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Dürr gewinnt mit EcoPaintJet den Deutschen Innovationspreis

Roboter-Lackiersystem mit 100 % Lacknutzung

Bietigheim-Bissingen, 8. April 2020 – Die Dürr Systems AG ist für das Roboter-Lackiersystem EcoPaintJet mit dem Deutschen Innovationspreis in der Kategorie Großunternehmen ausgezeichnet worden. EcoPaintJet ist eine bahnbrechende Innovation für die trennscharfe Lackierung von Autos und anderen Produkten. Die Vorteile des Verfahrens überzeugten auch die Jury des Deutschen Innovationspreises: 100 % des Lacks landen ohne Verluste auf der Oberfläche, zweifarbige Lackierungen sind problemlos möglich – und das schneller, energiesparender und ressourcenschonender als bisher.

Der EcoPaintJet vereint Know-how und Hightech-Komponenten aus den Bereichen Lackapplikation, Robotik und Software. Kernelement ist ein innovativer Applikator auf einem Roboter. Anders als herkömmliche Rotationszerstäuber trägt er den Lack mithilfe einer filigranen Düsenplatte auf. Sie ist mit rund 50 kaum sichtbaren Löchern versehen, die einen Durchmesser von circa 1 Zehntelmillimeter haben. Durch die Löcher wird der Lack aus 30 mm Entfernung in parallelen Strahlen aufgetragen – ähnlich wie bei einem Inkjet-Drucker. Davor vermisst ein Messsystem mit einer Kamera die Oberfläche. Aus den Messdaten errechnet eine Software die Lackierbahnen, in denen der Applikator über die Oberfläche schwebt. Fahrgeschwindigkeit und Kippwinkel des Applikators werden so gesteuert, dass der Lack stets gleichmäßig aufgetragen wird. Auch die Neigung der Oberfläche wird berücksichtigt, was zum Beispiel bei der Lackierung von Autodächern wichtig ist.

Die Innovation vereinfacht die Produktindividualisierung in der Automobilproduktion erheblich. Zum Beispiel lassen sich auf Wunsch Dekorstreifen oder Kontrastfarben auf dem Karosseriedach vollautomatisch auftragen. „Mit dem EcoPaintJet unterstützen wir die Automobilhersteller bei einem wichtigen Trend: Immer mehr Autokäufer wollen ein individualisiertes Fahrzeug. Unsere Innovation bietet hier völlig neue Möglichkeiten – kostengünstig und voll integriert in die Serienfertigung“, sagt Dr. Lars Friedrich, Vorstandsmitglied der Dürr Systems AG und Leiter der Division Application Technology.

Der EcoPaintJet verursacht keinen Lacknebel (Overspray), der Lack landet nur auf den vorgesehenen Flächen und nicht daneben. Daher muss der Rest der Karosserie beim Auftrag einer Zweitfarbe nicht mehr mit Folie abgeklebt werden. Für ein Autodach benötigt der EcoPaintJet nur 120 Sekunden. Zuvor dauerte allein das Anbringen und Entfernen der Folie 50 Minuten. Zudem entfallen pro Karosserie rund 15 Quadratmeter Folienabfall. Weitere Vorteile sind eine bessere Kapazitätsauslastung in Lackierereien und Energieeinsparungen von bis zu 25 % bei der Lacktrocknung.

Der EcoPaintJet eignet sich nicht nur für Automobilkarosserien, sondern auch bei Produkten, die bisher mit hohem manuellen Aufwand lackiert wurden. Das Spektrum reicht von Felgen, Möbeln und Zweirädern über Kartonagen bis hin zu Garagentoren und Dekors für Flugzeuge und Bahnwaggons.

Der Deutsche Innovationspreis ist eine der renommiertesten Auszeichnungen für Neuentwicklungen „made in Germany“ und wird von Accenture, EnBW und der WirtschaftsWoche vergeben. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die mit ihrer Innovationskraft Geschäft und Märkte verändern.

Dürr EcoPaintJet

Dürr ist für das Roboter-Lackiersystem EcoPaintJet mit dem Deutschen Innovationspreis in der Kategorie Großunternehmen ausgezeichnet worden.

Dürr EcoPaintJet

EcoPaintJet trägt den Lack trennscharf auf und verursacht dabei keinerlei Lacknebel.

Dürr EcoPaintJet

EcoPaintJet appliziert den Lack mithilfe einer filigranen Düsenplatte. Durch rund 50 kaum sichtbare Löcher wird der Lack aus 30 mm Entfernung in parallelen Strahlen aufgetragen.