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Dürr mit sehr gutem Auftragseingang in das neue Jahr gestartet

12.05.2016

Geschäftszahlen erstes Quartal 2016

  • Bestellvolumen um 17 % gestiegen, Zuwächse in allen Divisions
  • Book-to-Bill-Ratio von 1,3
  • Umsatz auf Vorjahresniveau (wechselkursbereinigt)
  • Ergebnis nach Steuern mehr als verdoppelt, EBIT: +24 %

Bietigheim-Bissingen, 12. Mai 2016 – Dürr hat im ersten Quartal 2016 einen überdurchschnittlich hohen Auftragseingang von 1.048,5 Mio. € erzielt. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Bestellvolumen um 17 %. Bei einem knapp konstanten Umsatz von 825,2 Mio. € (-2,8 %) verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern von 17,0 Mio. € auf 38,6 Mio. € (+128 %). Hauptgrund dafür war der Wegfall steuerlicher Sonderbelastungen, die im Vorjahreszeitraum infolge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group entstanden waren. Das EBIT stieg um 24 % auf 58,7 Mio. €, die EBIT-Marge lag mit 7,1 % (Vorjahr: 5,6 %) bereits im ersten Quartal in der für das Gesamtjahr 2016 angestrebten Bandbreite von 7,0 bis 7,5 %. Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: „Dürr ist sehr gut in das Jahr gestartet. Besonders hoch war die Nachfrage in Nordamerika und Europa. In China ist die Auftragspipeline gut gefüllt, hier zeichnet sich auch eine Zunahme der Investitionen in Produktionsanlagen für Elektroautos ab.“

Der hohe Auftragseingang im ersten Quartal wurde von Zuwächsen in allen fünf Divisions getragen. Das höchste Plus verzeichnete die Robotersparte Application Technology mit 27,5 %. Die 2014 erworbene HOMAG Group (Holzbearbeitungssysteme) setzte ihre positive Entwicklung fort und übertraf den Rekordauftragseingang des ersten Quartals 2015 um 6,4 %.

Bereinigt um Wechselkurseffekte erreichte der Konzernumsatz im ersten Quartal 2016 den Vorjahreswert. Die Book-to-Bill-Ratio, also das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, erreichte mit 1,3 einen hohen Wert. Im Service setzte Dürr seinen Wachstumskurs fort und steigerte den Umsatz um 7,9 % auf 230,7 Mio. €; dies entspricht einem Anteil von 28 % am Konzernumsatz.

Das EBIT von 58,7 Mio. € enthält verringerte Sonderaufwendungen für die HOMAG-Kaufpreisallokation (2,2 Mio. €, Q1 2015: 11,5 Mio. €) sowie einen Ertrag (5,1 Mio. €) aus dem Verkauf einer Immobilie in den USA.

Die Investitionen und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) erhöhte Dürr im ersten Quartal 2016 um jeweils 13 %. Einen Schwerpunkt im F&E-Bereich bildete das Thema Industrie 4.0. Das Finanzergebnis verbesserte sich von -11,5 Mio. € auf -3,0 Mio. €. Auch hier machten sich geringere Sonderaufwendungen infolge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit HOMAG bemerkbar. Zudem sank der Zinsaufwand, da HOMAG statt einer externen Kreditvereinbarung nun die günstigere Konzernfinanzierung von Dürr nutzt.

Der operative Cashflow von -2,5 Mio. € war davon geprägt, dass ein weiterer Teil der außergewöhnlich hohen Anzahlungen, die Dürr von Kunden erhalten hatte, plangemäß in die Auftragsabwicklung floss. Die Eigenkapitalquote stieg auf 25,4 %. Zum 31. März 2015 war sie durch einen Sondereffekt infolge der HOMAG-Übernahme vorübergehend auf 20,9 % gesunken. Die flüssigen Mittel lagen Ende März 2016 bei 420 Mio. €. Weitere 300 Mio. € erhielt Dürr im April durch die Emission eines Schuldscheindarlehens. Finanzvorstand Ralph Heuwing: „Unsere Bilanz ist grundsolide. Wir verfügen über ausreichende Mittel, um weiter in das Wachstum von Dürr zu investieren – auch durch Akquisitionen.“

Seit Ende März 2015 wuchs die Konzernbelegschaft um 5,4 % auf 14.985 Mitarbeiter. In den Emerging Markets (4.471 Mitarbeiter) betrug der Anstieg 8,3 %. In Deutschland beschäftigt Dürr 8.071 Mitarbeiter.

Ausblick

Für das Gesamtjahr 2016 erwartet Dürr einen Umsatz von 3,4 bis 3,6 Mrd. €. Dies bedeutet einen moderaten Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert, der durch nachgeholte Umsätze aus 2014 außergewöhnlich hoch ausgefallen war. Der Auftragseingang soll 3,3 bis 3,6 Mrd. € erreichen. Daher dürfte sich der Auftragsbestand gegenüber dem Jahresende 2015 (2,47 Mrd. €) wenig verändern und 2,2 bis 2,6 Mrd. € erreichen. Das EBIT soll 2016 aus heutiger Sicht in etwa das Rekordniveau des Jahres 2015 erreichen. Die EBIT-Marge dürfte damit erneut zwischen 7,0 und 7,5 % liegen. Ralf W. Dieter: „Nach dem guten Auftaktquartal bestätigen wir unsere Prognose für 2016. Aus heutiger Sicht spricht vieles dafür, dass wir jeweils den oberen Bereich unserer Zielbandbreiten erreichen.“

DÜRR-KONZERN1
in Mio. €Q1 2016Q1 2015∆ in %
Auftragseingang1.048,5895,517,1
Auftragsbestand (31.3.)2.641,92.904,7-9,0
Umsatz825,2849,2-2,8
Bruttoergebnis195,1181,57,5
Forschungs- und Entwicklungskosten23,921,212,7
EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern)77,970,810,0
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern)58,747,423,8
Ergebnis nach Steuern38,617,0127,6
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow)-2,539,6-
Free Cashflow-22,122,3-
Investitionen (ohne Akquisitionen)19,717,313,8
Bilanzsumme (31.3.)2.918,13.096,7-5,8
Eigenkapital (einschl. nicht beherrschende Anteile) (31.3.)740,7646,214,6
Eigenkapitalquote (31.3.) (in %)25,420,94,5
%-Punkte
Nettofinanzstatus (31.3.)89,1220,2-59,6
Net Working Capital (31.3.)256,8113,2126,9
ROCE (Return on Capital Employed, annualisiert, in %)35,542,8-7,3
%-Punkte
Mitarbeiter (31.3.)14.98514.2205,4
Ergebnis je Aktie (in €)1,090,48127,1
Paint and Final Assembly Systems
in Mio. €Q1 2016Q1 2015∆ in %
Auftragseingang335,9278,920,4
Umsatz290,4297,9-2,5
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern) 19,323,1-16,3
Mitarbeiter (31.3.)3.4043.1189,2
Application Technology
in Mio. €Q1 2016Q1 2015∆ in %
Auftragseingang170,3133,627,5
Umsatz119,2130,1-8,4
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern) 17,313,033,0
Mitarbeiter (31.3.)1.8861.8183,7
Measuring and Process Systems
in Mio. €Q1 2016Q1 2015∆ in %
Auftragseingang194,5161,920,1
Umsatz123,2136,6-9,8
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern)9,612,5-23,0
Mitarbeiter (31.3.)3.0362.9114,3
Clean Technology Systems
in Mio. €Q1 2016Q1 2015∆ in %
Auftragseingang42,333,626,1
Umsatz32,829,99,9
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern) 0,30,5-34,9
Mitarbeiter (31.3.)5174749,1
Woodworking Machinery and Systems
in Mio. €Q1 2016Q1 2015∆ in %
Auftragseingang305,5287,26,4
Umsatz259,6254,32,1
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern) 14,30,9-
Mitarbeiter (31.3.)5.9465.7054,2


1
Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

 

Der Dürr-Konzern zählt zu den weltweit führenden Maschinen- und Anlagenbauern. Produkte, Systeme und Services von Dürr ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Rund 60 % des Umsatzes entfallen auf das Geschäft mit Automobilherstellern und -zulieferern. Weitere Abnehmerbranchen sind zum Beispiel der Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie und – seit der Übernahme der HOMAG Group AG im Oktober 2014 – die holzbearbeitende Industrie. Dürr verfügt über 92 Standorte in 28 Ländern. Im Jahr 2015 erzielte der Konzern mit knapp 15.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,77 Mrd. €. Der Konzern agiert mit fünf Divisions am Markt:

  • Paint and Final Assembly Systems: Lackierereien und Endmontagewerke für die Automobilindustrie
  • Application Technology: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen
  • Measuring and Process Systems: Auswucht- und Reinigungsanlagen sowie Prüf- und Befülltechnik
  • Clean Technology Systems: Abluftreinigungsanlagen und Energieeffizienztechnik
  • Woodworking Machinery and Systems: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie

Dürr AG
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