Presse

Verlustbereinigung bei Schenck

07.10.2003

  • Schließung der Vorfertigung in Darmstadt
  • Abbau von ca. 350 Stellen bei der Schenck Fertigungs & Service GmbH
  • Dürr rechnet 2003 trotz hoher Einmalaufwendungen mit positivem Vorsteuerergebnis

Die zum Technologiekonzern Dürr gehörende Carl Schenck AG wird ihre defizitäre Vorfertigung am Standort Darmstadt schließen. Die Maßnahme erfordert Einmalaufwendungen von rund 18 Mio. Euro. Dennoch erwartet der Dürr-Konzern im Geschäftsjahr 2003 ein positives Ergebnis vor Steuern.

Bis Ende 2004 entfallen rund 350 Arbeitsplätze bei der Darmstädter Schenck Fertigungs & Service GmbH, die Teile und Komponenten an die Unternehmensbereiche des Schenck-Konzerns sowie in geringem Umfang an externe Kunden liefert. Geschäftsführung und Betriebsrat der Gesellschaft werden unverzüglich Gespräche über einen sozialverträglichen Abbau der Arbeitsplätze aufnehmen. Die rund 220 Mitarbeiter, die für andere Schenck-Gesellschaften in Darmstadt in der Anlagen-Endmontage arbeiten, sind von der Maßnahme nicht betroffen. Insgesamt sind am Standort Darmstadt rund 1.800 Mitarbeiter beschäftigt.

Grund für die Schließung der seit Jahren defizitären Schenck-Vorfertigung ist die fehlende Wettbewerbsfähigkeit. Sie resultiert aus strukturellen Kostennachteilen wie zum Beispiel unzureichender Auslastung und hohen Personalkosten. Eine Rückkehr in die Gewinnzone sei vor diesem Hintergrund nicht realistisch, so Ralf Dieter, seit Mai Vorsitzender des Vorstands der Carl Schenck AG: "Wir haben verschiedene Modelle betrachtet, aber die Fertigungs- und Kostenstrukturen am Standort Darmstadt bieten keinen Ansatz für einen Ergebnis-Turnaround. Mit der Schließung beseitigen wir eine langjährige Verlustquelle und eröffnen uns Zugang zu kostengünstigen Beschaffungsmärkten. Dies ermöglicht Kostenvorteile, durch die wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmensbereiche stärken."

Durch die Nutzung kostengünstiger Zulieferer, zum Beispiel in Osteuropa, werden sich außerdem die für die Schließung der Vorfertigung erforderlichen Einmalaufwendungen zügig amortisieren. Im laufenden Geschäftsjahr werden die Einmalaufwendungen jedoch zu einem deutlich negativen Ergebnis vor Ertragsteuern im Schenck-Konzern führen.

Ohne Berücksichtigung der Einmalaufwendungen für die Schließung der Schenck-Vorfertigung strebt der Dürr-Konzern an, sein Ergebnis vor Ertragsteuern 2003 auf Vorjahresniveau (22,6 Mio. Euro) zu stabilisieren. Auch nach Abzug aller Einmalaufwendungen erwartet Dürr 2003 noch ein positives Ergebnis vor Ertragsteuern. Ausschlaggebend hierfür ist vor allem das Systemgeschäft, das im bisherigen Jahresverlauf insgesamt positiv verläuft, während sich das Produktgeschäft verhalten entwickelt. "Für 2004 gehen wir - auch mit Blick auf die Strukturanpassungen in der Schenck-Vorfertigung - von einem deutlichen Ergebnisanstieg aus. Mit dem Ertragssteigerungsprogramm SPRINT2 haben wir die Weichen für mehr Profitabilität im gesamten Konzern gestellt", so Stephan Rojahn, Vorsitzender des Vorstands der Dürr AG.

Der Technologiekonzern Dürr zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Produktionssystemen und produktionsbegleitenden Dienstleistungen für Automobilhersteller und ihre Zulieferer. Im Geschäftsjahr 2002 erzielte Dürr mit rund 13.000 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp 2,1 Mrd. Euro und ein EBITDA von 89,1 Mio. Euro.

 

Dürr AG
Corporate Communications und Investor Relations
Günter Dielmann
Telefon +49 711 136-1785
Telefax +49 711 136-1034


corpcom(at)durr.com

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