Dürr und Stohrer machen Airbus fit für die Zukunft
12.07.2007
Stuttgart, 12. Juli 2007 – Im Jahr 2008 tritt eine neue Störfallverordnung für den Einsatz von Gefahrstoffen in der Produktion in Kraft. Um dafür gewappnet zu sein, rüstet Airbus im Werk Nordenham mit Unterstützung der Firmen Dürr und Stohrer heute schon auf eine chromatfreie Produktion um.
REACH-Verordnung – so nennt sich die neue Störfallverordnung, die ab 2008 Einzelgenehmigungen für die Verwendung von Gefahrstoffen verlangt. Hinter dem Kürzel REACH verbirgt sich die „Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals“. Um diese bevorstehenden Auflagen zu erfüllen, stellen die Projektpartner Dürr Factory Assembly Systems (FAS) und Stohrer Surface AG, der ursprüngliche Lieferant der Anlage im Jahr 1996, die nasschemischen Prozesse im Airbus-Werk Nordenham auf chromatfreie Produktion um.
Für die Vorbehandlung bei der Lackierung von Flugzeugteilen wurde bei Airbus dafür das Projekt ACF (Airbus Chromate Free) ins Leben gerufen. Am Ende dieses Projektes wird das heute übliche Chromsäureanodisieren (CAA) auf das umweltfreundliche Weinsäure-/Schwefelsäureanodisieren (TSA) umgestellt sein.
Hinter der Modernisierung dieser Anodisieranlage verbergen sich die folgenden Fakten: Dürr liefert fünf Stahlbehälter zum Tauchen ganzer Hautfelder der AirbusModelle. Diese Tanks haben Abmessungen von 11,5 x 2,0 x 3,7 Meter. Auch werden ein Trockner mit denselben Maßen sowie zwei Pufferbehälter für die Prozessmedien geliefert. Neben der Gleichstromversorgung gehören auch die Verfahrenstechnik mit der Kühleinrichtung für die Prozessbäder sowie die Absaugeinrichtung für die Bäder zum Lieferumfang von Dürr FAS. Stohrer ist zuständig für die Installation der Anlagensteuerung mitsamt Schaltschrank und der zugehörigen Visualisierung. Zudem übernimmt Stohrer die Projektleitung.
Die Anlage wird ihre Arbeit bereits im Herbst 2007 aufnehmen, also rechtzeitig vor Inkrafttreten der anstehenden REACH-Verordnung. Sie wird damit die erste große Anlage im Praxisbetrieb in Deutschland sein, die mit der neuen TSA-Technologie arbeitet.
Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten, Systemen und Dienstleistungen für die Automobilfertigung. Das Angebot umfasst wesentliche
Fertigungsstufen eines Fahrzeugs: Als Systemanbieter plant und baut Dürr Lackierereien und Endmontagewerke. Darüber hinaus liefert Dürr Reinigungs- und Filtrationsanlagen für die Produktion von Motoren- und Getriebekomponenten sowie Diagnose- und Auswuchtsysteme für Fahrzeugkomponenten. Rund 90% des Konzernumsatzes entfallen auf das Geschäft mit Automobilherstellern und –zulieferern. Weitere wichtige Kundengruppen von Dürr sind der Maschinenbau sowie die Chemie-, Pharma-, Beschichtungs- und Luftfahrtindustrie.
Die Stohrer Surface AG ist hauptsächlich im Bereich der Galvanotechnik groß geworden und hat sich dort einen Namen im Bereich hochwertiger Anlagen erarbeitet. Die Zielgruppen findet man häufig in der Flugzeug- und Automobilindustrie, und dort oft für Aufgaben die Innovation und zukunftsträchtige Technologien beinhalten. In diesem Zusammenhang besteht auch eine Kooperation mit der Fa. International Plating Technologies (IPT) die auch Anteile an Stohrer hält. Stohrer war in die Technologie des Weinsäure-/ Schwefelsäureanodisierens schon frühzeitig eingebunden und hat Planungsleistungen im Bereich der Anlagentechnik erbracht.
Stohrer Surface AG
Karsten Eugen Beihl
Tel.: +49 (0)7150 2091-11
Fax: +49 (0)7150 2091-66
E-Mail: k.beihl(at)stohrer.de
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Dürr Systems GmbH
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