Die neue Fertigung von Volvo Cars im slowakischen Košice hat eine maximale Kapazität von 250.000 Karosserien jährlich und der Produktionsstart ist für 2027 geplant. Volvo Cars strebt eine vollständige Elektrifizierung seiner Modelle an und baut mit dem neuen europäischen Standort seine weltweiten Produktionskapazitäten weiter aus.
Die verschiedenen Endmontage-Technologien in der Förder-, Befüll- und Prüftechnik werden bei Dürr aus einer Hand geplant und umgesetzt. Für Volvo Cars bedeutet das: weniger Koordinationsaufwand, eine höhere Planungssicherheit und optimal aufeinander abgestimmte Systeme entlang des gesamten Endmontageprozesses. Möglich wird dies durch NEXT.assembly, das ganzheitliche Konzept von Dürr für die Endmontage. Es integriert Consultingleistungen sowie Komponenten der Förder-, Montage-, Befüll- und Prüftechnik als modulare Bausteine zu einer durchgängigen Lösung.
Zukunftssichere Befülltechnik
Der Premiumhersteller setzt Technik von Dürr ein, die sich bereits in vielen anderen Werken von Volvo bewährt hat. Ein Beispiel sind die Befüllanlagen mit speziellen Handlingsystemen und fünf parallelen Konsolen, die bereits im schwedischen Torslanda für eine effiziente Produktion sorgen. In Košice ist das Equipment so ausgelegt, dass auch zukünftige neue Anforderungen erfüllt werden. Möglich ist die spätere Integration neuer Kühlmittel mit niedriger elektrischer Leitfähigkeit sowie neuer Klimaanlagenmedien, die ein zukünftiges europäisches Gesetz vorschreibt.
Präzise Prüftechnik am Bandende
Auch bei der Prüftechnik am Ende der Montagelinie nutzt Volvo Cars bewährte Technik von Dürr. „Der Anspruch an die Messgenauigkeit ist bei Volvo Cars äußerst hoch. Wir sind mit den Anforderungen bestens vertraut, da Dürr weltweit alle Volvo-Standorte mit Technologie zur Fahrzeuggeometrie- und Scheinwerfereinstellung ausstattet“, sagt Jörg Neumann, Director Product Line EOL bei Dürr in Deutschland. So auch in Košice. Dort wird im Prüfstand x-wheel das Fahrwerk exakt vermessen und eingestellt. Ausgestattet mit dem berührungslosen Sensor x-3Dsurface, ermöglicht es hochpräzise flächenbasierte Messungen und ist flexibel einsetzbar für jegliche Reifen- und Karosserieformen. Die in diesem Arbeitsschritt ermittelte Fahrachse gibt die Ausrichtung der Scheinwerfer bzw. der darin verbauten LED-Module vor. Da in neuen Scheinwerfergenerationen immer mehr LEDs verbaut werden, um ein individuelles Design zu ermöglichen, steigen auch die Anforderungen an die Lichtmessung. Speziell dafür hat Dürr das Mess- und Einstellsystem x-light für Scheinwerfer entwickelt. Mit der kamerabasierten Messtechnik werden die Abblend-, Fern- und Nebelscheinwerfer präzise geprüft und gemäß ECE- und SAE-Normen halbautomatisch eingestellt.
Effiziente Fördertechnik verbindet alle Prozesse
Als zentrales Bindeglied zwischen den einzelnen Prozessschritten der Endmontage liefert Dürr die komplette Fördertechnik für das Werk. Die Karosserien und Fahrzeugtüren werden über mehr als 3 Kilometer Fördertechnik transportiert, darunter Elektrohängebahnen, Schubplattformen und Kunststoffgurtförderer. Das Konzept basiert auf robusten, wartungsfreundlichen und langlebigen Komponenten. So entsteht eine Förderlösung, die hohe Verfügbarkeit mit Wirtschaftlichkeit verbindet und die Grundlage für einen stabilen und effizient getakteten Endmontageprozess schafft.
„Unser vollautomatisches Endmontagesystem stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Automobilfertigung dar und kombiniert Präzisionstechnik mit modernster Automatisierung, um ausgezeichnete Qualität und Effizienz zu erzielen“, sagt Andreas Hohmann, CEO von Dürr in Italien und Vice President NEXT.assembly.





