Dürr baut Asiengeschäft aus

15.12.2006

  • Großaufträge aus China und Indien
  • Auftragseingang aus Asien soll 2006 um knapp 70% zulegen

Stuttgart, 15. Dezember 2006 – Der Dürr-Konzern hat im Dezember vom südkoreanischen Automobilhersteller Hyundai einen Auftrag im Wert von 57 Mio. € über Planung und Bau einer Lackiererei in Peking erhalten. Bereits im November bestellte ein indischer Fahrzeughersteller ebenfalls eine neue Lackiererei für 27 Mio. €. Vor diesem Hintergrund geht Dürr davon aus, dass sich der Auftragseingang aus Asien im Jahr 2006 um knapp 70% auf rund 400 Mio. € erhöht.

Gemessen am Konzernumsatz von rund 1,4 Mrd. € entfallen damit bereits 30% des Geschäftsvolumens auf Asien. Auch zukünftig erwarten Experten starke Zuwächse der Automobilproduktion in Asien. Für China wird mit einem Wachstum von rund 70% in den kommenden fünf Jahren gerechnet, für Indien soll das Plus knapp 60% betragen. Angesichts dessen geht Dürr auch für das Jahr 2007 von einem guten Geschäftsverlauf in Asien aus. „Neben den etablierten Automobilkonzernen spielen neue, expandierende Anbieter aus den Wachstumsmärkten selbst eine zunehmend wichtige Rolle. Von dieser zusätzlichen Nachfrage können wir durch unsere direkte Präsenz vor Ort profitieren“, sagte Ralf Dieter, Vorsitzender des Vorstands der Dürr AG.

Den Auftrag von Hyundai in Peking wickelt Dürr gemeinsam mit dem zum Hyundai-Konzern gehörenden Anlagenbauer Rotem ab. Dabei hat Dürr die technische Federführung, ist für die gesamte Konstruktion verantwortlich und liefert den Großteil der Anlagentechnik. Die Montage der neuen Lackieranlagen beginnt im April nächsten Jahres, bereits Ende 2007 will Hyundai mit der Produktion beginnen. Das Projekt in Peking ist bereits der dritte Großauftrag, den Dürr in diesem Jahr von Hyundai bzw. dem Schwesterkonzern Kia erhalten hat. Zuvor hatte der südkoreanische Konzern Lackierereien für seine Werke Yancheng, China, (Juni) und Chennai, Indien, (Januar) bestellt. In China wickelt Dürr zurzeit weitere Lackiertechnik-Großprojekte für das Joint-Venture Dongfeng Peugeot Citroën sowie für einen chinesischen Autohersteller ab.

Bei dem 27 Mio. €-Projekt in Indien handelt es sich um eine Lackiererei für LKW. Ab Mai 2008 will der Kunde in der neuen Anlage Modelle lackieren, die hauptsächlich auf dem heimischen Markt angeboten werden.

Neben der Lackiertechnik, dem größten Geschäftszweig von Dürr, verzeichnen auch die anderen Bereiche des Konzerns eine wachsende Nachfrage aus Asien. In der Auswucht- und Diagnosetechnik zum Beispiel dürfte der Anteil des Asiengeschäfts gemessen am Auftragseingang im Jahr 2006 38% betragen. Hier macht sich nicht zuletzt die starke Nachfrage nach Auswuchtanlagen für den wachsenden Kraftwerkssektor bemerkbar.

Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten, Systemen und Dienstleistungen für die Automobilfertigung. Das Angebot umfasst wesentliche Fertigungsstufen eines Fahrzeugs: Als Systemanbieter plant und baut Dürr Lackierereien und Endmontagewerke. Darüber hinaus liefert Dürr Reinigungs- und Filtrationsanlagen für die Produktion von Motoren- und Getriebekomponenten sowie Diagnose- und Auswucht-systeme für Fahrzeugkomponenten. Rund 90% des Konzernumsatzes entfallen auf das Geschäft mit Automobilherstellern und -zulieferern. Weitere wichtige Kundengruppen von Dürr sind der Maschinenbau sowie die Chemie-, Pharma-, Beschichtungs- und Luftfahrtindustrie.


 

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