Sechstausendster Dürr-Lackierroboter verkauft
16.11.2011
Bietigheim-Bissingen, 16. November 2011 – Dürr bleibt in der Robotertechnik auf Erfolgskurs. Im September erhielt der Konzern die sechstausendste Bestellung für seinen EcoRP-Lackierroboter, nachdem er bereits im Februar 2011 die Fünftausender-Marke überschritten hatte. Der sechstausendste Roboter wird zusammen mit drei „Kollegen“ bei Ford in Craiova (Rumänien) installiert. Im Geschäftsjahr 2011 wird der Bereich Application Technology, in dem Dürr die Roboter- und Applikationstechnik bündelt, seinen Umsatz voraussichtlich von 270 auf 400 Mio. € steigern. Hintergrund ist die starke Nachfrage der Automobilindustrie.
Mit über 6.000 verkauften Exemplaren in 34 Ländern ist der Dürr EcoRP seit seiner Markteinführung der erfolgreichste Lackierroboter der Welt. Bereits Mitte der 1990er-Jahre begann Dürr im Technologiezentrum Bietigheim-Bissingen mit der Entwicklungsarbeit. 1998 wurden die ersten Lackierroboter in Automobilwerken installiert.
Dr. Hans Schumacher, Leiter Application Technology bei Dürr: „In der Automobilindustrie stehen Lackierroboter von Dürr für mehr Flexibilität, sekundenschnelle Farbwechsel und reproduzierbare Ergebnisse in höchster Qualität.“ Seit der Markteinführung wurde der Dürr-Roboter zum Schrittmacher für die Automatisierung des Lackauftrags – zunächst bei der Beschichtung der Karosserieaußenhaut und heute auch immer öfter bei der Lackierung von Fahrzeuginnenraum und Anbauteilen.
In deutschen Automobilwerken sorgen mittlerweile über 1.200 Dürr-Roboter für perfekte Oberflächenoptik; in China sind es mehr als 1.000. 2011 wächst der Gesamtmarkt für Lackierroboter in eine neue Größenordnung: Bis Jahresende werden weltweit rund 2.200 Bestellungen erwartet, damit liegt das Marktvolumen über dem Vorkrisenniveau von circa 1.600 Orders. Dürr ist in diesem Geschäft klarer Weltmarktführer. Basis dafür ist das über Jahrzehnte erworbene Know-how in allen Bereichen des Lackierprozesses. Zudem bietet Dürr als einziges Unternehmen neben den Robotern auch die gesamte Applikations- und Farbversorgungstechnik. Dazu gehören Hightech-Produkte wie elektrostatische Hochrotationszerstäuber, lacksparende Farbwechsler und Software. Handhabungsroboter zum Öffnen von Fahrzeugtüren und -hauben in der Lackierkabine runden das Dürr-Spektrum ab.
Neben der Lackiertechnik ist Dürr Application Technology auch in angrenzenden Gebieten erfolgreich. Für die Schweißnahtversiegelung an Autos sowie für das Aufbringen von Unterbodenschutz und spritzbaren Akustikdämmmatten wurden bereits knapp 1.000 voll ausgerüstete Roboter verkauft. Ein weiteres Wachstumsfeld ist die Klebetechnik zum Fügen von Bauteilen im Rohbau und bei der Montage von Autos.
Ralf Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: „2011 erwarten wir in der Applikationstechnik eine Verdoppelung des Auftragseingangs auf knapp 600 Mio. €. Treiber dafür sind der Kapazitätsausbau in der Automobilindustrie und die fortschreitende Automatisierung des Lackierprozesses.“ Auf dieser Basis soll der Umsatz von Application Technology 2012 weiter steigen.
Ab Ende 2011 wird Application Technology separat als vierter Unternehmensbereich des Dürr-Konzerns ausgewiesen. Beginnend mit dem Geschäftsbericht 2011 werden regelmäßig Geschäftszahlen für Application Technology veröffentlicht. Damit erhöht Dürr die Transparenz seiner Segmentberichterstattung. Die drei weiteren Unternehmensbereiche sind Paint and Assembly Systems (Lackier- und Montageanlagen), Measuring- and Process Systems (Auswucht- und Reinigungstechnik) sowie Clean Technology Systems (Umwelt- und Energieeffizienztechnik).
Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in seinen Tätigkeits-feldern führende Positionen im Weltmarkt einnimmt. Gut 80% des Umsatzes werden im Geschäft mit der Automobilindustrie erzielt. Darüber hinaus beliefert Dürr die Flugzeugindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie mit innovativer Produktions- und Umwelttechnik. Dürr beschäftigt rund 6.700 Mitarbeiter an 49 Standorten in 22 Ländern. Im Geschäftsjahr 2011 erwartet der Konzern einen Umsatz von rund 1,8 Mrd. €.
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