Dürr erhält 51 Mio. Euro Großauftrag von BMW

29.08.2001

  • Mehr Flexibilität und Effizienz durch komplette Roboter-Lack-applikation
  • Lebhafte Geschäftstätigkeit zu Beginn des zweiten Halbjahres

Die Dürr AG hat über ihren Unternehmensbereich Paint Systems einen Auftrag von BMW über die Lieferung von drei Lackiersystemen im Wert von rund Euro 51 Mio. für das Werk Dingolfing erhalten.

Mit der Investition in drei neue Füllerlinien (Auftrag der Grundlackschicht vor der Decklackierung) werden Effizienz und Flexibilität der Lackierung der 3er-, 5er- und 7er-Baureihen sowie von Sondermodellen erhöht. Die Inbetriebnahme der ersten Linie erfolgt Anfang 2003. Insgesamt beträgt die Kapazität der drei Linien rund 1.200 Karosserien täglich.

Der Systemauftrag umfasst drei komplette Füllerlinien mit vollautomatischer Roboterapplikation, Farbversorgungen, Trocknern, Fördersystemen, Arbeitsplätzen, Systemen für Umweltschutz und Energierückgewinnung sowie Steuerungstechnik. Der Auftrag des umweltschonenden Lacks auf Wasserbasis erfolgt für die komplette Karosserie, das heißt Innenraum und Außenhaut, mit Dürr-Lackierrobotern. Zur Minimierung von Farbverlusten bei dem vielfarbigen Wasserfüller werden die Roboter mit der innovativen Ecopurge Reflow Technologie ausgerüstet. Durch das neue Konzept kann flexibel auf unterschiedliche Karosserietypen reagiert werden. Darüber hinaus ermöglicht es die Verringerung von Nacharbeit und Betriebskosten und damit mehr Effizienz. Bereits Anfang des Jahres erhielt Dürr von BMW einen Auftrag über die Lieferung von Lackierrobotern für die Lackiererei im Werk München.

Der Technologiekonzern Dürr zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Produktionssystemen und produktionsbegleitenden Dienstleistungen für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2001 verzeichnete Dürr eine Umsatzsteigerung von 30 % auf Euro 888 Mio. sowie einen Zuwachs beim EBITDA von 58 % auf Euro 54,1 Mio. Mit mehreren Großaufträgen und Letters of Intent für Großprojekte zeigte sich der Geschäftsverlauf im Juli und August erfreulich lebhaft und behauptete sich damit vor dem Hintergrund einer schwächeren Welt- und Automobilkonjunktur. Für das Geschäftsjahr 2001 geht Dürr von prozentual zweistelligen Zuwachsraten bei Umsatz und Ertrag bei einer überproportionalen Ertragssteigerung aus.


 

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