Dürr HV beschließt Dividendenerhöhung auf 1,50 DM pro 5-DM-Aktie

01.07.1998

Wachstumskurs setzt sich fort - per Mai zweistellige Steigerungen bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis - für 1998 weitere Verbesserungen bei Umsatz und Ergebnis erwartet.

Anläßlich der Hauptversammlung teilte die Dürr AG, Stuttgart, mit, daß sich der positive Trend auch in den ersten fünf Kalendermonaten fortgesetzt hat. Das Ergebnis vor Steuern stieg auf 14,2 Mio. DM, 31,5 % mehr als im Vorjahr.

Das Unternehmen realisierte von Januar bis Mai 1998 einen Konzernumsatz von 635 Mio. DM (VJ: 510 Mio. DM), das sind 24,5 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Auftragseingang erreichte per Mai 1.035 Mio. DM (VJ: 765 Mio. DM), 35,3 % mehr als im Vorjahr. Aus dem Bereich Lackiersysteme sind darin zwei Großaufträge von Audi Neckarsulm mit einem Gesamtvolumen von rund 175 Mio. DM sowie ein Auftrag von Ford Dearborn an die US-Gesellschaft Dürr Industries Inc. über ca. 400 Mio. DM enthalten. Der Auftragsbestand für die ersten fünf Monate erhöhte sich um 30,8 % auf 2.562 Mio. DM (VJ: 1.958 Mio. DM). Wegen der Einflüsse einzelner Großaufträge lassen sich die Veränderungsraten gegenüber der Vergleichsperiode nicht für das Gesamtjahr 1998 hochrechnen.

Auf der Hauptversammlung wurde eine Dividendenerhöhung um 0,30 DM auf 1,50 DM pro 5-DM-Aktie beschlossen. Bei einem Jahresüberschuß von 40,8 Mio. DM (VJ: 23,9 Mio. DM) beträgt die Dividendensumme 19,5 Mio. DM. Wie in den Vorjahren ergibt sich keine Steuergutschrift für anrechnungsberechtigte inländische Aktionäre. Das Unternehmen rechnet allerdings damit, daß für 1998 anrechnungsberechtigte inländische Aktionäre auf einen Teil der Dividende eine Steuergutschrift erhalten.

Für das laufende Geschäftsjahr ist Vorstandsvorsitzender Hans Dieter Pötsch zuversichtlich: "Für 1998 gehen wir von einer Fortsetzung der Aufwärtsentwicklung aus. Aus heutiger Sicht wird sich der Auftragseingang für den Konzern in allen Geschäftsfeldern weltweit auch in diesem Jahr positiv entwickeln. Aufgrund der guten Projektlage und des hohen Auftragsbestands erwarten wir weitere Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis gegenüber den Vorjahreswerten."

Die Unternehmensstrategie sieht vor, den Unternehmensbereich Umwelttechnik zu verselbständigen. Weiterhin will Dürr seine System-fähigkeit konsequent ausbauen. Im Zuge der Forderung der Automobilindustrie, umfangreichere Verantwortung zu übernehmen, wird Dürr - noch in diesem Jahr - ein neues Dienstleistungsprodukt unter dem Namen Dürr Ecoservice in den Markt einführen. Dabei handelt es sich zum einen um die für die Phase vor Produktionsanlauf wichtigen Dienstleistungen im Bereich der Planung, Entwicklung und Inbetriebnahme. Zum anderen beinhaltet dies die für eine laufende Produktion wichtigen Bereiche Prozeßoptimierung, Qualitätsmanagement, Kundendienst und Ersatzteilversorgung sowie Wartungs- und Reinigungs-aktivitäten. "Wir werden damit an den hohen Wachstumspotentialen und Ertrags-chancen im Markt der Dienst-leistungen teilhaben können. Gleich-zeitig kann Dürr gegenüber dem Kunden nach dem Prinzip "alles aus einer Hand" ein Angebot unterbreiten, das in allen Komponenten der Anlagen-technik und des Dienstleistungsbereichs abgestimmt ist", erläuterte der Vorstandsvorsitzende.

Pötsch kündigte für die nächsten fünf Jahre eine Verdopplung des Konzernumsatzes an. Dabei werde überwiegend auf internes Wachstum gesetzt, aber auch gezielt externes Wachstum in die Überlegungen miteinbezogen. "Deshalb kann die Umsetzung der Strategie zu einem späteren Zeitpunkt auch Maßnahmen im Bereich der Eigen- oder Fremdkapitalfinanzierung erforderlich machen", so Pötsch.

Die aus diesem Grund der Hauptversammlung vorgeschlagenen Beschlußfassungen über: ein genehmigtes Kapital von 20 Mio. DM, die Möglichkeit Wandelschuldverschreibungen auszugeben sowie der Erwerb eigener Aktien, entsprechend des gesetzlichen Rahmens, wurden von der Hauptversammlung angenommen.

Auch der Beschlußfassung über die Umwandlung der Nennbetragsaktien in Stückaktien als Vorbereitung auf die Einführung des Euro wurde von den Aktionären zugestimmt.


 

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