Ecopure RTO: für effiziente Abgasreinigung
Einsatzschwerpunkt der Ecopure® RTO Anlagen sind Abluftvolumenströme mit Schadstoffkonzentrationen bis ca. 10 g/mN³ in der
- chemischen und pharmazeutischen Industrie
- der Lackier- und Beschichtungsindustrie sowie
- in Druckereien
Ein autothermer Betrieb der Anlage ist bereits bei einer Konzentration der Schadgase ab ca. 2 g/mN³ möglich:
In diesem Fall kann ganz auf Zufuhr von Zusatzbrennstoff verzichtet werden.
Die regenerative thermische Oxidation Ecopure® RTO ist das geeignete Verfahren, wenn
- die Prozessabluft gereinigt werden soll,
- eine Prozessbeheizung aber nicht gewünscht oder notwendig ist.
Die Ecopure® RTO Anlage besteht im wesentlichen aus
- den Regenerator-Behältern,
- den Brennkammern mit Brennersystem und
- dem erforderlichen Luftleitsystem mit Ventilen und Ventilator.
Die Regenerator-Behälter sind mit keramischer Speichermasse gefüllt und entsprechend den hohen Reaktionstemperaturen innen mit einer Isolierschicht ausgekleidet.
Die Brennkammern sind ebenfalls mit Fasermaterial ausgekleidet und verbinden die einzelnen Regenerator-Behälter miteinander. Seitlich gut zugänglich ist das Brennersystem angeordnet, das mit einem separaten Verbrennungsluftanschluss ausgeführt ist. Die erforderlichen Armaturen mit Überwachungseinrichtungen sind bei uns im Werk fertig montiert und geprüft und werden über flexible Verbindungen an die Brenner angeschlossen.
Zum Luftleitsystem gehört der Roh- und Reingaskanal mit den darin integrierten, dicht schließenden Ventilen für Ablufteintritt und Reingasaustritt und den Klappen für den Spüllufteinlass, sofern ein Spülzyklus vorgesehen ist (siehe unten). Alle Ventile und Klappen liegen gut zugänglich im unteren Bereich des Regenerator-Behälters.
Mit dem Ventilator, wird der Abluftstrom durch die Ecopure® RTO Anlage gefördert und durch eine Zeitschaltung über die Ventile wechselweise in einen der Regenerator-Behälter geführt. Die Abluft durchströmt die heiße Speichermasse von unten nach oben und wird dadurch vorgewärmt. Bereits hier oxidiert ein Großteil der Kohlenwasserstoffe.
Sofern nötig, erhitzt ein Brenner das Rohgas auf die endgültige Verbrennungs- bzw. Endreaktions-temperatur von ca. 820°C. Es kommt zur vollständigen Oxidation der Schadstoffe. Die gereinigte heiße Abluft durchströmt dann den Wärmetauscher im Behälter 2 von oben nach unten und gibt dabei seine Wärme an die Speichermasse ab.
Bei Erreichen einer bestimmten Temperatur der Speichermasse bzw. ihres optimalen Speicherpunktes wird die Durchströmungsrichtung der Behälter umgeschaltet. Nun strömt das Rohgas von unten nach oben durch Behälter 2, wird in der Brennkammer oxidiert und verlässt die Anlage als Reingas über den Behälter 1.
Zur Optimierung der Wärmetauscherleistung und Reinigung des Rohgases wird ständig umgeschaltet.
Die Temperatur des Reingases ist je nach Einsatzfall 40°C höher als die des Rohgases.
Bei Ecopure® RTO Anlagen mit einer ungeraden Anzahl von Behältern wird ein Behälter gespült, bevor er im nächsten Takt von gereinigter Abluft durchströmt wird. Durch diese Fahrweise, bei der jeweils ein Behälter in der Spülphase ist, werden beim Umschalten der Tellerventile Schadstoffpeaks in der gereinigten Abluft vermieden, so dass auch niedrige Grenzwerte eingehalten werden können.


