5. Open House im Dürr-Technologiezentrum Bietigheim-Bissingen – Dürr präsentiert neuen Lackierroboter vor Fachpublikum
23.09.2005
- Service-Angebot erweitert: neues Testcenter für Nahtabdichtung
- Plasmatrockner und weitere Innovationen
- Über 500 Besucher aus dem In- und Ausland erwartet
- Umweltministerin Gönner zu Gast
Die Dürr Systems GmbH baut ihre weltweit führende Position in der Automobillackiertechnik mit innovativen Hightech-Produkten und Services weiter aus. Auf der heute beginnenden Hausmesse „Open House 2005“ stellt das Unternehmen erstmals den neu entwickelten Lackierroboter EcoRP E vor. Gleichzeitig präsentiert Dürr zahlreiche weitere Innovationen zur Kostensenkung und Qualitätssteigerung in der Großserienlackierung von Fahrzeugen und Anbauteilen. Über 500 Gäste, darunter die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner, werden an den sechs Ausstellungstagen im Technologiezentrum Bietigheim-Bissingen erwartet.
„Lackierqualität hoch, Kosten runter“
Wir verfolgen in der Produktentwicklung ein klares Ziel: Lackierqualität hoch, Stückkosten runter“, umreißt Dr. Hans Schumacher, Geschäftsführer der Dürr Systems GmbH und Gastgeber in Bietigheim-Bissingen, die Innovationspolitik von Dürr. Der neue Roboter EcoRP E, der speziell auf die Ablösung älterer Lackiermaschinen in bestehenden Lackierzellen ausgelegt ist, erfüllt diesen Anspruch gleich mehrfach: Zum einen ermöglicht er sehr kurze Installations- und Inbetriebnahmezeiten, zum anderen bietet er mehr Flexibilität, zum Beispiel bei der Dachlackierung, da er sich auf einer unterhalb der Kabinendecke angebrachten Verfahrschiene bewegt.
Mehr Bewegungsflexibilität durch Roboter-Facelift
Neben dem neu entwickelten EcoRP E präsentiert Dürr in Bietigheim-Bissingen auch ein Facelift der bewährten und bereits über 2.000 Mal ausgelieferten EcoRP-Roboterbaureihe. Durch die Neukonstruktion von horizontalem Arm, Handachse und Gehäuse verfügt diese Version über deutlich mehr Bewegungsflexibilität. Dadurch können zum Beispiel Teile mit komplexer Geometrie auch in kleineren Kabinen optimal lackiert werden, ein Vorteil speziell für die Lackierung von Fahrzeuganbauteilen bei Automobilzulieferern.
Noch mehr Kunden-Service durch neues Sealing-Testcenter
Erstmals öffnet Dürr auf der Open House die Pforten seines neuen Testcenters für Sealing-Prozesse. Darin haben Kunden und Materialhersteller die Möglichkeit, gemeinsam mit Dürr Produktionsabläufe vor dem Einsatz in der Großserie zu testen und zu optimieren. Zur Verfügung stehen vier hochmoderne Roboter-Anlagen, mit denen sämtliche Dickstoffapplikationsprozesse getestet werden können.
„Mit dem neuen Testcenter bauen wir unsere Service-Palette weiter aus. Damit sind wir auf dem richtigen Weg, denn die Zukunft liegt in dem integrierten Angebot aus anspruchsvollen Services und technisch führenden Produkten mit maximalem Kundennutzen“, sagte Ralf Dieter, im Vorstand der Dürr AG für den Unternehmensbereich Paint and Assembly Systems zuständig, heute bei der Eröffnung der Open House vor Werks-, Planungs- und Lackierereileitern aus der Automobilindustrie.
Deutlich weniger Lackverbrauch bei ESTA-Innenlackierung
Ein weiteres Top-Thema in Bietigheim-Bissingen ist der Einsatz des elektrostatischen Lackauftrags bei der Metallic- und Fahrzeug-Innenlackierung. In beiden Fällen lassen sich Lackverbrauch und Lackierkosten pro Karosse deutlich reduzieren. Bei der Roboter-Innenlackierung etwa steigt der Auftragwirkungsgrad durch den Einsatz der Dürr-ESTA-Technik auf bis zu 65 %, während er bei herkömmlichen Luft-Zerstäubern maximal 35 % erreichte. Weitere Einsparmöglichkeiten eröffnet die ESTA-Technik durch niedrigeren Energieverbrauch, geringere Kosten für Entsorgung, Lufthaushalt und Kabinenreinigung sowie durch reduzierte VOC-Emissionen. Gleichzeitig bietet die ESTA-Lackierung höhere First-Run-Raten, bessere Qualitätsergebnisse und mehr Produktivität durch kürzere Taktzeiten.
Mehr Kratzfestigkeit durch UV-Plasmatrocknung
In der Trocknertechnik stellt Dürr das innovative UV-Härtungsverfahren PlasmaCure vor. Dabei erfolgt die Härtung der Klarlackschicht auf der Karosserie nicht durch UV-Lampen, sondern durch einen Plasmaprozess in einer Plasmakammer. PlasmaCure erhöht die Kratzfestigkeit erheblich; außerdem kann das Problem von „Schattenbereichen“, zum Beispiel dem stark beanspruchten Einstieg am Fahrzeugschweller, gelöst werden. „PlasmaCure setzt nicht nur neue Qualitätsstandards, sondern ist auch ein emissionsfreies und energiesparendes Verfahren, das den Ansprüchen unserer Kunden hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit gerecht wird“, fasste Dr. Uwe Siewert, Geschäftsführer der Dürr Systems GmbH, zusammen.
Umweltministerin Gönner zu Gast
Die 5. Open House in Bietigheim-Bissingen läuft vom 23. bis zum 30. September. An elf Vorführungsstationen und in Fachvorträgen können sich Besucher über Neues, Weiterentwickeltes und Visionäres aus dem Hause Dürr informieren. Am 27. September wird die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner bei Dürr in Bietigheim-Bissingen zu Gast sein, um sich über den Beitrag des Unternehmens zu umweltgerechten und energiesparenden Produktionsprozessen zu informieren.
Familientag im Anschluss
Im Anschluss an die Open House veranstaltet Dürr am 1. Oktober einen Familientag in Bietigheim-Bissingen. Mitarbeiter können ihren Familien und Freunden dann ihren Arbeitsplatz und den Standort vorstellen.
Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Anbieter von Produktionssystemen sowie von Modulen und Komponenten auf dem Gebiet der Mess- und Prozesstechnik. Das Unternehmen konzentriert sich auf sein Kerngeschäft in den Bereichen Lackiertechnik mit Schwerpunkt Roboter- und Applikationstechnik, Endmontage- und Automatisierungstechnik, Umwelt- und Energietechnik sowie Maschinenbau. Hauptkundenbereiche sind die Automobil- und Zulieferindustrie sowie die allgemeine Industrie. Im Geschäftsjahr 2004 erzielte Dürr mit rund 7.300 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,9 Mrd. €.
Digitale Bilder des neuen Lackierroboters EcoRP E sowie von Ralf Dieter, Dr. Hans Schumacher und Dr. Uwe Siewert können bei den genannten Ansprechpartnern angefordert werden.
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