Geschäftszahlen (IFRS) 1. Januar bis 31. März 2006 - Dürr startet gut ins Jahr 2006

11.05.2006

  • Auftragseingang deutlich über Vorjahresquartal
  • Ergebnis verbessert zum Vorjahr - aber durch FOCUS-Implementierung noch belastet
  • Umsetzung des Konzernprogramms FOCUS voll im Plan

Der Auftragseingang des Dürr-Konzerns stieg in den ersten drei Monaten 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 33% auf 429,9 Mio. € an. Diese Verbesserung wurde vom Zuwachs im Unternehmensbereich Paint and Assembly Systems getragen. Hervorzuheben ist hierbei der Anstieg des Asiengeschäfts mit knapp 40% am Gesamtauftragseingang im ersten Quartal 2006. Der Umsatzbeitrag Asiens lag im Jahr 2005 bei lediglich 12,5%. Dagegen blieb die Investitionstätigkeit in der nord-amerikanischen Automobilindustrie verhalten, wenn gleich es Dürr gelungen ist, einen größeren Modernisierungsauftrag zu gewinnen. Positiv verlief auch der Auftragseingang im Robotergeschäft des Geschäftsbereichs Application Technology.

Der Konzernumsatz nahm in den ersten drei Monaten 2006 um 5,5% auf 309,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert (Q1 2005: 293,3 Mio. € ) zu. Der Auftragsbestand lag am 31. März 2006 bei 840,2 Mio. € (31. März 2005: 918,9 Mio. € ), gegenüber dem Jahresendstand 2005 steigerte sich der Auftragsbestand jedoch um 116,7 Mio. € .

Die Bruttomarge erhöhte sich im bisherigen Jahresdurchschnitt um 0,4 Prozentpunkte auf 16,6%. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2006 fielen planmäßige Aufwendungen für FOCUS an, die sich insbesondere in höheren Verwaltungskosten niederschlugen. Diese Kosten lagen in etwa auf gleicher Höhe wie die bereits erzielten Einsparungen und Produktivitätsverbesserungen. Das EBITDA erreichte in den ersten drei Monaten 2006 3,4 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. € ), das EBIT -1,5 Mio. € nach -2,0 Mio. € in der Vorjahresperiode. Das Nettoergebnis betrug -4,6 Mio. € (Vorjahr: -6,5 Mio. € ). Der Zinsaufwand ging gegenüber dem 1. Quartal 2005 um 2,4 Mio. € auf 6,4 Mio. € zurück. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum 31. März 2006 auf 22,4% (31. März 2005: 15,5%). Die flüssigen Mittel blieben mit 120,0 Mio. € gegenüber dem Jahresendstand 2005 nahezu auf dem gleichen Niveau. Die Nettofinanzverschuldung betrug am 31. März 2006 104,1 Mio. € , nach 358,0 Mio. € zum Vorjahresstichtag.

Umsetzung von FOCUS im Plan

Mitte August 2005 hat Dürr das Konzernprogramm FOCUS gestartet, mit dem die Rentabilität und Finanzstruktur nachhaltig verbessert werden soll. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf das Kerngeschäft als Maschinen- und Anlagenbauer für die Automobilindustrie, das 2006 rund 90% zum Konzernumsatz beisteuern wird. Darüber hinaus positioniert sich Dürr mit FOCUS in den Absatzmärkten optimal und erschließt das vorhandene Wachstumspotenzial der weltweiten Automobilmärkte. Zum Jahresende 2005 wurde die finanzielle Restrukturierung abgeschlossen. Ralf Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG zum aktuellen Stand von FOCUS: - Am 31. März 2006 waren 8 von 30 FOCUS-Projekten abgeschlossen. Alle weiteren Projekte sind angelaufen. Die Prozessverbesserungen kommen gut voran. Beispielsweise streben wir bei den Durchlaufzeiten der Projekte bzw. in der Produktion eine Verringerung von bis zu 30% in einzelnen Geschäftsbereichen an. Die Umsetzung wird in den nächsten Quartalen erfolgen. Zum 31. März 2006 reduzierte sich die Mitarbeiterzahl im Rahmen von FOCUS um weitere 219 Personen gegenüber dem Jahresende 2005, nach dem 2005 bereits 332 Stellen abgebaut wurden. Wir sind mit der Umsetzung insgesamt zufrieden. -

Ausblick

 

Dürr geht aufgrund des positiven Nachfragetrends im Modernisierungs- und Service-Geschäft sowie bei Neuanlagen von einem höheren Auftragseingang als im Vorjahr aus. Der Umsatz wird sich in 2006 in etwa auf Vorjahresniveau bewegen, da die Abwicklung der neuen Aufträge aus dem ersten Quartal teilweise bis 2007 dauert. Die wichtigste Aufgabe ist im Jahr 2006 die nachdrückliche Umsetzung von FOCUS. Erste Erfolge des Programms werden sich bereits 2006 einstellen. Auf dieser Basis erwartet Dürr für 2006 eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses. Das Zinsergebnis wird sich gegenüber 2005 verbessern. Insgesamt geht das Unternehmen für 2006 von einem leicht positiven Ergebnis nach Steuern aus. Die mittelfristige Zielrendite beträgt 4% bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern und 8% bezogen auf das EBITDA.

 

Angaben in Mio. €

1. Quartal 2006 1. Quartal 2005

Auftragseingang

429,9

323,3

Auftragsbestand (31. März)

840,2

918,9

 

Umsatz

309,3

293,3

EBITDA

3,4

2,7

EBIT

-1,5

-2,0

Periodenfehlbetrag/-überschuss

-4,6

-6,5

 

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

-27,8

-58,7

Cashflow aus Investitionstätigkeit

19,1

-4,0

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

4,7

63,7

 

Bilanzsumme (31. März)

1.083,3

1.290,4

Eigenkapital (ohne Fremdanteile) (31. März)

241,6

223,1

Nettofinanzverschuldung (31. März)

104,1

358,0

Net Working Capital (31. März)

166,7

156,2

 

Mitarbeiter zum Periodenende (31. März)

5.792

6.164

 

 

Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten des Dürr-Konzerns. Der veräußerte Geschäftsbereich Measuring and Process Technologies ist in den Zahlen der Bilanz des 1. Quartals 2005 enthalten, nicht jedoch in den GuV- und Cashflow-Positionen; dies basiert auf einer Regelung des IFRS 5.

 

Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten, Systemen und Dienstleistungen für die Automobilfertigung. Das Angebot umfasst wesentliche Fertigungsstufen eines Fahrzeugs: Als Systemanbieter plant und baut Dürr Lackierereien und Endmontagewerke. Darüber hinaus liefert Dürr Reinigungs- und Filtrationsanlagen für die Produktion von Motoren- und Getriebekomponenten sowie Diagnose- und Auswuchtsysteme für Fahrzeugkomponenten und die allgemeine Industrie.

 


 

Dürr AG
Corporate Communications und Investor Relations
Günter Dielmann
Telefon +49 711 136-1785
Telefax +49 711 136-1034


corpcom(at)durr.com