Aktuelle Forschung – Dürr Somac macht fit für Euro-5
Ab dem 1. September 2009 gelten strengere Abgasnormen für Kraftfahrzeuge - insbesondere für Dieselmotoren ist dies eine Herausforderung. Durch Zugabe einer Harnstofflösung wollen die Hersteller den Schadstoffausstoß reduzieren. Dürr Somac entwickelt zurzeit einen neuen Befülladapter für den korrosiven Zusatzstoff.
Um den neuen Abgasvorschriften in Europa und den USA gerecht zu werden, setzen viele Automobilhersteller bei Dieselfahrzeugen auf eine Abgasnachbehandlung mit wässriger Harnstofflösung (AdBlue). Der dort gelöste Ammoniak, der durch Erwärmung freigesetzt wird, zerlegt im Katalysator die Stickoxide des Abgases in ungefährlichen Stickstoff und Wasserdampf. Der Stickoxidausstoß kann dadurch um bis zu 90% verringert werden. Harnstoff als Zusatz zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes wurde bislang nur für Nutzfahrzeuge verwendet. Nun soll dieses Konzept auch bei Pkw zum Einsatz kommen.
In den Fahrzeugen erfordert das einen zusätzlichen Tank für den Harnstoff. Um diesen Tank industriell in einer Montagelinie zu befüllen, muss ein spezieller Befülladapter entwickelt werden, da die Handhabung des Harnstoffes sehr anspruchsvoll ist. Die Dürr Somac GmbH als Spezialist für Befüllmedien, führt momentan Versuche durch, um eine ordnungsgemäße Befüllung mit diesem neuen Medium gewährleisten zu können. Das Ziel ist die Entwicklung eines neuen Befülladapters zur Absicherung eines problemlosen Befüll- und Reinigungsprozesses bei der Erstbefüllung. Materialien, die mit AdBlue in Berührung kommen, z. B. Stahl, Kupfer oder Aluminium, sind anfällig für Korrosion. Unter Einwirkung von Sauerstoff aus der Umgebungsluft erfolgt eine Auskristallisierung, zudem liegt der Gefrierpunkt bei -11°C und macht eine Beheizung des Betankungssystems erforderlich. Auch die Automobilindustrie hat spezielle Anforderungen an die Technik. Bei der Erstbefüllung im Werk ist der Befüllprozess genau definiert. In der richtigen Zeit und Menge muss der Harnstoff mit einer Abdichtung ohne Überdruck und Geruchsentwicklung in den Tank gefüllt werden. Da der AdBlue-Tank des Pkw anders als beim Lkw im Inneren des Fahrzeugs ist, darf es nicht zu einer Tropfenbildung kommen. Eine qualitativ hochwertige Lösung, die dieses Anforderungen erfüllt, möchte Dürr Somac bereits in den nächsten Monaten anbieten.
Ihr Ansprechpartner:
Peter V. Hofmann - peter.v.hofmann(at)durr.com
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