Verdampferturm Ecopure® EVA – Zwei Fliegen mit einer Klappe
Die Entsorgung von Abgasen durch thermische Oxidation ist das Tagesgeschäft für eine RTO-Anlage. Sollten dabei aber wässrige Prozessrückstände übrig bleiben, mussten diese bisher in einer separaten Anlage verdampft werden. Durch den neuartigen Verdampferturm Ecopure® EVA vereint Dürr Environmental and Energy Systems (EES) nun beide Prozesse in einer Anlage – und das bei einem autothermen Betrieb und der daraus folgenden hohen Energieeffizienz.
Für alle Industriebereiche, bei deren Produktion sowohl Abgase als auch fettstofffreie Abwässer mit organischen Kohlenwasserstoffen anfallen, erweist sich die durch einen Verdampferturm erweiterte Ecopure® RTO-Anlage als Idealfall. Bei dieser kombinierten Entsorgung von Abgasen und Flüssigkeiten in einer Anlage erfolgt die Verdampfung des Wassers mit der Energie der in der Abluft enthaltenen Kohlenwasserstoffe.
Bei Kunden in der Chemieindustrie werden bereits seit mehr als zehn Jahren in von Dürr EES gelieferten Regenerativen Thermischen Oxidationsanlagen (RTO) geringe Mengen an wässrigen Flüssigrückständen entsorgt. Die Verdampfung von größeren Abwassermengen in der RTO-Anlage ist mit den bisher am Markt befindlichen Systemen nicht möglich. Durch die Integration des neu entwickelten Verdampferturms Ecopure® EVA gelingt es Dürr, zwei unterschiedliche Abfallströme in einer Anlage gleichzeitig zu entsorgen – und das nahezu ohne Einsatz von Primärenergie.
Die Höhe des Verdampferturms ist abgestimmt auf die Verdampfungsstrecke der einzelnen Schadstoffe. Bestandteil des Turms ist eine einzelne zentrale Lanze mit einer geeigneten Anzahl von Zweistoffdüsenköpfen – diese Lanze kann optional durch mehrere Lanzen ersetzt werden. Weitere Einbauten gewährleisten eine vollständige Verdampfung der Abfallflüssigkeit.
Der Verdampferturm soll keine chemische Umwandlung bewerkstelligen, sondern lediglich das Medium verdampfen. Dafür ist es aber nötig, dass die Betriebsparameter auf jeden Einzelfall individuell abgestimmt werden. Denn Kriterien wie zum Beispiel der Kohlenwasserstoffgehalt sind bei der Konfiguration ebenso zu berücksichtigen wie die Viskosität oder die chemischen Vorreaktionen mit eventueller Bildung von Zwischenprodukten.
Die kombinierte Entsorgung von Abgasen und Abwässern in einer Anlage führt neben den geringeren Investitionskosten auch zu einer Reduzierung der Betriebskosten durch den nahezu vollständigen Verzicht auf die Zufuhr von Primärenergie.
Ihr Ansprechpartner:
Werner Zondler - werner.zondler(at)durr.com
nächster Artikel ( Unternehmerisch denken – prozessorientiert handeln )

