Dürr-Lackiertechnik erhält Großaufträge aus der Flugzeugindustrie
25.09.2002
- Lackierereien und Teilehandling für Super-Flugzeug Airbus A 380
- Dürr Lackierroboter in ungewöhnlichem Einsatz
Der Technologiekonzern Dürr hat über seinen Unternehmensbereich Paint Systems von Airbus Industries Aufträge im Gesamtwert von mehr als 30 Mio. Euro über Anlagen zur Oberflächenbehandlung und Lackierung von Flugzeugteilen für das neue Großraumflugzeug Airbus A 380 erhalten. Schwerpunkte bilden Systeme zur Oberflächenbehandlung unterschiedlicher Flügelteile sowie zur Grund- und Decklackierung montierter Flügel, die an zwei britischen Standorten errichtet werden. Die Spritzkabinen bieten mit Maßen von 55m x 20m x 11m genügend Raum für die Lackierung kompletter Flügel. Die schlüsselfertigen Lösungen umfassen auch Trockner, die Steuerungstechnik sowie Nebeneinrichtungen wie Farb- und Luftversorgung und Energierecycling. Darüber hinaus umfasst der Lieferumfang auch Spezial-Transporteinrichtungen für die sehr großen Teile.
Weitere Aufträge über Lackieranlagen sowie Montageeinrichtungen für Rumpfteile erhielt Dürr zudem von mehreren deutschen Airbus-Standorten, darunter auch ein vollautomatisches Lackiersystem für Leitwerke mit einem Dürr-Roboter, der auf einer 19 Meter langen Schiene verfährt. Zuvor waren Dürr-Roboter bereits für die Lackierung von Raketenteilen des Ariane Programms eingesetzt worden.
Federführend geplant und realisiert werden die Aufträge von der britischen Durr Ltd, Warwick, die innerhalb des Dürr-Unternehmensbereichs Paint Systems das Kompetenzzentrum für die Flugzeugindustrie bildet. Lackierroboter sowie Förder- und Montageeinrichtungen werden von deutschen Gesellschaften geliefert.
Mit einem Umsatz von rd. 1,1 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2001 und 2.742 Mitarbeitern ist Paint Systems mit seinen vier Produktlinien Automotive, Industrial, Application Technology sowie Environmental der größte Dürr-Unternehmensbereich. Die genannten Aufträge der Produktlinie Industrial stehen beispielhaft für die Diversifizierungsstrategie von Dürr, die vorhandene Kompetenzen gezielt zur Erschließung neuer Märkte außerhalb der Automobilindustrie nutzt. Im Geschäftsjahr 2001 erzielte der Technologiekonzern Dürr, einer der weltweit führenden Anbieter von Produktionssystemen und produktionsbegleitenden Dienstleistungen für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer, einen Umsatz von über 2,2 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis EBITDA von 135 Mio. Euro. Weltweit beschäftigt Dürr über 12.500 Mitarbeiter in 26 Ländern.
Im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2002 verzeichnete Dürr einen lebhaften Auftragseingang sowie eine überwiegend stabile Situation bei strategischen Großprojekten der Automobilindustrie. Für das gesamte Geschäftsjahr 2002 erwartet der Vorstand aus heutiger Sicht, dass Auftragseingang und Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Beim Ergebnis soll vor Restrukturierungsaufwand ebenfalls die Größenordnung von 2001 erreicht werden. Risiken können sich allerdings ergeben, wenn sich die Weltkonjunktur weiter abschwächt, unter anderem in Folge der negativen Entwicklung an den Aktienmärkten. Dies könnte auch Auswirkungen auf die derzeit stabile Projektsituation bei Dürr haben. Dürr ist sehr zuversichtlich, ab 2003 von einer konjunkturellen Belebung überdurchschnittlich zu profitieren.
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