Dürr erfindet die Fahrwerkeinstellung neu

12.01.2007

Püttlingen, 12. Januar 2007 – Die Fahrwerkeinstellung in der Automobilmontage bestimmt wesentlich das spätere Fahrverhalten. Eine immer größere Typenvielfalt zwingt die Automobilhersteller zu mehr Flexibilität. Daher fordert der Markt größere Messbereiche für Fahrwerkgeometrie-Messsysteme. Mit dem neuen Messsystem x-3Dprofile gibt Dürr die Antwort auf diese Herausforderung. Dieses System basiert auf der positiven Erfahrung mit der bewährten Lasermesstechnik, die im Rahmen des über 300-mal verkauften Fahrwerkstandes x-wheel eingesetzt wurde.

Ziel war es, dem zunehmenden Fahrzeugmix mit einer zuverlässigen und einfach parametrierbaren Lösung zu begegnen, die in optimierter Taktzeit mehr Messaufgaben durchführen kann. Die Lösung von Dürr Factory Assembly Systems (FAS) ist überdies sehr robust, wartungsarm, langlebig und energiesparend. Im Gegensatz zu einer Beameranwendung ist sie außerdem unabhängig von der Beleuchtungsumgebung.

Keine Kompromisse bei der Qualität

Mit x-3Dprofile verbindet Dürr die Qualitäten der bewährten Lasermesstechnik mit dem Messbereich eines Kameraprojektionssystems und blendet die Nachteile einer Lösung mit Beamer aus. Dies gelingt mit Hilfe des dPP-Verfahrens (dynamic Pattern Projection) der x-3Dprofile Sonde, die im Rahmen einer Entwicklungskooperation mit dem Lieferanten VisiCon konstruiert wurde. Diese Sonde arbeitet nach dem Messprinzip der Stereophotogrammetrie mit mindestens 64 Laserzeilen und misst Spur- und Sturzwinkel des Rades sowie den Höhenstand mit hoher Genauigkeit und Dynamik.   

Im Gegensatz zur Colour Coded Triangulation (CCT), bei der ein zu kalibrierender Beamer mehrfarbige Streifen auf das Rad projiziert, die dann via Triangulation gemessen werden, arbeitet x-3Dprofile mit Stereo-photogrammetrie und Laserarrays. Als Beleuchtung des zu vermessenden Reifens dienen bei dieser Neuentwicklung Laserzeilen (durch Zylinder-linsen zur Linie aufgeweitete Punktlaser in einem Laderarray) in hoher Lichtintensität. Diese bilden eine flächige Linienmatrix und sind einzeln schaltbar.

Die Ausfallzeiten tendieren gegen Null

Neben einer weitgehenden Unabhängigkeit vom Beleuchtungsumfeld   besticht x-3Dprofile auch durch die hohe Ausfallsicherheit. Fällt eine überhitzte oder defekte Beamerlampe aus, dann steht das entsprechende  System still. Fallen jedoch einer oder gar mehrere Laserlinien aus, dann spielt das für das Messergebnis keine nennenswerte Rolle. Das Messergebnis beim Verfahren von Dürr besteht nämlich aus der statistischen  Ermittlung einer Vielzahl von gemessenen Linien. So entsteht eine hohe Messgenauigkeit ohne überflüssigen Datenaufwand.

Die Sonde selbst ist sehr robust, klein und in beliebiger Position frei aufstellbar. Sie ist redundant kalibrierbar und läuft mit der bewährten Dürr x-line Software. In der Einführungsphase kann die Sonde parallel zum  abzulösenden System eingesetzt werden.

Flexibler Einsatzbereich

Der große Messbereich eignet sich hervorragend für extremen Fahrzeugmix in Bezug auf Spurweitendifferenz, Höhenstandsdifferenz und unterschiedliche Reifengrößen. Gegenüber dem Beamer überzeugt die Sonde durch kleinere Baugröße, höhere Lebensdauer und geringeren Energieverbrauch. Sie zeichnet sich weiterhin durch schnellere Messbereitschaft aus sowie auf Grund der applikationsorientierten Datenmenge durch eine dreimal höhere Messfrequenz (schnelle 30 Hertz). Diese ist zwingend notwendig, um die zunehmend geforderten dynamischen Applikationen wie die Hysteresemessung in akzeptabler Zeit durchführen zu können.  

Gegenüber der Color Coded Triangulation bietet das dPP-Verfahren der  x-3Dprofile Sonde den Vorteil, dass das Messverfahren unabhängig von der korrekten Lage der Messstreifen ist. Ferner erübrigen sich durch die Ausgabe der Kotflügelkante in drei Koordinaten zusätzliche Messmittel. Ein Benchmark zeigt, dass x-3Dprofile dem auf dem Markt befindlichen Triangulationsmesssystem in diesen Punkten sowie der Unempfindlichkeit gegen Fremdlicht deutlich überlegen ist.

Das bahnbrechende Fahrwerkgeometriemesssystem x-3Dprofile system VisiCon wird zukünftig das Portfolio der Spezialisten von Dürr FAS hinsichtlich erfolgreicher Messsonden wie Perceptron DTC und VisiCon LCS bereichern. Dürr bietet seinen Kunden damit eine weitere innovative Lösung zur Qualitätssicherung, die noch dazu zur Kostensenkung beiträgt. 

Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten, Systemen und Dienstleistungen für die Automobilfertigung. Das Angebot umfasst wesentliche Fertigungsstufen eines Fahrzeugs: Als System-anbieter plant und baut Dürr Lackierereien und Endmontagewerke. Darüber hinaus liefert Dürr Reinigungs- und Filtrationsanlagen für die Produktion von Motoren- und Getriebekomponenten sowie Diagnose- und Auswuchtsysteme für Fahrzeugkomponenten. Rund 90% des Konzern-umsatzes entfallen auf das Geschäft mit Automobilherstellern und -zulieferern. Weitere wichtige Kundengruppen von Dürr sind derMaschinenbau sowie die Chemie-, Pharma-, Beschichtungs- und Luftfahrtindustrie.


 

Dürr Systems GmbH
Günter Buzer
Marketing Factory Assembly Systems
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