Farbnebelabscheidung mit EcoDryScrubber von Dürr

Dürr Lackiertechnik: Nicht nur für Karossen

Bietigheim-Bissingen, 02. Oktober 2012 – Dürr baut als Generalunternehmer eine vollautomatische Lackieranlage für Kunststoffteile für die Volkswagen AG in Wolfsburg. Volkswagen setzt in dieser Anlage überwiegend auf Wasserlacke und einen umweltschonenden Prozess. Lackiert werden sollen Stoßfänger, Tankklappen und Kleinteile für den neuen Golf.

Die Linie ist genau auf die Anforderungen in der Anbauteilelackierung ausgerichtet. Sie umfasst die Bereiche Reinigung und Füllerauftrag ebenso wie die Technik für Basis- und Klarlackauftrag sowie die Trockner und die Ausrüstung der Arbeitsplätze. Vom Füller bis zum Basislack wird mit wasserbasiertem Lack gearbeitet, während im Klarlackbereich ein 2-Komponenten-Lösemittellack zum Einsatz kommt.

Den Lackauftrag erledigen 24 Roboter des Typs EcoRP L033. Mit der SnowClean- und der Beflammapplikation werden die Kunststoffteile für die optimale Lackierung vorbereitet, das heißt gereinigt und die Oberfläche für die Lackaufnahme aktiviert. SnowClean ersetzt in diesem Fall die bisher übliche Durchlaufvorbehandlungsanlage. Dadurch kann auf den Einsatz von Chemikalien und Wasser komplett verzichtet werden. Dieses Verfahren schließt die Gefahr von Restwasser am zu lackierenden Teil aus und minimiert somit das Qualitätsrisiko für die nachfolgende Lackierung.

Der Füllerauftrag des 2K-Hydrolacks erfolgt mit EcoBell3 Zerstäubern im Hochrotationsbetrieb ohne Hochspannung. Im Zusammenspiel mit dem Linearfarbwechsler EcoLCC2 werden minimale Farbverluste pro Farbwechsel und ein optimaler Auftragswirkungsgrad bei der Lackierung erzielt.

Auch in dieser Anlage kommt der EcoDryScrubber, die trockene Abscheidung von Lacknebel, zum Einsatz. Diese Technologie spart durch Umluftführung Energie in der Lackierkabine. Eine weitere Energieeinsparung bewirkt der Entfeuchtungstrockner, der mit kalter, entfeuchteter Luft trocknet. Diese nimmt die Feuchtigkeit des Wasserlacks besser auf. Hier wird der Trockner im Gegensatz zu den üblichen 800C nur auf 40 bis 500C aufgeheizt. Dadurch kann auf die Kühlzone nach dem Trockner verzichtet werden, was neben Energie auch Platz spart, da sich die Linie um 30% verkürzt. Durch diese Kombination aus SnowClean, EcoDryScrubber und Entfeuchtungstrocknung wird die Kunststofflackierung nahezu Prozesswasser frei. Dies ist neu und richtungsweisend für die Kunststofflackierung.

Im August 2013 wird die Kunststofflackieranlage in Wolfsburg, die im ersten Quartal 2012 von VW beauftragt wurde, ihren Betrieb aufnehmen.

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