Interview – Der neue Robotergreifer EcoCGrip

Als Leiter des Konstruktions-
teams war Herr Robert Pauels
maßgeblich an der Entwicklung
von EcoCGrip beteiligt.

EcoCGrip - Einsatz
auch unter schwierigsten
Umgebungsbedingungen
Dürr Ecoclean in Monschau hat mit EcoCGrip einen neuen Robotergreifer für das Teile-Handling in Reinigungsanlagen entwickelt. Der Greifer nimmt die Werkstücke von einem Transportband auf und führt sie den einzelnen Reinigungsprozessen in der Anlage zu. Wir befragten Herrn Robert Pauels, Teamleiter der Konstruktion in Monschau, der maßgeblich an der Entwicklung des Greifersystems beteiligt war.
Herr Pauels, was ist neu am EcoCGrip-System?
Durch den neuen, patentierten Greifer EcoCGrip ist Dürr das einzige Unternehmen, das ein Komplettsystem anbietet. Der Kunde kann von uns Reinigungsanlage und Greifer aus einer Hand bekommen. Außerdem ist das neue System im Aufbau sehr flexibel und vielseitig einsetzbar.
Was genau meinen Sie mit flexibel?
In erster Line zeichnet sich das System durch seinen modularen Aufbau aus. Es ist eine Art Baukastensystem mit standardisierten Einzelelementen. Dieser Vorteil zeigt sich besonders bei der Anpassung an neue Werkstücke im Fertigungsprozess, hier müssen nur die „Finger“ des Greifers getauscht werden. Die Greifarme von EcoCGrip können an mehreren Stellen des Greifergrundkörpers befestigt werden, sie sind also individuell anpassbar. Durch den integrierbaren Niederhalter kann der Greifer nicht nur Einzelteile, sondern auch ganze Paletten mit Werkstücken sicher halten und der Bearbeitung zuführen.
In welchen Bereichen wird EcoCGrip eingesetzt?
Als modularer Parallelgreifer wird EcoCGrip für das Teilehandling in nass-chemischen Reinigungsanlagen, in Gantrysystemen und in der Großserienfertigung verwendet. Besonders in Bereichen, wo sehr komplexe Oberflächen die gezielte Behandlung von Bohrungen und Kanälen eine Einzelteilreinigung erfordern ist der Einsatz von EcoCGrip vorteilhaft.
Dabei wird EcoCGrip doch sicher hohen Belastungen ausgesetzt?
Während des Reinigungsprozesses führt der EcoCGrip die Werkstücke an die verschiedenen Behandlungsstationen heran. Dabei kann es sich um Injektionsflut-waschungen handeln, bei denen der Greifer mit Reinigungsmedium beaufschlagt wird. Auch das gezielte Druckluftblasen mit 6 bar ist möglich. Chemikalien im Reinigungsmedium und Hochdruckwasser mit bis zu 650 bar beim Reinigen oder Entgraten stellen kein Problem für den Greifer dar.
Wodurch hält EcoCGrip den Belastungen stand?
Man könnte sagen: EcoCGrip ist klein, leicht und fest. Durch den patentierten Aufbau mit eloxiertem Aluminium und Edelstahl kann der Greifer Werkstücke mit einem Gewicht von bis zu 70 kg sicher aufnehmen. Das integrierte Bremssystem gewährleistet einen prozesssichereren Betrieb. Selbst bei einem Ausfall der Druckluft besteht so keine Gefahr für den Bediener oder für die Werkstücke. Der Greifer würde in diesem Fall einfach bei voller Haltekraft auf seiner letzten Position stehen bleiben.
Und wie wird die komplizierte Technik vor Feuchtigkeit geschützt?
EcoCGrip ist mit einem Sperrluft-System ausgestattet. Das bedeutet, dass in dem Greifer selbst ein Überdruck herrscht, der das Eindringen von Feuchtigkeit und Kondensatbildung im Inneren verhindert. So bleibt das System auch unter härtesten Einsatzbedingungen zuverlässig und einsatzbereit.
Ergeben sich für den Betreiber Kostenvorteile durch den EcoCGrip?
Das EcoCGrip-System ist bei Umbauten sehr flexibel. Bei der Umstellung der Produktion auf andere Werkstücke muss nicht gleich der gesamte Greifer ausgetauscht werden. In diesem Fall werden lediglich die Greiferfinger ersetzt, was eine deutliche Ersparnis bei den Anschaffungskosten bedeutet. Dürr bietet außerdem einen zeitnahen, kundenorientierten Service an. Im Fall eines Defekts gibt es keine langen Reparaturen sondern einen sofortigen Austausch der modularisierten Greiferkomponenten. Dies verringert Standzeiten und zusätzliche Kosten.
Ihr Ansprechpartner:
Robert Pauels - robert.pauels(at)ecoclean.durr.com

