Nass oder trocken? Klare Vorteile für den EcoDryScrubber

Der Overspray wird mit dem
Luftstrom nach unten geführt ...

... und mithilfe von Kalksteinmehl an
Trockenfiltern gebunden.
Der EcoDryScrubber von Dürr steht für umweltschonende und kostengünstige Abscheidung von nassem Lack-Overspray. Bis zu 14 € geringere Stückkosten kann die neue Technologie je nach Standort und Anlagenkomplexität durch Einsparung von Energie und Ressourcen erreichen.
Der Löwenanteil der Stückkostenreduzierung entsteht durch geringeren Energiebedarf. Verglichen mit einem standardisierten Nassabscheidungsprozess mit Wärmerückgewinnung kann der EcoDryScrubber die Energiekosten einer Spitzkabine um 60% und die der gesamten Lackiererei um 30% reduzieren. Das innovative System ist aktuell in einer Anlage in Betrieb, eine weitere ist bereits in Bau.
So funktioniert’s: Während die Nassabscheidung überschüssige Lackpartikel mit Wasser unter Zusatz von Chemikalien auswäscht, nutzt die EcoDryScrubber-Technologie ein speziell aufbereitetes Kalksteinmehl als Bindemittel. In Filtermodulen, die im Unterbau der Kabine installiert sind, wirbeln Luftdüsen dieses Precoat-Material kurz auf. Es zirkuliert mit dem Luftstrom und setzt sich auf allen Flächen sowie auf den Filterelementen als feine Schutzschicht ab. Der aus der Spritzkabine einströmende Overspray wird durch die Filter angesaugt und verbindet sich auf deren Oberfläche mit dem Kalksteinmehl. In regelmäßigen Abständen wird der so entstehende Filterkuchen durch Umkehrung der Strömungsrichtung abgesprengt. Das herabfallende Material wird aufgefangen und automatisch entfernt.
Vorteile zur Nassabscheidung: Wasser und Koagulierungschemikalien zur Bindung des Oversprays sind unnötig: Der Wasserbedarf des Gesamtprozesses sinkt dadurch um 80%, Verunreinigung und Korrosion von Kanälen durch verschlepptes Wasser treten nicht auf. Die Wärmerückgewinnung und die teure Entsorgung von Lackschlamm entfallen. Stattdessen kann das verbrauchte Kalksteinmehl in der Zementindustrie oder in der Rauchgasentschwefelung zweitverwertet werden.
Zudem bleiben Temperatur und Feuchtigkeit der Kabinenluft konstant. Dies ermöglicht den Umluftbetrieb von bis zu 95% der Luft und einen entsprechend geringen Frischluftanteil. Dadurch ist weltweit ein nahezu klimaunabhängiger Lackierprozess bei höchster Qualität möglich: In Indien bei 35°C und hoher Luftfeuchtigkeit oder in Russland bei -20°C und trockener Luft bleibt der Lackierprozess stabil. Als Folge des geringen Frischluftbedarfs entfällt die Wärmerückgewinnung und die deutlich kleineren Zuluftanlagen sparen Platz. So wird insgesamt ein bis zu 35% kleinerer Anlagenquerschnitt möglich.
Der ganzheitliche Technologievergleich (nach ISO 14040) eines unabhängigen Instituts bewertet die Trockenabscheidung in allen ökologischen Parametern als beste Technologie.
Ihr Ansprechpartner:
Dirk Gorges – dirk.gorges(at)durr.com, Tel.: +49(0)711 136 1819
nächster Artikel ( Interview: Die Entwicklung des EcoDryScrubber )
