HV beschließt Dividenden-Erhöhung auf DM 1,80 pro Stückaktie
30.06.1999
- Zwei neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt
- Planwerte im ersten Halbjahr 1999 erreicht
- Zuversichtlich für das Gesamtjahr 1999
- Dienstleister Premier eröffnet weitere Wachstumschancen
Die Hauptversammlung der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, hat heute eine Dividende von 1,80 DM pro Stückaktie (Vj: 1,50 DM) beschlossen. Bei einem Jahresüberschuß von 42,2 Mio. DM (VJ: 40,8 Mio. DM) beträgt die Dividendensumme damit 23,4 Mio. DM. Das Ergebnis wurde wesentlich von Auslandsbeiträgen geprägt. Deshalb gibt es keine Steuergutschrift für anrechnungsberechtige inländische Aktionäre.
Weiterhin haben die Aktionäre Prof. Dr. Norbert Loos, Geschäftsführender Gesellschafter der BW Kapitalbeteiligung GmbH, und Dr. Heinz-Gerd Stein, Mitglied des Vorstands der Thyssen Krupp AG als neue Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt. Dr. Jörg Kees und Reinhart Schmidt haben ihr Amt mit Ablauf der Versammlung niedergelegt.
Auch der Beschlußfassung über die Umstellung des Grundkapitals und anderer DM-Beträge in der Satzung auf Euro sowie eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln zur Glättung der Euro-Beträge wurde von der Versammlung zugestimmt.
Wie bereits berichtet, erreichte in den ersten vier Monaten 1999 der Konzernumsatz 391 Mio. DM, der Auftragseingang 565 Mio. DM. Der Auftragsbestand lag bei 1.907 Mio. DM. Das Ergebnis vor Steuern wurde mit 9,2 Mio. DM ausgewiesen. Zum Verlauf des ersten Halbjahres 1999 machte Dürr qualitative Angaben. Zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum liegen Umsatz und Ergebnis noch leicht zurück; der Auftragseingang, der im Vergleichszeitraum jedoch wesentlich von einem Großauftrag geprägt war, noch etwas stärker zurück. Beim Auftragseingang hat Dürr im ersten Halbjahr 1999 die Hälfte der Jahreszielwerte erreicht, die Entwicklung verläuft demnach planmäßig. Für die zweite Jahreshälfte 1999 rechnet der Vorstand mit einem weiterhin positiven Verlauf. So arbeitet Dürr beispielsweise in den USA an Engineering-Aufträgen, für die noch in diesem Jahr die entsprechenden Systemaufträge erwartet werden.
Für das Gesamtjahr 1999 ist das Unternehmen trotz anhaltender Krisenerscheinungen in Asien und Südamerika zuversichtlich, da weltweit mehrere Automobilhersteller die Fortsetzung zurückgestellter Projekte angekündigt haben. "Trotz der differenzierten Rahmenbedingungen verfolgt Dürr deshalb für das Geschäftsjahr 1999 das allerdings recht anspruchsvolle Ziel, bei Auftragseingang, Umsatz und Ertrag erneut die hohen Werte des Vorjahres zu erreichen", so Hans Dieter Pötsch, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG.
Gute Perspektiven sieht Dürr für seinen jüngsten Unternehmensbereich Dienstleistungen. Mit der im April akquirierten Premier Manufacturing Support Services, Cincinnati (USA), gehört jetzt ein international führender Spezialist für produktionsunterstützende Dienstleistungen in der Automobilindustrie zum Dürr Konzern. Premier Dienstleistungen bilden die logische Ergänzung des Dürr Systemangebots, da neben der Lieferung von Anlagen, jetzt auch Leistungen für die laufende Produktion erbracht werden können. Mittelfristig will Dürr rund 20% seines Konzernumsatzes im Wachstumsmarkt Dienstleistungen erwirtschaften.
Auch die Dürr Ecoclean sowie die Bereiche Fördertechnik und Umwelttechnik hatten 1998 bzw. 1999 ihr Systemangebot ausgebaut und so Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen.
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