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Dürr erzielt hohen Auftragseingang im ersten Quartal

16.05.2018

•    Vergleichbarer Auftragseingang um 5 % gestiegen
•    Vergleichbarer Umsatz um 4 % gestiegen
•    Jahresprognose bestätigt
•    Zunehmende Umsatz- und Ergebnisdynamik im Jahresverlauf erwartet
•    Projekt-Pipeline gut gefüllt

Bietigheim-Bissingen, 16. Mai 2018 – Dürr hat seinen positiven Trend beim Auftragseingang im ersten Quartal 2018 fortgesetzt. Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um den Verkauf von Dürr Ecoclean (industrielle Reinigungstechnik) und negative Wechselkurseffekte, lagen die Bestellungen 4,6 % über dem Rekordwert des ersten Quartals 2017. Absolut ergab sich ein leichter Rückgang um 2,4 % auf 1.019,1 Mio. €. Der Umsatz wuchs auf vergleichbarer Basis um 4,2 %, absolut erreichte er 840,1 Mio. € (-5,6 %). Das operative EBIT (bereinigt um Verkaufsertrag Dürr Ecoclean, Sonder- und Wechselkurseffekte) erreichte 55,6 Mio. € nach 65,7 Mio. € im Vorjahr (-15,4 %). Zusätzlich bereinigt um den im Vorjahr noch enthaltenen EBIT-Beitrag aus dem Ecoclean-Geschäft (3,5 Mio. €), sank das operative EBIT um 8,3 %. Der Rückgang entfiel vor allem auf den Lackieranlagenbau der Division Paint and Final Assembly Systems. Dort hat Dürr nun das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 gestartet, damit die Division wieder die alte Ertragsstärke erreicht. Zudem konnte HOMAG Umsatz und EBIT vorübergehend nicht steigern, da eine Software-Einführung am Hauptstandort Schopfloch eine längere Betriebspause erforderte. Für das Gesamtjahr 2018 ist Dürr zuversichtlich und bestätigt seine Prognose. Vorstandschef Ralf W. Dieter: „Wir werden im weiteren Jahresverlauf bei Umsatz und Ergebnis zulegen. Das gilt besonders für die HOMAG Group, die über einen Rekordauftragsbestand verfügt. Daher sind wir zuversichtlich, unsere Ziele für 2018 zu erreichen.“

Den höchsten Auftragseingang im Konzern erzielte die HOMAG Group. Sie stellte mit Orders im Wert von 415 Mio. € einen neuen Quartalsrekord auf. Im März erhielt HOMAG den größten Auftrag der Firmengeschichte im Wert von über 60 Mio. €. Für den Möbelhersteller Forte realisiert HOMAG in Polen eine Smart Factory mit mehreren Produktionslinien und über 80 Einzelmaschinen. Ralf W. Dieter: „Dieses wegweisende Projekt zeigt, wie Möbel zukünftig industriell gefertigt werden: digital vernetzt, hochautomatisiert und in Losgröße 1. Dafür hat HOMAG genau die richtigen Lösungen.“

Auch das Geschäft mit Lackierrobotern verlief im ersten Quartal gut. Die zuständige Division Application Technology konnte Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis abermals steigern. In China verzeichnete der Dürr-Konzern weitere Nachfragezuwächse. Nachdem der Auftragseingang dort im Jahr 2017 um 27,7 % zugelegt hatte, ergab sich im ersten Quartal ein Plus von 19,2 %. In Europa war die Nachfrage auf hohem Niveau konstant. Rückgängen in Nordamerika standen Bestellzuwächse in Emerging Markets wie zum Beispiel Vietnam gegenüber.

Das EBIT nach Sondereffekten blieb mit 51,1 Mio. € erwartungsgemäß hinter dem Vorjahreswert zurück (86,2 Mio. €). Allerdings war im ersten Quartal 2017 ein hoher Sonderertrag von 20,5 Mio. € angefallen, der unter anderem den Buchgewinn aus dem Verkauf von Dürr Ecoclean enthalten hatte. Im ersten Quartal 2018 wurde das Ergebnis dagegen von Sonderaufwendungen in Höhe von 4,5 Mio. € belastet. Das Ergebnis nach Steuern sank vor allem infolge des Ecoclean-Effekts auf 34,5 Mio. € (Q1 2017: 61,4 Mio. €).

Das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 für den Lackieranlagenbau  ist planmäßig angelaufen. Durch schlankere Prozesse, niedrigere Produktkosten, Service-Wachstum und eine effizientere Organisation soll die Division Paint and Final Assembly Systems im Jahr 2020 wieder das EBIT-Margenziel von 6 bis 7 % erreichen.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigerte Dürr im ersten Quartal 2018 um 8,5 % auf 30,9 Mio. €. Den Innovationsschwerpunkt bildete die Digitalisierung. Unter anderem startete Dürr den neuen Online-Marktplatz LOXEO, auf dem sich Kunden Apps für die Produktionsoptimierung herunterladen können.

Der operative Cashflow unterschritt mit -76,3 Mio. € den Vorjahreswert ( 4,1 Mio. €). Ein Grund waren höhere Vorräte, um das Risiko kurzfristiger Lieferengpässe bei stark ausgelasteten Lieferanten zu umgehen. Finanzvorstand Carlo Crosetto gab für das Gesamtjahr aber einen positiven Ausblick: „Wir erwarten in den kommenden Quartalen hohe Zahlungseingänge aus Projekten mit der Automobilindustrie. Daher rechnen wir für 2018 mit einem deutlich höheren Cashflow als im Vorjahr.“ Der Nettofinanzstatus war Ende März 2018 mit 94,1 Mio. € positiv. Das Eigenkapital wuchs gegenüber dem 31. März 2017 um 4,8 % auf 926,8 Mio. €, die Eigenkapitalquote stieg von 25,0 auf 26,7 %.

Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich seit dem 31. März 2017 um 5,3 % auf 15.153. In den Emerging Markets, wo 4.824 Mitarbeiter tätig sind, stieg sie um 9,6 %. In Deutschland hat Dürr 7.925 Mitarbeiter, das sind 52,3 % der Konzernbelegschaft.

Ausblick
Die Projekt-Pipeline mit bevorstehenden Investitionsprojekten der Automobilindustrie hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Auch die Nachfrage der Möbelindustrie ist hoch. Aus heutiger Sicht erwartet Dürr für 2018 einen Umsatz von 3,7 bis 3,9 Mrd. €. Damit wird der Umsatz voraussichtlich höher ausfallen als 2017, obwohl die veräußerte Ecoclean-Gruppe im ersten Quartal 2017 noch 45,8 Mio. € beisteuerte. Der Auftragseingang soll 3,6 bis 3,9 Mrd. € erreichen. Bei Paint and Final Assembly Systems (Lackier- und Endmontagelinien) könnte das Bestellvolumen infolge der Fokussierung auf Aufträge mit höherem Wertbeitrag etwas sinken. Die um Sondereffekte bereinigte EBIT-Marge des Konzerns dürfte im Jahr 2018 7,4 bis 7,8 % erreichen und damit auf dem Vorjahresniveau liegen. Nach Sondereffekten soll die EBIT-Marge eine Bandbreite von 7,0 bis 7,5 % erreichen. Zu berücksichtigen ist, dass das EBIT im Jahr 2017 positive Sondereffekte enthielt (7,8 Mio. €). Für 2018 erwartet Dürr aus heutiger Sicht Sonderaufwendungen von voraussichtlich 15 bis 20 Mio. €, davon dürften 5 bis 10 Mio. € auf FOCUS 2.0 entfallen.

Hinweis: Die in dieser Meldung gezeigten Vergleichswerte für das erste Quartal 2017 wurden im Zuge der Erstanwendung des neuen Rechnungs-legungsstandards IFRS 15 im Vergleich zum ursprünglichen Ausweis angepasst.

KENNZAHLEN Dürr-Konzern (IFRS)    Q1 2018
Mio. €
Q1
2018
Q1 2017
angepasst*
Δ (%)
Auftragseingang1.019,11.044,5-2,4 %
Auftragsbestand (31.3.)2.705,32.636,72,6 %
Umsatz840,1890,3-5,6 %
Bruttoergebnis198,6217,3-8,6 %
Forschungs- und Entwicklungskosten30,928,58,5 %
EBITDA (Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen)71,1105,0-32,3 %
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern)51,186,2-40,7 %
EBIT vor Sondereffekten255,665,7-15,4 %
Ergebnis nach Steuern34,561,4-43,8 %
Bruttomarge in %23,624,4-0,8 %-Pkte
EBIT-Marge in %6,19,7-3,6 %-Pkte
EBIT-Marge vor Sondereffekten26,67,4-0,8 %-Pkte
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow)-76,3-4,1-
Free Cashflow-97,1-30,6-
Investitionen (ohne Akquisitionen)12,918,4-29,7 %
Bilanzsumme (31.3.)3.466,43.535,9-2,0 %
Eigenkapital (einschl. nicht beherrschende Anteile) (31.3.)926,8844,74,8 %
Eigenkapitalquote (31.3.) in %26,725,01,7 %-Pkte
ROCE (Return on Capital Employed, annualisiert) in % 24,137,83-13,6 %-Pkte
Nettofinanzstatus (31.3.)94,1245,3-61,6 %

Net Working Capital (31.3.)
469,5288,762,6 %
Mitarbeiter (31.3.)15.15314.3935,3 %
Paint and Final Assembly Systems
Mio. €
Q1
2018
Q1 2017
angepasst*
Δ (%)
Auftragseingang274,2268,32,2 %
Umsatz270,2275,4-1,9 %
EBIT12,417,0-26,7 %
Mitarbeiter (31.3.)3.4353.3672,0 %
Application Technology
Mio. €
Q1
2018
Q1 2017
angepasst*
Δ (%)
Auftragseingang168,6157,17,3 %
Umsatz145,5134,28,5 %
EBIT15,213,98,8 %
Mitarbeiter (31.3.)2.1121.9538,1 %
Clean Technology Systems Measuring and Process Systems
Mio. €
Q1
2018
Q1 2017
angepasst*
Δ (%)
Auftragseingang57,656,61,9 %
Umsatz30,338,6-21,5 %
EBIT-1,00,4-
Mitarbeiter (31.3.)6015734,9 %
Measuring and Process Systems
Mio. €
Q1
2018
Q1 2017
angepasst*
Δ (%)
Auftragseingang103,4161,7-36,0 %
Umsatz99,4145,4-31,7 %
EBIT10,414,4-27,5 %
Mitarbeiter (31.3.)2.3172.2244,2 %
Woodworking Machinery and Systems
Mio. €
Q1
2018
Q1 2017
angepasst*
Δ (%)
Auftragseingang415,2400,93,6%
Umsatz294,6296,8-0,7%
EBIT19,720,3-2,8%
Mitarbeiter (31.3.)6.4846.0836,6%

Aufgrund von Rundungen können sich in der vorliegenden Mitteilung bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

* Die in dieser Meldung gezeigten Vergleichswerte für das erste Quartal 2017 wurden im Zuge der  Erstanwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 im Vergleich zum ursprünglichen Ausweis angepasst.

2 Sondereffekte Q1 2018: -4,5 Mio. € (-2,2 Mio. € Kaufpreisallokation HOMAG Group, -2,3 Mio. € Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 bei Paint and Final Assembly Systems), Q1 2017: +20,5 Mio.
3 bereinigt um Dürr Ecoclean

Dürr ist ein weltweit führender Maschinen- und Anlagenbauer mit ausgeprägter Kompetenz in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung/Industrie 4.0. Produkte, Systeme und Services des Konzerns ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Neben der Automobilindustrie beliefert Dürr auch Branchen wie den Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie und die holzbearbeitende Industrie. Dürr verfügt über 92 Standorte in 31 Ländern. Im Jahr 2017 erzielte der Konzern einen Umsatz von 3,72 Mrd. €. Der Konzern beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter und agiert mit fünf Divisions am Markt:

    • Paint and Final Assembly Systems: Lackierereien und Endmontagewerke für die Automobilindustrie
    • Application Technology: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen
    • Clean Technology Systems: Abluftreinigungsanlagen und Energieeffizienztechnik
    • Measuring and Process Systems: Auswuchtanlagen sowie Montage-, Prüf- und Befülltechnik
    • Woodworking Machinery and Systems: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie

Diese Veröffentlichung wurde von der Dürr AG/dem Dürr-Konzern („Dürr“) selbstständig erstellt und kann Aussagen zu wichtigen Themen wie Strategie, zukünftigen finanziellen Ergebnissen, Ereignissen, Marktpositionen und Produktentwicklungen enthalten. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind – wie jedes unternehmerische Handeln in einem globalen Umfeld – stets mit Unsicherheit verbunden. Sie unterliegen einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die in Veröffentlichungen von Dürr, insbesondere im Abschnitt „Risiken“ des Geschäftsberichts, beschrieben werden, sich aber nicht auf diese beschränken. Sollten sich eine(s) oder mehrere dieser Risiken, Ungewissheiten oder andere Faktoren realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen von Dürr wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die als zukunftsgerichtete Aussagen formuliert wurden. Zukunftsgerichtete Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie „erwarten“, „wollen“, „ausgehen“, „rechnen mit“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, „werden“ und „vorhersagen“ oder an ähnlichen Begriffen. Dürr übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen ständig zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Aussagen zu Marktpositionen basieren auf den Einschätzungen des Managements und werden durch externe, spezialisierte Agenturen unterstützt.

Unsere Finanzberichte, Präsentationen, Presse- und Ad-hoc-Meldungen können alternative Leistungskennzahlen enthalten. Diese Kennzahlen sind nach den IFRS (International Financial Reporting Standards) nicht definiert. Bitte bewerten Sie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Dürr nicht ausschließlich auf Basis dieser ergänzenden Finanzkennzahlen. Sie ersetzen keinesfalls die im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit den IFRS ermittelten Finanzkennzahlen. Die Ermittlung der alternativen Leistungskennzahlen kann auch bei gleicher oder ähnlicher Bezeichnung von Unternehmen zu Unternehmen abweichen. Weitere Informationen zu den bei Dürr verwendeten alternativen Leistungskennzahlen finden Sie im Finanzglossar auf der Dürr-Webseite.

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