler gewordenen Weltkonjunkturklimas könnte sich beim Auftragseingang ein schwächeres Wachstum ergeben, als bei den Planungen am Jahresbeginn zu Grunde gelegt. Wesentliche Automobilmärkte verzeichnen stagnierende bzw. rückläufige Verkaufszahlen. In den USA ist deshalb vereinzelt eine Verschiebung von Projekten zu verzeichnen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2001 erwartet Dürr dennoch erneut zweistellige Zuwachsraten bei Umsatz und Ertrag mit überproportionalen Zuwächsen beim Ertrag. Gründe hierfür sind Synergieeffekte aus den Akquisitionen, eingeleitete Programme zur Ertragssteigerung sowie die neue Strategie, mit der Dürr von den unterschiedlichen und zeitlich versetzten Investitionen in verschiedenen Wertschöpfungsschritten der Automobilfertigung profitiert.
Zum Ausgleich zyklischer Effekte tragen beispielsweise produktionsbegleitende Dienstleistungen sowie der Ausbau des Engineeringangebots für Fertigungsprozesse und -einrichtungen bei. Wegen der zunehmenden Variantenvielfalt, kürzeren Modellzyklen, wachsenden Qualitätsstandards und dem Zwang zu deutlichen Produktivitätssteigerungen, die nur mit innovativen Fertigungskonzepten zu erreichen sind, besteht eine wachsende Nachfrage nach solchen Dienstleistungen.
Um am Wachstumsmarkt-Engineering zu partizipieren, wurde jetzt die DS Engineering GmbH (DSE) gegründet, in der Dürr und Schenck ihre einschlägigen Planungsleistungen - von Konzepten für einzelne Fertigungsschritte bis zur detaillierten Planung kompletter Automobilwerke - kombinieren und weiter gezielt ausbauen.
Der Technologiekonzern Dürr ist einer der weltweit führenden Anbieter von Produktionssystemen und produktionsbegleitenden Dienstleistungen für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer. Unter dem Dach der strategischen Management-Holding Dürr AG sind die sechs Unternehmensbereiche Paint Systems, Automotion, Environmental, Ecoclean, Services und INTX sowie die Carl Schenck-Gruppe mit operativen Gesellschaften in über 25 Ländern weltweit tätig
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