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Dürr entwickelt innovatives Konzept für die Mensch-Roboter-Kollaboration

18.11.2015

Bietigheim-Bissingen, 18. November 2015 – Die Mensch-Roboter-Kollaboration – kurz MRK – ist ein neuer Trend in der industriellen Produktion. Dabei übernehmen Facharbeiter und Roboter gemeinsam einen Produktionsschritt und bringen ihre jeweiligen Stärken ein. Dürr hat nun eines der ersten MRK-Konzepte für die Automobilfertigung vorgestellt. Beim Einkleben von Kraftstofftanks in der Fahrzeugendmontage erhöht es die Qualität, spart Zeit und senkt die Stückkosten.

Der Rohbau und die Lackierung von Autos sind heutzutage stark automatisiert. Gut 100 Roboter arbeiten in einer modernen Lackiererei von Dürr. Endmontagewerke weisen dagegen einen deutlich geringeren Automatisierungsgrad auf, da viele Arbeitsabläufe komplex sind und Flexibilität erfordern. Durch innovative MRK-Konzepte verspricht sich die Automobilindustrie einen Schub bei der Automatisierung der Endmontage und damit eine höhere Produktionseffizienz.

Bei der MRK-Lösung von Dürr für den Tankeinbau führt ein Facharbeiter den Tank an den Arbeitsplatz und reinigt ihn. Dann übernimmt der mit einem Applikator für Klebstoff ausgestattete Roboter. In der vorgegebenen Taktzeit bringt er eine Kleberaupe auf die Umrandung des Tanks auf. Sensoren wachen darüber, dass die Kleberaupe absolut gleichmäßig ist. Danach fixiert der Facharbeiter den Tank exakt in der Karosserie.

Die Roboterzelle für diesen Prozess hat Dürr komplett entwickelt. Dazu zählen zum Beispiel die Materialversorgung, die Dosiertechnik für einen geregelten Klebefluss sowie die Steuerungseinheit. Das Thema Sicherheit wird besonders groß geschrieben. Der Roboter ist so platziert, dass ein Kontakt mit dem menschlichen Kollegen so gut wie ausgeschlossen ist. Sollte es doch dazu kommen, steht der mit zahlreichen Sensoren ausgestattete Roboter innerhalb von Millisekunden still. Der Roboter agiert langsam, mit abgerundeten Komponenten und stets unterhalb des Kopf- und Brustbereichs.

Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: „Wir sehen großes Potenzial für Konzepte zur Mensch-Roboter-Kollaboration. Unsere Kunden profitieren von geringeren Stückkosten, die Werker in der Endmontage werden physisch entlastet und können sich auf anspruchsvolle Tätigkeiten konzentrieren, die situatives Denken und Flexibilität erfordern.“ 

 

Der Dürr-Konzern zählt zu den weltweit führenden Maschinen- und Anlagenbauern. Produkte, Systeme und Services von Dürr ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Rund 60% des Umsatzes entfallen auf das Geschäft mit Automobilherstellern und -zulieferern. Weitere Abnehmerbranchen sind zum Beispiel der Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie und – seit der Übernahme der HOMAG Group AG im Oktober 2014 – die holzbearbeitende Industrie. Dürr verfügt über 92 Standorte in 28 Ländern. Im Jahr 2015 strebt der Konzern mit rund 14.700 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,6 bis 3,7 Mrd. € an. Der Konzern agiert mit fünf Divisions am Markt:

  • Paint and Final Assembly Systems: Lackierereien und Endmontagewerke für die Automobilindustrie
  • Application Technology: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen
  • Measuring and Process Systems: Auswucht- und Reinigungsanlagen sowie Prüf- und Befülltechnik
  • Clean Technology Systems: Abluftreinigungsanlagen und Energieeffizienztechnik
  • Woodworking Machinery and Systems: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie

Dürr AG
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