Dürr erfolgreich im Wachstumsmarkt Osteuropa
05.06.2007
Stuttgart, 5. Juni 2007 – Der Dürr-Konzern profitiert vom Wachstum der Automobilindustrie in Osteuropa. In den vergangenen Wochen erhielt der Maschinen- und Anlagenbauer in dieser Region zwei Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 130 Mio. €. Weitere Aufträge stehen zur Vergabe.
Bereits im März beauftragte der koreanische Autobauer Hyundai Dürr mit der Planung und dem Bau einer kompletten Lackiererei für sein neues Werk im tschechischen Ostrawa. Der Auftrag hat einen Wert von 78 Mio. €. In Ostrawa werden bei der Produktion von Pkw und SUVs umweltfreundliche Wasserlacke zum Einsatz kommen. Mit einer geplanten Kapazität von über 300.000 Einheiten pro Jahr handelt es sich um eine sehr leistungsfähige Lackiererei. Die Montage der Anlage wird Dürr im September 2007 beginnen, sodass Hyundai Mitte 2008 mit der Produktion starten kann. Dieses Projekt ist bereits der vierte Großauftrag, den der Hyundai-Konzern Dürr innerhalb der vergangenen 18 Monate erteilt hat.
Im April erhielt Dürr von Volkswagen den Auftrag für den Bau einer kompletten Lackiererei im russischen Kaluga. Das Auftragsvolumen beträgt mehr als 50 Mio. €. Im Lieferumfang ist unter anderem das Rotationslackierverfahren RoDip für den Auftrag des Grundlacks enthalten. RoDip zeichnet sich durch eine optimale Benetzung aller Hohlräume sowie eine gleichmäßigere Verteilung des Lacks auf der Oberfläche aus. Geliefert werden außerdem 19 Roboter für die Außenlackierung, die Füll- und Decklack auftragen. Teile der Anlage in Kaluga werden nach dem LeanLine-Konzept von Dürr gestaltet. LeanLine steht für ein preisgünstiges Anlagenkonzept mit kompaktem Layout, standardisierten Produkten und einfachen Prozessen. Sämtliche Prozessstufen der Lackiererei befinden sich auf einer Ebene; entsprechend wurde der Materialfluss sehr kompakt gestaltet, sodass das Layout höchste wirtschaftliche Anforderungen erfüllt. Das Werk Kaluga wird für die Produktion von 115.000 Einheiten pro Jahr ausgelegt. Dürr beginnt im Jahr 2008 mit der Montage; die Produktion auf Volllast startet im Jahr 2009.
Dürr hat im ersten Quartal 2007 einen Auftragseingang aus Osteuropa von über 150 Mio. € erzielt und damit vom Produktionsanstieg in dieser Region profitiert. Experten schätzen, dass die Produktion von Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) in Osteuropa von derzeit rund 5 Mio. Einheiten bis zum Jahr 2012 auf rund 8 Mio. Einheiten zunehmen wird. Das Wirtschaftswachstum und die ansteigende Kaufkraft haben laut einer Studie der Bundesagentur für Außenwirtschaft zur Folge, dass die Nachfrage nach qualitativ höherwertigen Automobilen zunimmt. „Aufgrund der Investitionsankündigungen zahlreicher Automobilhersteller gehen wir in den nächsten Monaten von weiteren Aufträgen aus Osteuropa aus“, sagte Ralf Dieter, Vorsitzender des Vorstands der Dürr AG. Zur Vergabe stehen unter anderem Aufträge von einem amerikanischen und einem japanischen Automobilhersteller, die in Fabriken in St. Petersburg investieren. Auch von osteuropäischen Herstellern sind derzeit Projekte für den Bau von Werken ausgeschrieben.
Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten, Systemen und Dienstleistungen für die Automobilfertigung. Das Angebot umfasst wesentliche Fertigungsstufen eines Fahrzeugs: Als Systemanbieter plant und baut Dürr Lackierereien und Endmontagewerke. Darüber hinaus liefert Dürr Reinigungs- und Filtrationsanlagen für die Produktion von Motoren- und Getriebekomponenten sowie Diagnose- und Auswuchtsysteme für Fahrzeugkomponenten. Rund 90% des Konzernumsatzes entfallen auf das Geschäft mit Automobilherstellern und -zulieferern. Weitere wichtige Kundengruppen von Dürr sind der Maschinenbau sowie die Chemie-, Pharma-, Beschichtungs- und Luftfahrtindustrie.
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Dürr Systems GmbH
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