Asiengeschäft wird weiter ausgebaut - Dürr weiht zum 20-jährigen Jubiläum neues Werk in China ein

21.10.2005

Vor 20 Jahren war Dürr einer der ersten deutschen Maschinen- und Anlagenbauer, der den Schritt in den Zukunftsmarkt China wagte. Pünktlich zum Jubiläum hat der Konzern heute ein neues Werk in der Nähe von Schanghai eingeweiht, um seinen Expansionskurs in China und anderen asiatischen Märkten fortzusetzen. „Der neue Standort ist eine wichtige Basis, um unser Geschäft weiter auszubauen. Asien wird als Markt immer wichtiger, daher investieren wir hier“, sagte Dr. Heinz Dürr, Aufsichtsratsvorsitzender der Dürr AG, bei der Eröffnungsfeier in Quingpu.

In dem neuen Werk produzieren rund 60 Mitarbeiter Module für Automobillackierereien und Endmontagelinien sowie Produkte in den Bereichen Förder-, Umwelt- und Energietechnik. Auf rund 4.000 Quadratmetern Fertigungsfläche stehen modernste Produktionsanlagen für höchste Qualitätsansprüche zur Verfügung. Die Kapazitäten sind vom Start weg voll ausgelastet: Zurzeit fertigt Dürr in Quingpu für verschiedene Systemaufträge internationaler Automobil-Joint-Ventures, aber auch für Aufträge chinesischer Hersteller und Zulieferer.

Kostengünstiger und schneller

Mit dem neuen Werk kann Dürr nicht nur kostengünstiger produzieren und schneller liefern, sondern auch den in China gefertigten Anteil seiner Anlagen, den so genannten „Local Content“, erhöhen. Dies ist in den Beziehungen zum chinesischen Markt ein wichtiger Pluspunkt. „Die zusätzlichen Kapazitäten nutzen wir auch als Basis, um das Geschäft in Nachbarregionen auszubauen“, sagte Reiner Schmid, Managing Dircector von Dürr in China. Bereits heute liefert das Werk Quingpu zum Beispiel für Aufträge von Dürr in Australien. Die internationale Arbeitsteilung ist ein wesentlicher Bestandteil des konzernweiten Verbesserungsprogramms FOCUS, das Dürr im August auf den Weg gebracht hat.

Mitarbeiterzahl deutlich erhöht

Als Ausrüster der Automobilindustrie nimmt Dürr im schnell wachsenden chinesischen Markt führende Positionen ein. Dürr ließ sich 1985 in China nieder, um eine Lackiererei für Volkswagen zu bauen. Heute zählt der Konzern alle großen Automobil-Joint-Ventures und chinesischen Hersteller zu seinen Kunden. Die Gesellschaft Dürr Paintshop Systems Engineering Co. Ltd., Schanghai, zu der das Werk Quingpu gehört, hat rund 135 Mitarbeiter. Weitere rund 300 Beschäftigte arbeiten unter dem Markennamen Schenck in den Messtechnik-Aktivitäten von Dürr. Auch Schenck ist seit 1985 direkt in China vertreten. Über die Schenck Shanghai Machinery Corp. (SSM) verfügt Dürr zum Beispiel über eine starke Position in der Auswuchttechnik. SSM beliefert nicht nur Kunden in China, sondern produziert auch für den Weltmarkt. Allein im letzten Jahr hat Dürr die Mitarbeiterzahl im chancenreichen chinesischen Markt um 45 % erhöht. Im Geschäftsjahr 2004 entfielen bereits 10 % des Konzernumsatzes auf den chinesischen Markt.

Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Anbieter von Produktionssystemen sowie von Modulen und Komponenten auf dem Gebiet der Mess- und Prozesstechnik. Das Unternehmen konzentriert sich auf sein Kerngeschäft in den Bereichen Lackiertechnik mit Schwerpunkt Roboter- und Applikationstechnik, Endmontage- und Automatisierungstechnik, Umwelt- und Energietechnik sowie Maschinenbau. Hauptkundenbereiche sind die Automobil- und Zulieferindustrie sowie die allgemeine Industrie. Im Geschäftsjahr 2004 erzielte Dürr mit rund 7.300 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,9 Mrd. €.


 

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